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title: "Sachsen baut eigenen KI-Assistenten – Staatsverwaltung in Sachsen; Pilotierung bis Ende Q3 2026"
sdDatePublished: "2026-09-16T07:08:00Z"
source: "https://bsw-fraktion-sachsen.de/anfragen/sachsen-baut-eigenen-ki-assistenten-kommunen-von-anfang-an-mitdenken/"
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  - "Leipzig"
  - "Bautzen (Landkreis)"
  - "Sachsen"
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Sachsen baut eigenen KI-Assistenten – Staatsverwaltung in Sachsen; Pilotierung bis Ende Q3 2026

Sachsen baut eigenen KI-Assistenten – Kommunen von Anfang an mitdenken – BSW Fraktion Sachsen

Sachsen baut eigenen KI-Assistenten – Kommunen von Anfang an mitdenken

Der Freistaat Sachsen baut derzeit einen eigenen, souveränen KI-Assistenten für die Staatsverwaltung auf. Nach Angaben der Staatsregierung soll die Pilotierung noch Ende des dritten Quartals 2026 beginnen. Nach der Erprobung ist eine schrittweise Ausweitung auf die Behörden und Einrichtungen des Freistaates vorgesehen. Eine spätere Nutzung durch die sächsischen Kommunen wird bereits geprüft. Das geht aus Antworten (Drs. 8

7916, s. Anhang) auf zwei Kleine Anfragen des digital- und kommunalpolitischen Sprechers der BSW-Fraktion, Bernd Rudolph, hervor.

Bernd Rudolph: „Das ist ein sinnvoller Weg. Künstliche Intelligenz wird künftig zum Arbeitsalltag der öffentlichen Verwaltung gehören. Entscheidend ist deshalb, dass wir diese Technologie nicht nur nutzen, sondern möglichst weitgehend selbst kontrollieren. Sachsen sollte sich bei zentralen Verwaltungsaufgaben nicht dauerhaft von einigen wenigen internationalen Technologiekonzernen abhängig machen.“

Der KI-Assistent soll beim Staatsbetrieb Sächsische Informatik Dienste (SID) auf einer selbst kontrollierten Infrastruktur betrieben werden. Dienstliche Eingaben und Dokumente sollen nicht an externe Anbieter übermittelt werden. Auch Modelle sowie Hard- und Softwarekomponenten sollen austauschbar sein, ohne das Gesamtsystem grundlegend umbauen zu müssen. Ziel sei ein „kontrollierbarer, auditierbarer und langfristig unabhängiger Betrieb“. Für die Erprobung sollen sogenannte Open-Weight-Modelle eingesetzt werden. Zu den Auswahlkriterien gehören unter anderem die Qualität für deutschsprachige Verwaltungsanwendungen, Faktentreue, Datenschutz und Informationssicherheit, Lizenzbedingungen, Ressourcenbedarf und Wirtschaftlichkeit. Eigene Verwaltungsdaten sollen nicht zum Training der Sprachmodelle verwendet werden.

Rudolph weiter: „Besonders interessant ist, dass die Staatsregierung eine spätere Öffnung des Systems für die Kommunen bereits prüft. Das sollte konsequent weiterverfolgt werden. Es wäre weder wirtschaftlich noch sinnvoll, wenn jede Stadt, jede Gemeinde und jeder Landkreis eigene KI-Lösungen entwickeln oder beschaffen und anschließend dauerhaft technisch und rechtlich absichern müsste.“ Bislang unterstützt der Freistaat die Kommunen unter anderem durch Fortbildungsangebote, die Digital-Lotsen Sachsen und einzelne KI-Projekte. Gefördert werden beispielsweise eine KI-gestützte Eingangsprüfung von Verwaltungsanträgen in Leipzig und eine KI-gestützte Handschrifterkennung im Landkreis Bautzen. „Dabei müssen wir gerade die Situation kleinerer Städte und Gemeinden im Blick behalten. Aus meinen Gesprächen und Besuchen in Rathäusern weiß ich, dass die technischen Voraussetzungen sehr unterschiedlich sind. Eine theoretische Möglichkeit zur Mitnutzung hilft wenig, wenn dafür vor Ort zunächst erhebliche technische oder finanzielle Hürden überwunden werden müssen. Deshalb sollte bei der weiteren Entwicklung von Anfang an geklärt werden, unter welchen technischen, rechtlichen und finanziellen Voraussetzungen auch die Kommunen den sächsischen KI-Assistenten tatsächlich nutzen können. Digitale Souveränität darf nicht an der Rathaustür enden.“

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