RSG Dortmund und Dunaújváros Austausch; Finanzierung gefährdet durch Sponsorenmangel

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Als das Reinoldus- und Schiller-Gymnasium die ersten Kontakte mit einer Schule im ungarischen Dunaújváros knüpfte, geschah das noch über den „eisernen Vorhang“ hinweg: 39 Jahre ist das jetzt her, und immer noch pflegen beide Seiten den Kontakt und die wechselseitigen Besuche, wie turbulent die politischen Zeiten zwischendurch auch sein mochten. Von besonderen Voraussetzungen wie z. B. dem Alter ist es dabei nicht abhängig, ob Schüler*innen mit von der Partie sein dürfen, theoretisch kann man sich jedes (Schul-)Jahr aufs Neue Richtung Donau aufmachen.

Im September hatte die Schule von der Höfkerstraße wieder ungarischen Besuch, brach u. a. gemeinsam zu einem Trip nach Münster auf, hatte Spaß beim Bowlen und traf sich am Ende der Woche traditionell zum gemeinsamen Grillen auf dem Pausenhof. Dass diese traditionsreiche gemeinsame Geschichte demnächst enden könnte, steht nach Einschätzung von RSG-Lehrer Stojan Petrov zwar nicht zu befürchten. Anstrengender aber ist es nach Auskunft des Mit-Organisators durchaus geworden, die notwendige Finanzierung auf die Beine zu stellen. „Bis Corona“, berichtet er, sind wir durch die IBB finanziert worden, und vor zwei Jahren hat uns die Bezirksvertretung Innenstadt-West unter die Arme gegriffen. Unser Förderverein unterstützt uns selbstverständlich durchgehend, aber wir müssen uns mittlerweile verstärkt um weitere Sponsoren bemühen.

Ähnlich geht’s auch den ungarischen Gästen, wie Nora Csatho Zagoni wissen lässt. Zwar stellt die Gemeinde Dunaújváros Unterkünfte für die deutschen Besucherinnen zur Verfügung, weitere Zuschüsse – wie einstmals – gibt es aber keine mehr. „Wer weiß, vielleicht dreht sich ja unter der neuen Regierung der Wind ein bisschen“, hat die Lehrerin ihren Optimismus allerdings noch nicht eingebüßt. In Ungarn, berichtet sie, sind es inzwischen tatsächlich oft ehemalige Gast-Schülerinnen, die dem Projekt unter die Arme greifen.

Über Menschen, die auf deutscher Seite ein bisschen mithelfen wollen, die Zukunft des Austausch-Projekts zu sichern, freut sich das Orga-Duo vom RSG, das per Mail unter (Stojan Petrov) bzw. (Dominika Waldeck) zu erreichen ist.