Sozialverband Deutschland Nordrhein-Westfalen Online-Veranstaltung zur geschlechtergerechten Stadtplanung; Praxisbeispiele und Perspektiven
New Tools, Vol. 2
Wie können Architektur und Stadtplanung gemeinschaftliche Prozesse unterstützen und neue Formen des kollektiven Lebens ermöglichen? Dieser Frage widmet sich der zweite Band der Publikationsreihe „ New Tools “. „Architectural Discourses on Commoning“ versammelt Beiträge von Autor*innen aus Architektur, Planung sowie verwandten Disziplinen und beleuchtet aktuelle Ansätze des gemeinschaftsorientierten Planens und Gestaltens.
Im Mittelpunkt stehen Fragen von Vielfalt und Inklusion , die politischen Dimensionen der Flächennutzung sowie eine Ethik der Fürsorge im Umgang mit der bestehenden gebauten Umwelt. Die Beiträge zeigen unterschiedliche Wege auf, wie Architektur und Stadtplanung Partizipation ermöglichen, Solidarität fördern und gemeinschaftliche Formen der Raumproduktion unterstützen können.
Foto: Frédéric Schnee Anne-Julchen Bernhardt und Boris Sieverts stellen in ihrem Beitrag „Activate and Plan, Fail and Keep Going“ ein Lexikon von „Commoning“-Praktiken vor, das als Sammlung von Werkzeugen für die kollektive Gestaltung von Räumen verstanden werden kann. Tatjana Schneider
MOULD beschäftigt sich in „Architecture Schools Should Be Dissolved! Unless …“ mit der politischen und ökologischen Verantwortung der Architekturausbildung.
In „Imperfect Assemblies: On Embedded Civic Practices, Trust, Democratic Repair, and New Institutions“ untersuchen Markus Miessen und César Reyes Nájera Versammlungsräume und eingebettete zivilgesellschaftliche Praktiken als Ausgangspunkte für demokratische Prozesse. Jesko Fezer beschreibt in „Partisan Design for, with, and against Communities“ verschiedene gemeinschaftsbasierte Modelle der Planungsberatung. Susanne Eliasson widmet sich in „Welcome to the Garden Metropolis“ dem Projekt „Hameau de Séléné“ und seinen gemeinschaftlich genutzten Gärten und Übergangsräumen.
Mit unterschiedlichen Perspektiven verbindet der zweite Band damit theoretische Überlegungen und konkrete Erfahrungen aus der räumlichen Praxis [könnte auch wegfallen]. „New Tools“ fragt danach, welche Werkzeuge und Denkweisen Architektur und Planung angesichts gesellschaftlicher Veränderungen benötigen – und welchen Beitrag sie zu einer gemeinschaftlich getragenen Gestaltung der gebauten Umwelt leisten können.
Adria Daraban, RPTU Kaiserslautern Frédéric Schnee, TH Köln
Im Interview spricht Martin Sinken, Architekt und Kurator von „380–780 nm. Farbe in Architektur und Stadt“, darüber, wie Farbe bei der Inszenierung und bei der Gestaltung von Ausstellungen eingesetzt wird.
Wie kann Stadtplanung die Bedürfnisse aller Geschlechter berücksichtigen? Wer gestaltet Räume, in denen sich alle sicher und willkommen fühlen? Die Online-Veranstaltung am 12. März 2026 des Sozialverbandes Deutschland Nordrhein-Westfalen zeigt konkrete Perspektiven und Praxisbeispiele. Baukultur NRW unterstützt die Veranstaltung.
Im Projekt „Elements of TRUDI“ dokumentieren Studierende der Hochschule der Bildenden Künste Essen die Bauteile und Ausstattungsgegenstände der ehemaligen Kirche St. Gertrud in Essen. Dabei tritt auch die Geschichte der Kirche plastisch hervor. Von 17. bis 19. Juli sind die Ergebnisse in Essen zu sehen. Baukultur NRW unterstützt das Projekt.
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