Gemeinde Grenzach-Wyhlen Asiatische Tigermücke; Bürger melden Fundorte zur Bekämpfung

Asiatische Tigermücke | Gemeinde Grenzach-Wyhlen

Herbstmaßnahmen zur Bekämpfung der Asiatischen Tigermücke

Die Asiatische Tigermücke wird die Gemeinde Grenzach-Wyhlen auch in diesem Jahr wieder beschäftigen.

Da es sich im vergangenen Jahr bewährt hat, wird auch in diesem Jahr auf das aktive Fallenmonitoring in Grenzach-Wyhlen verzichtet und die Bekämpfungsmaßnahmen werden aufgrund von positiven Fundmeldungen aus der Bevölkerung durchgeführt.

Aus diesem Grunde sind wir wieder auf die Mithilfe aus der Bürgerschaft angewiesen. Denn nur so kann ein Befall und eine neue Population zeitnah festgestellt werden und schnell gehandelt werden.

Bitte melden Sie daher Funde mit einem guten Foto, auf dem mindestens eines der folgenden Erkennungsmerkmale zu sehen ist:

Weißer Längsstreifen auf Kopf und Rücken

Fünf weiße Beinringe an den Hinterbeinen

Das Ende der Hinterbeine ist weiß

Weitere Merkmale, die auf einen Befall mit Tigermücken hinweisen:

Stechen mitten am Tag statt in der Dämmerung

Sie können das Foto mit Angabe des Fundortes beim FB Öffentliche Sicherheit und Ordnung der Gemeinde unter tigermuecke(at)grenzach-wyhlen.de oder an https:

melden oder über den QR-Code.

Verschaffen Sie sich zunächst einen Überblick über mögliche Brutstätten und beseitigen Sie diese.

Unnötige Wasseransammlungen bzw. Gefäße in denen sich Wasser ansammeln kann,

Regentonnen mit Bti-Tabletten behandeln und dann mit einem Regentonnennetz abdecken ( Wichtig: Handelsübliche Deckel sind in der Regel undicht und sollten durch ein Netz ersetzt werden.)

Gießkannen auf den Kopf stellen oder an einen Nagel hängen, damit das Wasser immer ablaufen kann

Auf Untersetzer sollte möglichst verzichtet werden. Alternativ kann ein Loch gebohrt werden, damit überschüssiges Wasser abfließen kann.

Hausgullys können regelmäßig alle zwei Wochen mit Bti-Tabletten behandelt werden. Es empfiehlt sich, die Tabletten vorher in Wasser aufzulösen und mit einer Gießkanne oder Sprühflasche in die Gullys zu verteilen (Dosierung beachten).

Regentonnen stellen die wichtigsten Massenbrutstätten dar, da sie ständig Wasser führen und nicht austrocknen.

Die Asiatische Tigermücke stammt ursprünglich aus Südostasien. Im Zuge der Globalisierung wurde die Asiatische Tigermücke durch den Handel von Gebrauchtreifen weltweit verbreitet. Besonders in Italien konnte sich durch das Geschäft mit Gebrauchtreifen eine konstante Population der Asiatischen Tigermücke etablieren.

Die Ausbreitung nach Deutschland erfolgte über den Straßen und Schienenverkehr durch den Transport adulter Stechmücken. Ein Erstnachweis erfolgte im Jahr 2007 entlang der Autobahn 5 in Baden-Württemberg. Eine sich in Deutschland vermehrende Population konnte jedoch erst 2014 in Freiburg entdeckt werden. Mittlerweile erfolgten weitere Nachweise in Heidelberg, Karlsruhe und 2017 auch in Lörrach. Ein Erstnachweis in Grenzach-Wyhlen erfolgte 2020.

Die Asiatische Tigermücke gehört mit einer Größe von 3,5 bis 8mm zu den mittelgroßen Stechmücken. Ihre Grundfärbung ist schwarz und wird durch weiße Streifen ergänzt. Die zwei markantesten Erkennungsmerkmale sind fünf weiße Ringe an den Hinterbeinen, sowie ein weißer Strich, der sich vom Kopfbereich bis zum Rücken zieht.

Wie bei allen Stechmücken gliedert sich auch die Entwicklung der Asiatischen Tigermücke in eine mehreren Phasen: Aus dem Ei schlüpfen die im Wasser lebenden Larven, welche sich anschließend im Wasser zu einer verpuppen. In diesem Puppenstadium geschieht die eigentliche Metamorphose zur Adulten Stechmücke. Innerhalb von 2-3 Tagen nach dem Schlupf verpaart sich die Asiatische Tigermücke wiede. Für die Entwicklung der Eier brauchen die weiblichen Mücken jedoch eine Blutmahlzeit.

Als Ektoparasit und kompetenter Vektor für verschiedene humanpathogene Viren wie z.B. dem Dengue-, Zika- oder Chikungunyavirus besitzt die Asiatische Tigermücke eine bedeutende Rolle als Krankheitsüberträger. Darüber hinaus kommt sie in menschlicher Nähe vor und kann bei übermäßigen Vorkommen durch ihr ausdauerndes, aggressives Stechverhalten die Lebensqualität stark einschränken.

Bei der Asiatischen Tigermücke handelt es sich um eine tagaktive Stechmückenart. Deshalb werden die Wirte bevorzugt tagsüber gestochen. Besonders am Morgen und am Nachmittag zeigt sich ihre höchste Aktivität.

Um Trockenheit zu überstehen, besitzen die Eier der Asiatischen Tigermücke eine hohe Toleranz. Sie werden direkt über der Wasseroberfläche im Trocken abgelegt und können dort bis zu einem Jahr überdauern.

Weitere Infos finden Sie auf der Homepage des Landratsamtes unter www.loerrach-landkreis.de

Beitrag Tigermücke Gemeindeblatt 12.06.2026 (PDF | 89 KB)

Herbstmaßnahmen zur Bekämpfung der Asiatischen Tigermücke 2025 (PDF | 213 KB)

Herbstmaßnahmen zur Bekämpfung der Asiatischen Tigermücke_2026 (PDF | 213 KB)

Tigermücke_Flyer_2026 (PDF | 353 KB)

Handelsübliche Deckel sind in der Regel undicht und sollten durch ein Netz ersetzt werden.)