Oleksandr Petrynko nimmt Abschied vom Collegium Orientale in Eichstätt; wechselt in die Gemeindeseelsorge des Bistums Chur

Bistum Eichstätt: Nach fast 30 Jahren: Oleksandr Petrynko nimmt Abschied vom Collegium Orientale

Nach fast 30 Jahren: Oleksandr Petrynko nimmt Abschied vom Collegium Orientale

Eichstätt – Er kam als Student und geht als Rektor: 1998 trat Oleksandr Petrynko mit 22 Jahren als einer der ersten Studenten ins neu gegründete Collegium Orientale (COr), ein mittlerweile weit über die Grenzen Eichstätts hinaus bekanntes ostkirchliches, internationales und interrituelles Priesterseminar, ein. Nach fast drei Jahrzehnten, zwölf Jahre davon im Amt des Rektors, verlässt der Ukrainer das Haus Ende September auf eigenen Wunsch. Er wechselt in die Gemeindeseelsorge des Bistums Chur

Er gehe mit gemischten Gefühlen, gesteht Petrynko im Interview mit Radio K1, dem Hörfunk der Diözese Eichstätt: „Die schönste Zeit meines Lebens, glaube ich, habe ich hier in Eichstätt verbracht“. Hier habe er „als Person reifen dürfen“ – als Student, als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Uni, im COr als Vizerektor und Rektor: „Ich konnte mich mit meinem Wissen und meinem Können einbringen. Was kann es für einen Menschen Besseres geben?“, schaut er zurück. In einem Rückblick auf seine Jahre in der Leitung des COr betonte Petrynko den Auftrag des Hauses: „Das Ziel ist, dass Studenten aus verschiedenen östlichen Kirchen, die zu Hause vielleicht oft gegeneinander oder nebeneinander leben, zueinander finden. Das geschieht auf der Grundlage des gemeinsamen Lebens, des Alltags und des gemeinsamen Studierens.“

Auf den Ukrainekrieg angesprochen, hob Petrynko hervor: „Wir haben uns von Anfang an engagiert“. Das Haus habe eine Reihe von Hilfsprojekten in Kooperation mit unterschiedlichen Partnern auf die Beine gestellt. „Und natürlich war und ist da auch noch unser Friedensgebet in Kooperation mit weiteren Stellen in Eichstätt, jeden Mittwoch am Residenzplatz“. Er wünsche, dass das COr weiterhin eine neutrale Plattform bleibe für die interkulturelle und interkonfessionelle Begegnung. Und „dass dieser Schatz der Kirche weiterhin ein Beitrag für das kirchliche Leben Eichstätts und für dessen weltkirchliches Engagement bleibt“.