HG Hamburg-Barmbek unterliegt MTV Braunschweig in Hamburg; knappe 35:37-Niederlage trotz Führung
HG Hamburg-Barmbek Dicht dran an faustdicker Überraschung: Barmbek unterliegt Mega-Favorit Braunschweig nur mit 35:37 - HG Hamburg-Barmbek
Dicht dran an faustdicker Überraschung: Barmbek unterliegt Mega-Favorit Braunschweig nur mit 35:37
„Wir hätten dieses Spiel gewinnen können.“ Ein derartiges Fazit von Trainer Mirco Demel nach dem Heimspiel gegen den MTV Braunschweig mutete zwar in Anbetracht der hoch favorisierten Gäste etwas surreal an. Doch schon das Endergebnis von 35:37 (16:20) belegt, dass seine Mannschaft, die HG Hamburg-Barmbek, dicht dran war an einer faustdicken Überraschung. „Es waren letztlich die sieben Gegentreffer, die bei uns im leeren Tor landeten, weil wir die Bälle vorn durch technische Fehler verloren oder einige klare Torchancen ausließen“, analysierte Demel und fügte hinzu: „Wenn wir 40 Tore geschossen hätten, wären wir als Sieger von der Platte gegangen.“
Auch wenn die Enttäuschung über die entgangene Chance kurz nach dem Abpfiff in der Kabine verständlich war, musste sich die Mannschaft keine Vorwürfe machen. „Die Jungs haben unser taktisches Konzept innerhalb von drei Stunden erarbeitet, mehr Zeit blieb uns dafür leider nicht an den vier Trainingstagen“, erklärte der Coach, „und sie haben es nahezu optimal umgesetzt. Basis für das Barmbeker Angriffskonzept war Demels Überlegung, die aggressive, offensive Braunschweiger Deckung stetig mit dem siebten Feldspieler zu konfrontieren. Damit kopierte der HG-Trainer die Spielweise der Gäste, die schon seit Jahren mit diesem System erfolgreich sind, und sein Team nutzte das Überraschungsmoment zu einer 8:4-Führung (12. Minute) und zwang MTV-Coach Volker Mudrow zu einer frühen Auszeit. In der Folge steigerte sich der gegnerische Rückraum mit den starken Schützen Tim-Janos Otto (5 Tore), Philipp Moritz Krause (6) und Melf Hagen (7
- und wendete das Blatt zu Gunsten der Braunschweiger. Nach 8:16-Treffern war die Partie gedreht.
„Wir haben die Startphase dominiert und die zweite Halbzeit gewonnen“, resümierte Mirco Demel und attestierte seinem Team eine deutliche Steigerung in allen Mannschaftsteilen gegenüber den vorangegangenen Partien in Flensburg und gegen Delitzsch. Er lobte die engagierte Defensivarbeit mit einem erneut starken Torwart Kay Siemer und die große Disziplin im Angriff, der meist geduldig bis zur klaren Torchance spielte. „Ich mache auch unseren Youngstern keinen Vorwurf, dass sie in der zweiten Halbzeit einige Möglichkeiten ausließen“, reagierte der Coach auf mögliche Kritik von außen. „Sie hatten sich ihre Einsatzzeiten im Training verdient und haben auch weiterhin mein Vertrauen und das der Mannschaft“, stellte Mirco Demel heraus.
Mit welcher Moral das HGHB-Team aufwartete, zeigte die Schlussphase, in der man einen 31:36 Rückstand binnen einer Minute auf 34:36 verkürzte. „Es wäre sogar noch der Ausgleich möglich gewesen“, sagte Marketing-Manager Sören Priebs von der Kampfkraft der Mannschaft begeistert: „Wenn wir so weitermachen, werden wir noch viele Punkte holen.“
Spielverlauf : 0:2, 2:2, 2:3, 4:3 (7. Min.), 8:4 (12.), 8:8 (17.), 9:9, 9:12 (21.), 12:13 (23.), 14:15 (26.), 14:19, 16:20 – 16:21, 17:22, 19:22, 19:24 (37.), 20:25, 22:25 (40.), 22:28 (44.), 25:31, 27:31 (50.), 28:34, 31:36 (58.), 34:36, 35:37.
Siebenmeter) : Siemer (2), Asmuß; Neher (14
11), Stapenhorst (5), Geyer, Stüber (je 3), Eg, Kaminski, Behncke (je 2), Eschweiler, Bruse (je 1), Matussek, Scharnweber, Janzen, Kühn, Zarnadze.