---
title: "Dr. Claudia Schilling Baustellenbesuch Horner Tor, Horn-Lehe, Bremen; 701 Tonnen CO2 gebunden"
sdDatePublished: "2026-09-14T15:09:00Z"
source: "https://www.senatspressestelle.bremen.de/detail.php?gsid=bremen146.c.490530.de\u0026asl=bremen146.c.448115.de"
topics:
  - name: "construction and property"
    identifier: "medtop:20000235"
  - name: "refugees and internally displaced people"
    identifier: "medtop:20000645"
  - name: "sustainability"
    identifier: "medtop:20001374"
  - name: "integration policy"
    identifier: "medtop:20001146"
  - name: "architecture"
    identifier: "medtop:20000032"
  - name: "local authority"
    identifier: "medtop:20000612"
locations:
  - "Oslo"
  - "South Holland"
  - "Bremen (Stadt)"
  - "Aachen"
---


Dr. Claudia Schilling Baustellenbesuch Horner Tor, Horn-Lehe, Bremen; 701 Tonnen CO2 gebunden

Nachhaltiger Holzbau und ein Mehrwert für Horn-Lehe - Pressestelle des Senats

Nachhaltiger Holzbau und ein Mehrwert für Horn-Lehe

Die Senatorin für Arbeit, Soziales, Jugend und Integration

Baustellenbesuch von Sozialsenatorin Dr. Schilling beim neuen Übergangswohnheim Horner Tor

Am Horner Tor an der Lilienthaler Heerstraße in Horn-Lehe entsteht eine neue Unterkunft für geflüchtete Menschen mit insgesamt 100 Plätzen. Eröffnet werden soll sie im Winter 2026. In dem fünfgeschossigen Gebäude entstehen 56 abgeschlossene Wohneinheiten. Am Montag (14. September 2026) hat sich die Senatorin für Arbeit, Soziales, Jugend und Integration, Dr. Claudia Schilling, gemeinsam mit Investor Amer Sandawi den Baufortschritt angesehen und die Aufstellung eines Gebäude-Moduls begleitet.

Etwas Besonderes und in dieser Form neuartig für ein Bremer Übergangswohnheim ist die Bauart des neuen Horner Tores: Ab dem ersten Obergeschoss wird das Gebäude als modularer Vollholzbau errichtet. Das bedeutet: Ein großer Teil der Bauelemente wird bereits im Werk vorgefertigt und anschließend vor Ort montiert. Das verkürzt die Bauzeit auf der Baustelle, reduziert Lärm und Staub und ermöglicht eine hohe Fertigungsqualität. Ausführendes Unternehmen ist die europaweit arbeitende Ingenieurholzbaufirma Derix, die mit dieser modularen Holzbautechnik unter anderem bereits schwimmende Büros in Rotterdam, einen Neubau für das Verkehrswissenschaftliche Institut der RWTH Aachen und ein neues Terminal des Osloer Flughafens realisiert hat.

Gute Öko-Bilanz und flexible Nutzung

Ein weiterer Vorteil des Gebäudes ist seine positive Umweltbilanz: Das verbaute Holz wird nachhaltig produziert, und laut der Projektbilanz liegt die CO2-Bindung der verwendeten rund 910 Kubikmeter bei rund 701 Tonnen. Auch bei der Nutzung des Gebäudes wurde langfristig gedacht: Die abgeschlossenen Wohneinheiten sind grundsätzlich flexibel nutzbar und nicht dauerhaft auf die Unterbringung geflüchteter Menschen festgelegt. Sollte der Bedarf an Plätzen künftig zurückgehen, kann das Gebäude auch für andere Formen des kleinteiligen Wohnens genutzt werden.

Senatorin Dr. Claudia Schilling: "Das Horner Tor zeigt, dass gute Unterbringung und nachhaltiges Bauen zusammengehören. Nachhaltigkeit bedeutet für mich nicht nur, mit weniger Ressourcen zu bauen. Nachhaltigkeit bedeutet auch, Gebäude so zu planen, dass sie sich an veränderte Bedürfnisse anpassen können. Genau das leistet das Horner Tor: Es ist ökologisch zukunftsorientiert, städtebaulich dauerhaft angelegt und flexibel nutzbar."

Insbesondere Familien, Ehepaare und erwachsene Alleinreisende unterschiedlicher Nationalitäten sollen in den 48 Ein-Zimmer-Apartments und acht Zwei-Zimmer-Wohnungen für ein bis vier Personen des neuen Übergangswohnheims untergebracht werden. Die Betreuung übernimmt das Deutsche Rote Kreuz, Beratungs- und Betreuungsangebote im benachbarten Übergangswohnheim Deutsche Eiche sollen künftig von den Bewohnerinnen und Bewohnern beider Häuser genutzt werden können.

"Hier entsteht keine abgeschottete Unterkunft, sondern ein Haus mit abgeschlossenen Wohneinheiten, einem Bürgersaal und neuen Begegnungsflächen. Das ist ein gutes Beispiel dafür, wie Integration und Stadtentwicklung zusammen gedacht werden können", erklärte Sozialsenatorin Schilling.

Von Anfang an gemeinsam mit dem Stadtteil entwickelt

Das Bauprojekt wurde frühzeitig mit Öffentlichkeit, Beirat und Ortsamt besprochen, ihre Anregungen sind in die Planungen eingeflossen. Besonders sichtbar wird das auch beim geplanten Bürgersaal im Erdgeschoss. Dieser Gemeinschaftsraum soll nicht nur den Bewohnerinnen und Bewohnern der Unterkunft, sondern dem gesamten Stadtteil für Treffen, Veranstaltungen, Vorträge und Feiern zur Verfügung stehen. Zudem soll ins Erdgeschoss auch eine Bäckerei einziehen. Auch die Außenanlagen des Horner Tors und der Deutschen Eiche werden mit Grün- und Aufenthaltsflächen vollständig neugestaltet.

Senatorin Schilling: "Ich freue mich über die Offenheit, mit der der Stadtteil dieses Projekt begleitet und danke insbesondere dem Beirat, dem Ortsamt und den Bürgerinnen und Bürgern aus Horn-Lehe. Wir werden hier keine abgeschottete Unterkunft haben, sondern ein offenes Haus, das selbstverständlich zum Stadtteil gehört. Integration beginnt dort, wo Menschen willkommen sind und sie Teil einer Nachbarschaft werden können."

Fakten zum neuen Horner Tor auf einen Blick:

56 Wohneinheiten: 48 Ein-Zimmer-Apartments und acht Zwei-Zimmer-Wohnungen, zwei davon rollstuhlgerecht

Sozialer Träger: Deutsches Rotes Kreuz, Kreisverband Bremen e. V.

Besonderheiten: Bürgersaal für den Stadtteil, geplante Bäckerei, neu gestaltete Außen- und Spielflächen

Bauweise: modulare Vollholzbauweise ab dem 1. Obergeschoss

verbaute Holzmenge: rund 910 Kubikmeter

CO2-Bindung laut Projektbilanz: rund 701 Tonnen

Achtung Redaktionen: Die Pressestelle des Senats bietet Ihnen die Fotos zu dieser Mitteilung zur honorarfreien Veröffentlichung an. Fotos: Sozialressort

Ansprechpartnerin für die Medien: Sara Bergemann, Leiterin des Büros der Senatorin für Arbeit, Soziales, Jugend und Integration, Tel.: (0421) 361-10494, E-Mail: sara.bergemann@soziales.bremen.de