Kananelo Boloetse abducted from Katlehong, Maseru; no arrests announced to date.
Lesotho: Journalist und Menschenrechtsverteidiger Kananelo Boloetse verschleppt und bedroht
Lesotho: Journalist verschleppt und bedroht
Am 5. September wurde Kananelo Boloetse – ein Journalist und Menschenrechtsaktivist – aus seiner Wohnung entführt. Die Entführer befragten ihn zu seiner journalistischen und menschenrechtlichen Arbeit, dann verprügelten sie ihn und drohten damit, ihn zu töten. Er wurde schwer verletzt an einem entlegenen Ort zurückgelassen. Die Behörden von Lesotho müssen dringend für die Sicherheit von Kananelo Boloetse sorgen und eine zügige und gründliche Untersuchung der Entführung durchführen.
Bitte setzt euch für Kananelo Boloetse ein!
Ja, ich will mich für die Menschenrechte einsetzen und stimme zu, dass die Initialen meines Vornamens und Nachnamens bei Aktionsteilnahme an den Adressaten übermittelt und diesem angezeigt werden. Ich bin mir bewusst, dass in Drittstaaten oft kein mit dem europäischen Datenschutz vergleichbarer Schutz meiner personenbezogenen Daten gegeben ist und dass mit der Offenlegung ggf. Rückschlüsse auf meine politische Meinung möglich sind. Meine Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen, jedoch nur mit Wirkung für die Zukunft. Weitere Hinweise in unseren Datenschutzhinweisen .
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mit großer Sorge habe ich erfahren, dass Kananelo Boloetse am 5. September gegen 19 Uhr von drei bewaffnete Männer aus seinem Haus im Stadtteil Katlehong von Maseru entführt wurde. Sie hielten ihn fest, legten ihm Handschellen an und klebten ihm den Mund mit Klebeband zu. Dann drängten sie ihn in ein Fahrzeug. Sie befragten ihn zu seiner Tätigkeit als Journalist und Menschenrechtsaktivist und griffen ihn körperlich an. Sie drohten damit, ihn zu töten, falls die Medien über den Vorfall berichten sollten. Er wurde schwer verletzt in Thaba-Bosiu zurückgelassen, einem Dorf 24 Kilometer außerhalb von Maseru. Am Abend konnte er sich zu einer nahegelegenen Straße schleppen, wo er vom Fahrer eines vorbeifahrenden Autos gerettet wurde.
Nach der Entführung, dem Angriff und den Morddrohungen ist Kananelo Boloetse weiterhin in großer Gefahr. Die Täter wussten, wo er wohnte, und vor seiner Entführung wurden in der Nähe seines Wohnortes verdächtige Aktivitäten beobachtet. Er ist deshalb in Gefahr, erneut angegriffen und verletzt zu werden.
Ich bitte Sie hiermit, in Absprache mit Kananelo Boloetse dafür zu sorgen, dass er vor weiteren Drohungen, Einschüchterungen oder Angriffen geschützt wird.
Stellen Sie bitte sicher, dass eine zügige, gründliche, unabhängige und unparteiische Untersuchung seiner Entführung, der Misshandlungen und der Morddrohungen durchgeführt wird und dass alle Personen, die an der Tat beteiligt waren oder unter Verdacht stehen, in einem fairen Verfahren vor Gericht gestellt werden.
Sorgen Sie dafür, dass Journalistinnen und Menschenrechtsaktivistinnen in Lesotho ihre Arbeit frei und sicher ausüben können – ohne Gewalt, Einschüchterungen oder Repressalien.
I am writing to express my serious concern for the safety of journalist and human rights defender Kananelo Boloetse , after reportedly being subjected to abduction, assault and death threats on 5 September 2026.
At around 7pm on 5 September, three armed men abducted Kananelo Boloetse from his home in Katlehong, Maseru, Lesotho’s capital. They restrained him, handcuffed him and sealed his mouth with duct tape before putting him into a vehicle. They interrogated him about his work as a journalist and human rights defender and assaulted him. During the attack, they threatened to kill him if the media reported what had happened. He was left abandoned, seriously injured, in Thaba-Bosiu, a village 24 kilometres outside Maseru . On the same evening, he made his way to a nearby road, where he was rescued by the driver of a passing vehicle. Photographs published after the attack show injuries across his back which he said resulted from the beating.
On 5 September, Kananelo Boloetse filed a case at the Maseru Central Charge Office. But to date, no arrests have been publicly announced with the case remaining under investigation.
The abduction, attack and death threats therefore continue to raise serious concerns for Kananelo Boloetse’s safety. The perpetrators knew where he lived, and suspicious activity was observed near his residence before his abduction. He continues to be in imminent danger of being attacked and harmed again.
Journalists and human rights defenders must be able to carry out their work without fear of attack, intimidation or reprisals.
In light of the above, I urge you to ensure the below immediate and effective measures are put in place, in consultation with Kananelo Boloetse, to protect him from further threats, intimidation or attacks:
Ensure a prompt, thorough, independent and impartial investigation into his reported abduction, assault and death threats, and that anyone suspected of criminal responsibility is brought to justice in fair proceedings;
Ensure that journalists and human rights defenders in Lesotho can carry out their work freely and safely, without violence, intimidation or reprisals.
Hier kannst du deinen Brief ausdrucken, um ihn per Post oder Fax an die Behörden zu senden, oder ihn direkt über dein eigenes E-Mail-Programm verschicken.
