ZDF logo! Absetzung des Interviews mit Enrico Schult in Mecklenburg-Vorpommern; Petition 300.000 Unterschriften

Absetzung ist einzig richtige Entscheidung

Absetzung ist einzig richtige Entscheidung

Der Deutsche Journalisten-Verband bewertet die Absetzung des Interviews mit dem AfD-Politiker Enrico Schult durch die Redaktion der ZDF-Kindernachrichtensendung „logo!“ als die einzig richtige Entscheidung.

Wie das ZDF mitteilt, wurde darauf verzichtet, den AfD-Vorsitzenden von Mecklenburg-Vorpommern durch ein Mitglied des Landesschülerrats interviewen zu lassen, wie das vor wenigen Wochen mit dem AfD-Spitzenkandidaten von Sachsen-Anhalt geschehen war. „Im Nachhinein müssen wir feststellen, dass das gewählte redaktionelle Konzept nicht angemessen war“, heißt es von Seiten des ZDF dazu. Und weiter: „Für die Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern hat ,logo!‘ sich deshalb für ein andere Herangehensweise entschieden. Die Aussagen aus Interviews mit Manuela Schwesig, Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern und Spitzenkandidatin der SPD, und Enrico Schult, Spitzenkandidat der AfD, werden in einem redaktionellen Beitrag eingeordnet.“ DJV-Bundesvorsitzender Mika Beuster: „Dass ,logo!‘ vor der Wahl in Sachsen-Anhalt Ulrich Siegmund eine halbe Stunde hat schwadronieren lassen, hat zu Recht für viel Unmut gesorgt. Gut, dass sich das für Mecklenburg-Vorpommern nicht wiederholt.“ Die perfide Medienstrategie der AfD erfordere journalistische Profis. „Das ist gerade gegenüber jüngeren Zuschauenden unverzichtbar.“

Gegen ein unkommentiertes Interview mit Schult haben sich bis Dienstagmorgen fast 300.000 Menschen in einer Online-Petition ausgesprochen. Beuster: „Gut, dass das ZDF dieses Votum ernst nimmt.“