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title: "Papst Leo XIV. nimmt Rücktritt des Bischofs von Alessandria an; Testore zum Apostolischen Administrator ernannt."
sdDatePublished: "2026-09-14T14:05:00Z"
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Papst Leo XIV. nimmt Rücktritt des Bischofs von Alessandria an; Testore zum Apostolischen Administrator ernannt.

Verschwenderischer Lebensstil? Papst nimmt Bischofsrücktritt an | katholisch.de

Nach Apostolischer Visitation – neue Aufgabe

Verschwenderischer Lebensstil? Papst nimmt Bischofsrücktritt an

VERÖFFENTLICHT AM 14.09.2026 UM 14:00 UHR – LESEDAUER: 2 MINUTEN

ALESSANDRIA - Zwölf Jahre lang stand Guido Gallese an der Spitze der Diözese Alessandria. Nun hat der Papst seinen Rücktritt angenommen. Noch im Januar wurde sein Bistum visitiert. Für den Emeritus gibt es bereits ein neues Amt.

Nach medialer Kritik an dessen verschwenderischem Lebensstil und einer Apostolischen Visitation hat Papst Leo XIV. den Rücktritt des Bischofs der italienischen Diözese Alessandria, Guido Gallese, angenommen. Wie der Vatikan am Freitag mitteilte , wurde der Bischof des benachbarten Acqui, Luigi Testore, zum Apostolischen Administrator des Bistums ernannt. Laut seinem bisherigen Bistum wurde Gallese zum geistlichen Assistenten des Nationalen Verbandes der Wallfahrtsorte ernannt.

Im Januar hatte der Vatikan eine apostolische Visitation der Diözese durch Kardinal Giuseppe Bertello angeordnet. Medienberichten zufolge ging es dabei um Kontroversen wegen Galleses Amtsführung und seines Lebensstils. So soll er ein teures Elektroauto der Firma Tesla gekauft sowie zum Kitesurfen nach Südamerika gereist sein. Auch kostspielige Renovierungsarbeiten für seine eigene Bischofswohnung lösten demnach Kritik aus. Ein Sprecher wies alle Vorwürfe zurück und erklärte unter anderem, der Bischof habe das Auto von seinem privaten Geld gekauft und begründete diese mit seinem Fokus auf Nachhaltigkeit.

In einem Interview mit der Kirchenzeitung seiner bisherigen Diözese sagte Gallese zur Apostolischen Visitation im Januar, diese sei "auf eine Reihe von Schwierigkeiten und Spannungen" zurückgegangen, die die Diözese durchgemacht habe. "Trotz des von den Medien ausgelösten Rummels um meine Person durchlief die Visitation einen Prozess der Unterscheidung, an dessen Ende ich nicht einmal eine einzige Zeile schriftlich erhalten habe und keine Sanktion verhängt wurde", so der 64-Jährige. "Dennoch haben das allgemeine Klima und die entstandenen Umstände deutlich gemacht, dass es für alle an der Zeit ist, ein neues Kapitel aufzuschlagen." Gallese war 14 Jahre lang Bischof von Alessandria.

Wunsch, allen zu vergeben, die ihm Unrecht getan haben

Er wolle all jene Menschen um Vergebung bitten, die er nicht so habe begleiten können, wie er es sich gewünscht habe, so Gallese weiter. "Und ich verspüre auch den tiefen Wunsch, all jenen zu vergeben, die mir Unrecht getan haben. Ich bin ein Mensch und ich war unvollkommen: Ich bitte alle aufrichtig um Verzeihung, denen ich Anlass zu Mühen, Verwirrung oder Stolpersteine gegeben habe." Seine "geistliche und emotionale Verbindung" zur Diözese Alessandria werde "niemals zerbrechen".

Im Interview betonte Gallese angesichts seiner neuen Aufgabe seine Verbindung zu Wallfahrtsorten. So sei seine Berufung in Medjugorje entstanden, auch in seinem Bischofswappen habe er an zwei Wallfahrtsorte erinnern wollen, Unsere Liebe Frau von Soviore und Santa Maria delle Vigne in Genua. "Mich für diese Orte der Gnade einsetzen zu können, erfüllt mich mit pastoraler Begeisterung", so Gallese. Wallfahrtsorte erwiesen sich heute als unverzichtbare Knotenpunkte und Zufluchtsorte für viele Menschen. (cbr)