Dimitrios Kekes erklärt Bau unter rollendem Rad zwischen Plattling und Passau; Totalsperrung ab 20. September
Bauen unter rollendem Rad zwischen Plattling und Passau - Korridorsanierung Bayern
ic-db_action_calender_32 15. September 2026, 16:00 Uhr
Bauen unter rollendem Rad zwischen Plattling und Passau
Die Korridorsanierung ist während der Baumaßnahme in drei Phasen unterteilt. Um die Sperrung für den Güterverkehr verträglicher zu gestalten, wurde ein Konzept mit Wechsel zwischen eingleisiger Sperrung und Vollsperrung im Abschnitt Passau – Plattling erarbeitet. Der Projektleiter des Bauabschnitts, Dimitrios Kekes, erklärt, wie während der eingleisigen Sperrung unter „rollendem Rad“ gebaut wird.
„Der erste Bauabschnitt (Plattling bis Passau) war zwischen dem 14. Juni und 10. Juli komplett gesperrt und wurde anschließend wieder in Betrieb genommen“, erläutert Kekes. „In dieser Zeit haben die Projektteams unter anderem Gleise, Weichen und Oberleitungen saniert.“ Damit der grenzüberschreitende Güterverkehr die Strecke zwischen Deutschland und Österreich wieder nutzen kann, werden die Sanierungsarbeiten zwischen dem 10. Juli und 20. September nur in eingleisig gesperrten Abschnitten durchgeführt. „Das bedeutet, dass die Bauarbeiten auf einem Gleis stattfinden, während nur wenige Meter weiter das zweite Gleis von Güterzügen befahren wird“, erklärt der Projektleiter. Ab dem 20. September besteht auf dem Streckenabschnitt wieder eine Totalsperrung, bis der Korridor vollständig in Betrieb genommen wird.
Für die Planung und Durchführung der Korridorsanierung stellt das Bauen unter rollendem Rad eine besondere Herausforderung dar. „Es sind zum Beispiel besondere Sicherungsmaßnahmen nötig, um die Bauteams vor vorbeifahrenden Güterzügen zu sichern“, so Kekes. „Auch die Baustellenlogistik muss sorgfältig abgestimmt werden, um den maximalen Nutzen aus den begrenzten Sperrzeiten zu ziehen.“
Eingleisiges Sperrpausenkonzept für den Güterverkehr
Aufgrund der intensiven Nutzung ist die Strecke mittlerweile in die Jahre gekommen – deshalb sind die Bauteams Tag und Nacht im Einsatz, um sie fit für die Zukunft zu machen. Die Strecke Obertraubling – Passau ist sowohl für den nationalen als auch für den internationalen Güterverkehr von hoher Bedeutung. Entlang des Korridors gibt es über 13 Gleisanschließer – das sind Unternehmen, die einen direkten Zugang zum Schienennetz haben und ihre Waren über die Bahn transportieren. Das Arbeiten unter rollendem Rad ist daher notwendig, um den Schienengüterverkehr während der Sanierung zuverlässig aufrechtzuerhalten.