SPD+JF Freiburg-Fraktion fordert Erhalt der Fassadenbegrünung am Greenhouse, Rieselfeld, Freiburg; Unabhängiges Fachgutachten gefordert
Greenhouse nicht entgrünen | SPD+JF Fraktion Freiburg
Mitten im Freiburger Hitzesommer erreichte unsere Fraktion ein dringendes Anliegen von Bewohner:innen aus dem „Greenhouse“ im Rieselfeld. Das Gebäude in der Bertha-von-Suttner-Straße ist ein Vorzeigeprojekt für eine optisch und bautechnisch besonders gelungene Fassadenbegrünung. Beim Bau des Gebäudes mit rund 60 Wohnungen vor 14 Jahren wurde es mit Edelstahlnetzen überzogen, die als Rankhilfe für Pflanzen dienen. Heute ist die Fassade von einem dicht begrünten Vorhang überzogen, dessen kühlender Effekt sich gerade in diesem Sommer als Segen für die Bewohner:innen herausstellte. Doch damit könnte bald Schluss sein, denn auf Beschluss der Eigentümergemeinschaft soll die Begrünung vollständig entfernt werden. Als Grund werden befürchtete Schäden durch das Wurzelwerk der Pflanzen genannt, die an die Grundmauer des Gebäudes heranreichten. Doch neben den betroffenen Bewohnerinnern hält auch der Architekt des Gebäudes die Begründung für nicht nachvollziehbar, ein Schaden durch die Wurzeln an den Betondecken sei technisch quasi ausgeschlossen.
Klimaanpassung, die sich bewährt hat
„Eine Entfernung der Fassadenbegrünung wäre ein Riesenverlust für die Bewohner:innen und ein schlechtes Signal für unsere Stadt. Der Sommer hat doch klar gezeigt: Wir brauchen dringend mehr Grün im Stadtraum und nicht weniger, weshalb wir begrünte Fassaden aus guten Gründen fördern“, betont Walter Krögner als umwelt- und wohnungspolitischer Sprecher der SPD-JF-Fraktion. Dabei gehen Naturschutz und Klimaanpassung mit einer Reihe konkreter Vorteile einher: „Die Hausbewohnerinnen haben nicht nur im Sommer selbst bei 40 Grad draußen noch 22 Grad in ihren Wohnungen, wie sie uns bei Gesprächen vor Ort geschildert haben“, erklärt SPD-JF-Stadträtin Seren Haliloğlu . „Umgekehrt wurde auch von geringeren Heizkosten berichtet. Und die Vorteile für das Mikroklima im Stadtteil, für die Tierwelt und die Artenvielfalt liegen ohnehin auf der Hand.“ Um die Mieterinnen in ihrem Einsatz gegen die Entfernung zu unterstützen, haben sich unsere Stadträt:innen an die Stadtverwaltung gewandt. Diese hat nach eigener Auskunft zwar keine direkte rechtliche Handhabe, sie fordert die Eigentümergemeinschaft jedoch ausdrücklich dazu auf, ein unabhängiges Fachgutachten zu beauftragen, mit dem sich die Sorge vor etwaigen Schäden aus der Welt schaffen ließe. Wir bleiben als Fraktion weiter an dem Thema dran, um die Hausbewohner:innen beim Erhalt des „Greenhouse“ zu unterstützen.
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