SP-Fraktion legt über 20 Vorstösse gegen Hitze und Trockenheit vor; Schweiz muss Vorbereitung verbessern; Systemfehler bei Hitzeschutz offenbar
SVP-Umweltminister muss endlich handeln: SP-Fraktion legt über 20 Vorstösse gegen Hitze und Trockenheit vor - SP Schweiz
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Menschen Menschen Menschen in der SP Präsidium National- und Ständerat Bundesrat Mitarbeitende
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SVP-Umweltminister muss endlich handeln: SP-Fraktion legt über 20 Vorstösse gegen Hitze und Trockenheit vor
Der Hitzesommer 2026 hat offengelegt, wie schlecht die Schweiz vorbereitet ist: überhitzte Schulzimmer, Pflegeheime und Wohnungen, ungenügend geschützte Arbeit im Freien, die tiefsten Pegelstände in Seen und Flüssen seit Messbeginn – und Hunderte hitzebedingte Todesfälle. Während sich der SVP-Umweltminister «überrascht» gezeigt hat, ist für die SP klar: Es braucht einen Kurswechsel und umfassende Massnahmen. Die SP-Bundeshausfraktion hat deshalb heute ein umfassendes Vorstosspaket eingereicht.
«Hitze ist inzwischen die tödlichste Naturgefahr der Schweiz – und sie trifft nicht alle gleich. Wer draussen arbeitet, im Pflegeheim lebt oder in einer Dachwohnung ohne Beschattung wohnt, bezahlt mit der Gesundheit», sagt Jon Pult, Nationalrat und Vizepräsident der SP Schweiz. «Überraschen konnte dieser Sommer niemanden, der die Klimaszenarien des Bundes kennt. Umso unverständlicher ist es, dass die Menschen damit allein gelassen wurden. Die Daten zeigen: Solche Hitzesommer werden häufiger und intensiver – die Schweiz muss deshalb vorbereitet sein.»
Das Paket setzt zuerst dort an, wo Menschen der Hitze ausgeliefert sind: Sofortmassnahmen für Spitäler, Pflegeheime, Schulen und Kitas, gesundheitlich vertretbare Höchsttemperaturen in Schulzimmern, klare Regeln im Mietrecht, damit Wohnungen auch im Sommer bewohnbar bleiben, und eine Abgeltung für die Zusatzbelastung des Pflegepersonals an Hitzetagen. Zudem sollen alle Kantone verbindliche Hitzeaktionspläne nach WHO-Kriterien erarbeiten – 2024 verfügten erst acht über einen solchen Plan.
Klar ist auch: Hitzeschutz und Klimaschutz müssen zusammengedacht werden. Viele der Vorstösse verbinden deshalb konkreten Hitzeschutz mit wirksamem Klimaschutz. Extreme Hitze und Trockenheit sollen – wie Hochwasser – als Naturgefahr anerkannt und von Bund, Kantonen und Gemeinden gemeinsam angegangen werden. Die Schweiz braucht einen Überblick darüber, wie viel Wasser verbraucht wird und wie viel noch vorhanden ist, sowie klare Regeln, wer bei Dürre zuerst Wasser erhält. Weitere Vorstösse verlangen Karten, die zeigen, wo es in einem Quartier am heissesten ist und wo Bäume und Grünflächen am dringendsten nötig sind, Strassen und Gebäude, die sich weniger aufheizen, den Schutz der Moore als natürliche Wasserspeicher – und Antworten auf Krankheiten, die sich bei Hitze schneller ausbreiten.
«Der Bundesrat hat es in der Hand, die Schweiz bis zum nächsten Sommer wirksam zu schützen. Unsere Vorstösse zeigen, wie das geht: konkret und machbar», sagt Jon Pult. Ein erster Prüfstein ist die aktuelle Debatte «Hitzewelle und Dürre» vom 30. September im Nationalrat anlässlich der laufenden Herbstsession der eidgenössischen Räte.
Nationalrat GR, Vize-Präsident SP Schweiz
+41 31 329 69 79
+41 31 329 69 82
Klima und Umwelt , Klimaschutz , Unkategorisiert , UREK-N
Vorstosspaket der SP-Bundeshausfraktion zum Hitzesommer 2026
Sozialdemokratische Partei der Schweiz Zentralsekretariat Theaterplatz 4 Postfach 3001 Bern
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