Du hast Probleme beim Ausdrucken des Briefes? Dann klicke bitte hier .
Achtung: Bitte prüfe bei der Deutschen Post ob die Briefzustellung in das Zielland ungehindert möglich ist.
Prime Minister of the Kingdom of Lesotho The Right Honourable Samuel Ntsokoane Matekane Office of the Prime Minister Maseru LESOTHO
Botschaft des Königreichs Lesotho I.E. Frau Mafelile Christina Molala Kanada-Allee 15A 14513 Teltow
Am 5. September gegen 19 Uhr entführten drei bewaffnete Männer Kananelo Boloetse aus seinem Haus im Stadtteil Katlehong von Maseru, der Hauptstadt von Lesotho. Sie hielten den Journalisten und Menschenrechtsverteidiger fest, legten ihm Handschellen an und klebten ihm den Mund mit Klebeband zu. Dann drängten sie ihn in ein Fahrzeug. Sie befragten ihn zu seiner Tätigkeit als Journalist und Menschenrechtsaktivist und griffen ihn körperlich an. Sie drohten damit, ihn zu töten, falls die Medien über den Vorfall berichten sollten. Er wurde schwer verletzt in Thaba-Bosiu zurückgelassen, einem Dorf 24 Kilometer außerhalb von Maseru. Am Abend konnte er sich zu einer nahegelegenen Straße schleppen, wo er vom Fahrer eines vorbeifahrenden Autos gerettet wurde. Auf Fotos, die nach dem Angriff veröffentlicht wurden, sind Verletzungen an seinem Rücken zu sehen, die ihm durch Schläge zugefügt wurden, wie Kananelo Boloetse erklärte.
Am 5. September erstattete Kananelo Boloetse wegen der Entführung Anzeige. Bislang wurde jedoch niemand festgenommen, und die Ermittlungen in seinem Fall dauern an. Nach der Entführung, dem Angriff und den Morddrohungen ist Kananelo Boloetse weiterhin in großer Gefahr. Die Täter wussten, wo er wohnte, und vor seiner Entführung wurden in der Nähe seines Wohnortes verdächtige Aktivitäten beobachtet. Er ist deshalb in Gefahr, erneut angegriffen und verletzt zu werden.
Kananelo Boloetse ist Journalist, Menschenrechtsaktivist und ehemaliger Vorsitzender von MISA Lesotho, einer regionalen Organisation für Medienfreiheit, die sich für die Förderung und den Schutz der Meinungsfreiheit, der Medienfreiheit, des Zugangs zu Informationen und der Sicherheit von Journalist*innen im gesamten südlichen Afrika einsetzt. Er arbeitet außerdem mit “Section 2 Advocates for the Supremacy of the Constitution” zusammen, einer zivilgesellschaftlichen Organisation, die sich für Demokratie, Meinungsfreiheit und zivilgesellschaftliches Engagement einsetzt.
Nach dem Angriff wurde Kananelo Boloetse im Krankenhaus behandelt und konnte später entlassen werden. Das Medienunternehmen Newsday Media berichtete, dass ein silberner Toyota Starlet in den Stunden vor seiner Entführung wiederholt die Straße von Kananelo Boloetse entlangfuhr und gegenüber seiner Wohnung anhielt, was den Verdacht aufkommen ließ, dass er möglicherweise überwacht wurde. Die Identität der Fahrzeuginsassen ist weiterhin unbekannt.
Der Fall von Kananelo Boloetse steht im Kontext menschenrechtlicher Bedenken in Lesotho hinsichtlich Folter und anderer Misshandlungen, rechtswidriger Gewaltanwendung sowie der Rechenschaftspflicht für Übergriffe durch Sicherheitskräfte. Im Rahmen der allgemeinen regelmäßigen Überprüfung (UPR) durch den UN-Menschenrechtsrat im Jahr 2025 akzeptierte Lesotho Empfehlungen zur Verhütung von Folter und anderen Misshandlungen, zur Rechenschaftspflicht bei Übergriffen durch Sicherheitskräfte sowie zum Schutz der Meinungsfreiheit und von Journalist*innen. Amnesty International hat die Behörden zudem aufgefordert, Meldungen über Folter, andere Misshandlungen und rechtswidriger Tötungen durch die Polizei und die Streitkräfte von Lesotho zu untersuchen und die unabhängige Kontrolle des Sicherheitssektors zu verstärken.
- September 2026 Lesotho: Journalist verschleppt und bedroht
Länder Lesotho Themen Journalist*innen Meinungsfreiheit Folter & Misshandlung
Themen Journalist*innen Meinungsfreiheit Folter & Misshandlung
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At around 7pm on 5 September, three armed men abducted Kananelo Boloetse from his home in Katlehong, Maseru, Lesotho’s capital. They restrained him, handcuffed him and sealed his mouth with duct tape before putting him into a vehicle.
They interrogated him about his work as a journalist and human rights defender and assaulted him. During the attack, they threatened to kill him if the media reported what had happened. He was left abandoned, seriously injured, in Thaba-Bosiu, a village
. On the same evening, he made his way to a nearby road, where he was rescued by the driver of a passing vehicle. Photographs published after the attack show injuries across his back which he said resulted from the beating.
a case at the Maseru Central Charge Office. But to date, no arrests have been publicly announced with the case remaining under investigation.