Stadt Bern Neufeld; neues Fern- und Reisebus-Terminal geplant; Stimmberechtigte entscheiden 28. Februar 2027.

SERVICE 17

Inspiration vom Eiffelturm und bald mehr Raum fur Velos beim Bollwerk

Rund 240 Personen haben am Velofo- rum Schweiz in der BERNEXPO tiber die Rolle des Velos in Gesellschaft und Politik diskutiert. Christophe Naj- dovski, einst Stellvertreter der ehema- ligen Pariser Biirgermeisterin Anne Hidalgo und fiir die Entwicklung der

Metropole zur Velostadt verantwort- lich, demonstrierte auf eindrtickliche Weise, was sich erreichen lasst, wenn der politische Wille vorhanden ist. Dank gezielter Umgestaltung des 6f- fentlichen Raums sei die Nutzung der Pariser Radwege von 2016 bis 2020 um

166 Prozent und zwischen 2020 und 2025 nochmals um 47 Prozent gestie- gen, hielt der 57-Jahrige fest. Bundesrat Albert Résti bekraftigte das Ziel der Roadmap Velo, die Anzahl der gefahrenen Velokilometer bis 2035 zu verdoppeln. Der Verkehrsminister

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erwiderte auf kritische Stimmen von Parlamentariern, dass die Umsetzung des Veloweggesetzes voranschreite, es in allen Kantonen eine Velofachstelle gebe und ,,bis auf zwei, drei Kantone“ alle auf Kurs seien. Ebenfalls zu Wort kam Matthias Aebischer, Gemeinderat

VELOFORUM

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der im innerschweizerischen Velover- gleich gut abschneidenden Bundesstadt. Er sprach tiber den Erfolg der zusatz- lichen Velospur auf der Lorrainebriicke und liess durchblicken, dass die Velofah- renden demnachst auch beim Bollwerk mehr Platz erhalten werden.

Foto: zvg

Stadt Bern will Voraussetzungen fur Terminal Neufeld schaffen

Im Neufeld soll ein neues Fern- und Reisebus- terminal entstehen. Der Gemeinderat hat die entsprechenden Vorlagen an den Stadtrat tiber- wiesen. Dafiir miissen Zonenplan, Bauordnung und Baulinienplan angepasst werden. Uber die Planungsvorlage sollen die Stimmberechtigten voraussichtlich am 28. Februar 2027 entscheiden.

Heute steht im Neufeld ein seit 2009 bestehen- des Provisorium fiir Reisebusse. Es liegt in un- mittelbarer Nahe des Autobahnanschlusses und wird seit 2024 von der Autoeinstellhalle Waisen- hausplatz AG (AWAG) betrieben. Das Provisorium verfiigt weder tiber ein Terminalgebaude noch uber wettergeschiitzte Aufenthaltsbereiche oder

fest installierte Toiletten und geniigt den heuti- gen Anforderungen nicht.

Die Stadt will deshalb am bisherigen Standort ein zeitgemasses Terminal bauen. Fur eine Kon- zeptstudie und die anschliessende Projektierung beantragt der Gemeinderat beim Stadtrat 2,55 Millionen Franken. Das Siegerteam der Studie soll anschliessend mit der Planung und Ausfth- rung beauftragt werden. Uber den eigentlichen Baukredit wird spater separat entschieden. Bund und Kanton sollen sich tiber das Agglomerations- programm an den Baukosten beteiligen. Betrei- berin des neuen Terminals soll wiederum die AWAG werden.

Parallel zur Terminalplanung soll das Reisebusre- gime der Stadt angepasst werden. Vorgesehen sind kinftig Parkierungsgebtihren fiir Reisebusse in der ganzen Stadt. Damit soll die Parkierung schritt- weise aus der Innenstadt verlagert und das neue Terminal langfristig selbsttragend betrieben wer- den kénnen.

Die Stadt begriindet das Vorhaben auch mit der Bedeutung des Busreiseverkehrs: Fern- und Rei- sebusse sind als kollektives Verkehrsmittel in der Regel klimafreundlicher als Flugreisen und indi- viduelle Autofahrten. Mit dem neuen Terminal soll ihnen in Bern eine geeignete Infrastruktur zur Verfligung stehen.

Impact Hub Bern ladt zur Teilnahme am Impact

Der Impact Hub Bern erweitert sein Engagement um den Impact Startup Accelerator. Hier werden sechs Jungunternehmen vom April bis zum Sep- tember nachsten Jahres im Impact Hub Bern von Fachleuten begleitet. Jedes Jungunternehmen wird dabei zudem monatlich mit 2000 Franken unterstiitzt. Bewerben konnen sich Start-ups, de- nen es neben wirtschaftlicher Tragfahigkeit auch um gesellschaftliche oder d6kologische Wirkung geht. Die sechs teilnehmenden Unternehmen sol- len in einer Vorrunde von zwélf Kandidaten am Impact Forum am 20. und 21. November im Impact Hub Bern ermittelt werden.

