H+ Ihre Spitäler fordert verbindlichen Übergangsplan und gesicherte Finanzierung in der Schweiz; bis Ende 2026 Klarheit über Infrastruktur.
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E-GD: H+ fordert verbindlichen Übergangsplan und gesicherte Finanzierung
H+ Ihre Spitäler unterstützt die Stossrichtung des neuen elektronischen Gesundheitsdossiers (E-GD), wie gestern vom Nationalrat verabschiedet. Für einen erfolgreichen Systemwechsel braucht es jedoch einen verbindlichen Übergangs- und Gesamtplan sowie eine gesicherte Finanzierung durch Bund und Kantone. Nur so lassen sich Doppelspurigkeiten und Fehlinvestitionen vermeiden und die notwendige Planungssicherheit für Spitäler und Kliniken schaffen.
Für H+ ist zentral, dass der Bundesrat die Koordination übernimmt und gemeinsam mit den Kantonen, H+ und weiteren betroffenen Akteuren rasch einen verbindlichen Übergangsplan erarbeitet. Bis Ende 2026 muss Klarheit über die künftige Infrastruktur bestehen. «Die Spitäler und Kliniken brauchen jetzt Planungssicherheit für die kommenden Jahre. Es darf nicht sein, dass sie nochmals in Übergangslösungen investieren müssen, die kurze Zeit später bereits wieder hinfällig sind. Bund, Kantone und Branche müssen deshalb rasch gemeinsam festlegen, wie der Übergang zum E-GD konkret ausgestaltet und finanziert wird», sagt Anne-Geneviève Bütikofer, Direktorin von H+ Ihre Spitäler.
Ebenso braucht es eine verlässliche Finanzierung der Übergangsphase durch Bund und Kantone. Die zusätzlichen Kosten des politisch beschlossenen Systemwechsels dürfen nicht bei den Spitälern und Kliniken anfallen, da der primäre Nutzen des E-GD bei den Bürger:innen liegt. Bund und Kantone müssen deshalb eine verlässliche Finanzierung der Übergangsphase sicherstellen.
H+ fordert deshalb eine pragmatische, gemeinsam mit den betroffenen Akteuren entwickelte Übergangslösung. Das Branchengremium von DigiSanté kann dabei eine aktive Rolle übernehmen. Ziel muss sein, bereits getätigte Investitionen soweit möglich zu erhalten, Doppelspurigkeiten zu vermeiden und den Übergang zum E-GD so zu gestalten, dass für die Leistungserbringer frühzeitig Planungs- und Investitionssicherheit besteht.
E-GD braucht ein Gesamtsystem statt Insellösungen
H+ unterstützt die zentrale Koordination und die Schaffung einer nationalen Stammgemeinschaft mit klarer Verantwortung für Steuerung, Betrieb und Governance. Gleichzeitig muss die digitale Gesundheitsinfrastruktur als Ganzes gedacht werden. E-GD, digitaler Gesundheitsdatenraum, E-Medikation und E-Rezept müssen aufeinander abgestimmt und koordiniert umgesetzt werden. Im Zentrum muss der konkrete Nutzen für Bevölkerung und Leistungserbringer stehen. H+ Direktorin Anne-Geneviève Bütikofer betont: «Ein digitales Tor ins Gesundheitswesen allein genügt nicht, dahinter muss ein vernetztes und funktionierendes Gesamtsystem stehen. Deshalb braucht es einen verbindlichen Gesamtplan, der die verschiedenen Digitalisierungs- und Standardisierungsvorhaben des Bundes koordiniert.» Der Gesamtplan soll im Rahmen von DigiSanté in enger Zusammenarbeit mit den Akteuren des Gesundheitswesens erstellt werden. Nur so profitieren alle Beteiligten: Die Leistungserbringer, aber vor allem auch die Patient:innen und Bürger:innen.
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