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title: "Stadt Halle richtet zentrales Fördermittelmanagement ein; ohne zusätzlichen Personalaufwand."
sdDatePublished: "2026-09-15T17:37:00Z"
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  - name: "government budget"
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  - name: "government policy"
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  - name: "public finance"
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locations:
  - "Sachsen-Anhalt"
  - "Magdeburg"
  - "Halle (Saale)"
  - "Wuppertal"
  - "Oberhausen"
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Stadt Halle richtet zentrales Fördermittelmanagement ein; ohne zusätzlichen Personalaufwand.

Beschlussvorlage

Antrag

Beratungsfolge
Termin
Status
Stadtrat
30.09.2026
öffentlich
Entscheidung

Betreff:
Antrag der Fraktion Volt / MitBürger zur Einrichtung eines zentralen
Fördermittelmanagements

Beschlussvorschlag:

Die Stadtverwaltung wird beauftragt, ein zentrales Fördermittelmanagement einzurichten.
Die Aufgaben dieser Stelle sollen unter anderem


Ermittlung aller nutzbaren Förderprogramme,

Koordination der Fördermittelakquise,

Überwachung der fristgerechten Verwendungen und

die
Wahrnehmung
der
Funktion
als
zentraler
Ansprechpartner
für
zivilgesellschaftliche Initiativen umfassen.

Die entsprechende Struktur soll möglichst ohne Stellenaufwuchs realisiert werden.

gez. Ferdinand Raabe
Fraktionsvorsitzender

TOP:
Vorlagen-Nummer:
VIII/2026/03107
Datum:
09.09.2026
Bezug-Nummer.
PSP-Element/ Sachkonto:
Verfasser:
Plandatum:

1 Sitzung des Ausschusses für Finanzen, städtische Beteiligungsverwaltung und Liegenschaften am 18.08.2026,
TOP 6.17-6.21, verfügbar unter: https://buergerinfo.halle.de/to0040.asp?__ksinr=21825
2 vgl. https://www.wuppertal.de/vv/produkte/400/400_3_Zentrales_Foerdermanagement.php
3 vgl. SPD-Fraktion Oberhausen (22.06.2023): Städtisches Fördermanagement wird endlich besser aufgestellt,
verfügbar unter: https://www.spd-oberhausen.de/2023/06/22/staedtisches-foerdermanagement-wird-endlich-
besser-aufgestellt/
4 Beschluss zum Antrag der Fraktion GRÜNE/future! im Stadtrat Magdeburg „Fördermanagement für die
Landeshauptstadt Magdeburg“ (Vorlagennummer: A0208/20), verfügbar unter:
https://ratsinfo.magdeburg.de/to0050.asp?__ktonr=401955
Begründung:

Die angespannte Haushaltslage ermöglicht neue Investitionen fast nur noch unter
Einbeziehung von Fördermitteln. Hiervon sind alle Geschäftsbereiche der Stadtverwaltung
von Stadtumbau, Schulsanierungen bis hin zur Verwaltungsdigitalisierung betroffen. Auch
die Zivilgesellschaft, die an vielen Stellen staatliche Aufgaben übernimmt, ist aufgrund der
Austeritätspolitik auf Fördermittelakquise angewiesen. Angesichts der beschriebenen
Finanzsituation ist es im Interesse unserer Stadt, möglichst effizient Fördermittel aus allen
verfügbaren Quellen zu akquirieren.

Aufgrund der im Ergebnis der Haushaltsauflagen unzureichenden Personalausstattung
müssen die Mitarbeitenden möglichst effizient eingesetzt werden. Eine Spezialisierung kann
dabei helfen und gleichzeitig andere Kräfte vor der Suche im Fördermitteldschungel
bewahren und so Planungsprozesse beschleunigen.

Dass eine zentrale Akquise und Steuerung notwendig sind, wurde zuletzt im
Finanzausschuss
am
18.
August
2026
deutlich,
als
mehrere
außerplanmäßige
Auszahlungen im Bereich der Städtebauförderung nötig wurden.1 Aufgrund der
Nichteinhaltung von Fristen musste unsere Stadt in erheblichem Umfang Fördermittel
zurückzahlen.

Eine genau geregelte Zuständigkeit in Form eines zentralen Fördermittelmanagements (auch
Fördermittel-Taskforce oder Stabsstelle für Fördermanagement) ist in anderen Städten
schon Praxis. Diese Städte befinden sich in einer ebenso desolaten Haushaltssituation wie
Halle und bieten damit eine gute Vergleichbarkeit. In Wuppertal2 dient das Zentrale
Fördermanagement als grundsätzlicher Ansprechpartner für Förderangelegenheiten im
überwiegend investiven Bereich. Das zentrale Fördermanagement berät dabei auch Dritte,
die im Rahmen von integrierten Konzepten Projekte umsetzen. Die zentrale Stelle sorgt für
einheitliche Maßnahmen-, Kosten- und Finanzierungspläne, die es erleichtern, der Gefahr
des Verfalls von Mitteln zu begegnen. Eine ähnliche Taskforce mit besonderer Ausrichtung
auf europäische Fördermittel findet sich auch in Oberhausen3. Dort wurde ein gefördertes
Modellprojekt durch den Stadtrat verstetigt und mittlerweile sogar ausgebaut. Auch in
Sachsen-Anhalt wären wir mit einer solchen Struktur nicht alleine. Im Jahr 2020 beschloss
der Stadtrat von Magdeburg eine ebensolche Struktur.4