KOLUMNE

«Die grossen Herausforderungen unserer Zeit brauchen mutige unternehmerische Lésungen», begrtindet der Impact Hub Bern in einer Mittei- lung seine Entscheidung fiir die Lancierung des Forderprogramms. «Doch Wirkung entsteht nicht von allein: Auch das Unternehmen dahinter muss stark werden.» Dazu will der Impact Hub Startup Accelerator mit der Schaffung von finanziellem Spielraum, individueller Begleitung, der Vermitt- lung von Fachwissen und seinem Netzwerk bei- tragen.

Bei der Durchfiihrung des Programms arbeitet der Impact Hub Bern mit einem Partnernetzwerk

Startup Accelerator

aus Start-up-Férderung, Wissenschaft, Wirt- schaft und Impact Entrepreneurship zusammen. Konkret werden in der Mitteilung der Berner KMU- und Start-up-Forderer be-advanced, die Berner Fachhochschule, die Universitat Bern und die Commuity-Plattform Ting genannt. Letztere stellt die finanziellen Forderbeitrage fiir die teil- nehmenden Jungunternehmen zur Verfiigung. Interessierte Jungunternehmen kénnen sich bis zum 30. September online fiir die Teilnahme am Forderprogramm bewerben. Das Programm ist kostenlos, eine Equity-Abgabe wird nicht erho- ben.

Nicht nur im Sport gewinnt Vertrauen und Loyalitat

Bern ist eine Sportstadt. Nicht, weil hier jede Saison Pokale in die Hohe gestemmt werden, sondern weil Bern etwas hat, das man nicht kaufen kann: treue Fans. Menschen, die bleiben - auch dann, wenn es sportlich gerade

nicht rundlauft. Schauen wir ehrlich hin: Zuletzt gab es keine Titel zu feiern. YB, der SCB, der BSV - grosse Namen, grosse Erwartungen, aber eben auch schwierige Phasen. Genau in solchen Momenten zeigt sich das wahre Ge- sicht einer Sportstadt. Die Kurve ist nicht nur laut, wenn gewonnen wird. Sie ist vor allem dann da, wenn Unterstit- zung am meisten zahlt.

Das ist im Sport nicht anders als in der Wirtschaft. Beide leben von trag- fahigen Partnerschaften, verlasslichen Rahmenbedingungen und Menschen, die auch dann an Bord bleiben, wenn

Resultate und Leistungen voriiberge- hend ausbleiben. Dann steigt die Ner- vositat - und gleichzeitig zeigt sich, wie belastbar das Fundament wirklich ist.

Damit Leistung entstehen kann, braucht es ein Umfeld, das sie ermdg- licht. Im Sport gehdéren dazu gute Trai- ningsmdglichkeiten und eine ideale Infrastruktur. In der Wirtschaft sind es effiziente Bewilligungsverfahren, we- niger Burokratie, offene Zugange und die klare Uberzeugung, dass sich Mehr- leistung lohnt.

Wir bei der Mobiliar dirfen auf eine 200-jahrige Firmengeschichte zurtick-

blicken. Diese Zeit war nicht frei von Herausforderungen. Sie hat uns aber eines gelehrt: Vertrauen und Loyalitat entstehen vor allem im entscheiden- den Moment - etwa im Schadenfall, wenn eine Versicherung ihr Verspre- chen einlést.

Erfolg muss man sich immer wieder erarbeiten. Wer jedoch auf ein starkes Fundament aus Vertrauen und Loya- litat bauen kann, kommt auch durch schwierigere Zeiten. Genau deshalb bin ich Uberzeugt: Bern bleibt eine Sport- stadt - gerade jetzt. Und sie bleibt die Heimatstadt der Mobiliar.

Schwarztorstrasse: Verbesserungen fur den Fuss-/ Veloverkehr

Auf der nordlichen Seite der Schwarztorstrasse in Bern werden auf dem Abschnitt Lilienweg bis Brunnmattstrasse Verbesserun- gen fiir den Fuss- und Veloverkehr realisiert. Um die Velofahrenden besser zu schiitzen, wird der Velo- streifen baulich von der Fahrbahn abgetrennt. Flir die Fussganger wird bei der Einmtindung Lilien- weg eine Trottoirtiberfahrt gebaut. Im Rahmen dieser Arbeiten wird zudem die Abdichtung der Einstell- halle unter der Schwarztorstrasse saniert. Die Bauarbeiten startenam Montag, 14. September 2026, und dauern bis Friithling 2027. Stadtein- warts kann der Verkehr die Bau- stelle jederzeit passieren, der Velo- gegenverkehr stadtauswarts wird wahrend der Bauzeit tiber den Flie- derweg und die Mattenhofstrasse umgeleitet.

Thomas Trachsler Leiter Versicherungen und Mitglied der Geschaftsleitung, die Mobiliar, Vorstandsmitglied HIV-Sektion Bern