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title: "US-Notenbank Fed erhöht Zinsen in den USA; Markt reagiert mit Stabilisierung; Ölpreisrückgang unterstützt Aktien"
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US-Notenbank Fed erhöht Zinsen in den USA; Markt reagiert mit Stabilisierung; Ölpreisrückgang unterstützt Aktien

Marktkommentar_Aktien_International

Marktkommentar
17. September 2026

Aktien International

Täglicher Marktkommentar aus dem BEKB-Handelsraum

Übersicht
Übersee
Schluss
Veränderung (in %)
Volumen (Mrd.)
Dow Jones Industrial
52'093
- 0.6
S&P 500
7'586
- 0.5
NYSE: 1.27
Nasdaq Composite
25'982
- 0.8
Nasdaq: 7.35
Nikkei 225
63'673
+ 0.3
Hang Seng
24'480
- 1.0
Shanghai Composite
3'881
- 0.3

Europa
Vortag
Trading Range
Weitere Kurse
DAX
25'402
25'250 – 25'500
USD/CHF 0.8185 EUR/CHF 0.9450
EuroStoxx 50
6'237
6'130 – 6'300
Gold 4'329 USD/Unze
Stoxx 50
5'295
5'210 – 5'370
NY WTI-Rohöl-Future 104.80 USD

New York
Die US-Börsen haben sich nach der jüngsten Schwäche
gestern Mittwoch etwas stabilisiert. Die Leitzins-
Anhebung der US-Notenbank Fed liess die Anleger
weitgehend kalt. Bereits davor hatte ein deutlicher
Rückgang der zuletzt stark gestiegenen Ölpreise die
Aktienkurse gestützt. Auf der dritten Fed-Zinssitzung
unter dem neuen Vorsitzenden Kevin Warsh hob dieser
erstmals die Leitzinsen an. Die Erhöhung der Zinsspanne
um 0,25 Prozentpunkte auf nun 3,75 bis 4,00 % war an
den Finanzmärkten bereits weithin erwartet worden. Es
ist zudem die erste Anhebung seit Juli 2023 (siehe

www.bekb.ch | Marktkommentar | 17. September 2026
2
Marktnachrichten). "Die Fed hat kaum eine andere Wahl,
als die Zinsen anzuheben, zumal der Anleihemarkt seit
Wochen signalisiert, dass höhere Zinsen gerechtfertigt
sind", hatte die leitende Marktstrategin Carol Schleif
vom Vermögensverwalter BMO Wealth Management
schon vorab betont. Chefmarktanalyst Timo Emden von
Captrader prognostiziert Warsh einen "schwierigen
Spagat", um die Inflation zu bekämpfen und gleichzei-
tig die Konjunktur nicht abzuwürgen. Dagegen sieht
Ökonom Bradley Saunders vom Makroforschungsunter-
nehmen Capital Economics die im August deutlicher als
erwartet gestiegenen US-Einzelhandelsumsätze als
Beleg, dass die heimische Wirtschaft höhere Zinsen
problemlos verkraften kann. Dementsprechend hätten
die amerikanischen Währungshüter viel Spielraum, um
die Inflation mit einer strafferen Geldpolitik zu bändigen.
Am US-Aktienmarkt stand einmal mehr das Trendthema
Künstliche Intelligenz (KI) im Fokus. Noch zu Wochen-
anfang hatten Warnungen aus der Branche vor einer zu
schnellen Entwicklung der KI-Technologie und damit
einhergehenden Sicherheitsbedenken für Verunsiche-
rung gesorgt. Inzwischen haben sich die Gemüter aber
wieder beruhigt. Die Analysten der Bank Citigroup wie-
sen zur Wochenmitte darauf hin, dass KI-Entwickler
grundsätzlich die Sicherheit und Ausrichtung von Künst-
licher Intelligenz als einen rechenintensiven Prozess
betrachteten. Das bedeutet, dass Sicherheitsbedenken
die Nachfrage nach Rechenleistung eher steigern als
verringern könnten.
Vor diesem Hintergrund blieben die Titel der für KI wich-
tigen Halbleiterbranche gefragt. Für Intel ging es um 5,2
% nach oben. Börsianer verwiesen hier zudem auf Be-
richte, wonach SK Hynix mit Intel beim Bau von Chips in
den USA zusammenarbeiten könnte. Der südkoreani-
sche Halbleiterhersteller teilte als Reaktion auf die Nach-
richten mit, dass man aktuell Möglichkeiten prüfe, die
eigene globale Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Die
Aktien der Branchenkollegen Marvell Technology und
AMD legten um 4,2 und 3,3 % zu. Nvidia verteuerten
sich um 1,8 %. Die Papiere von JB Hunt sackten indes
um 12,5 % ab. Das Transport- und Logistikunternehmen
hatte auf einer Konferenz der Bank Morgan Stanley auf
steigende Kosten hingewiesen und eine für den Konzern
seltene Gewinnwarnung ausgesprochen.

Asien
An den Börsen in Ostasien und Australien zeigt sich
heute Donnerstag keine einheitliche Tendenz. Wäh-
rend etwa die Aktienmärkte in Tokio, Seoul und Sydney
von dem wieder gesunkenen Ölpreis profitieren, geht
es an den chinesischen Börsen mit den Kursen nach
unten. Marktteilnehmer verweisen auf die zuletzt über-
wiegend schwachen chinesischen Konjunkturdaten.
Der Composite-Index in Shanghai fällt um 0,3 %. Der
Hang-Seng-Index in Hongkong fällt um ein Prozent.
Nachdem die US-Notenbank gestern Mittwochabend
den Leitzins um 25 Basispunkte angehoben hatte, zog
die Hong Kong Monetary Authority HKMA heute Don-
nerstag direkt nach und erhöhte ebenfalls die Zinsen.
Der Hongkong-Dollar ist an den US-Dollar gekoppelt. Die
Zinserhöhung
der
US-Notenbank
entsprach
den
Markterwartungen. Allerdings wurden die Kommentare
des neuen Fed-Chefs Kevin Warsh im Anschluss an den
Entscheid als Andeutung weiterer Zinserhöhungen
interpretiert (siehe Marktnachrichten). Nun warten Anle-
ger gespannt auf die Zinsentscheidungen der Bank of
England heute Donnerstag und der Bank of Japan
morgen Freitag. Der Preis für ein Barrel Brentöl steht
aktuell bei knapp 106 Dollar. Am Vortag kostete Brent
zeitweise über 108 Dollar, ehe der Preis deutlicher unter
Druck geriet. Ursächlich waren zum einen offizielle Da-
ten zu den US-Rohölvorräten. Diese waren in der Vor-
woche weniger stark gesunken als angenommen. Markt-
teilnehmer berichteten zudem von wiedererwachten
Hoffnungen auf diplomatische Lösungen im Nahost-
konflikt und ein Ende der Versorgungsengpässe.

Europa
Der heutige Börsentag steht ganz im Zeichen der Zins-
erhöhung durch die US-Notenbank am gestrigen
Abend. Die Federal Reserve (Fed) hat zum ersten Mal
seit etwa drei Jahren den Leitzins um 0,25 Prozent-
punkte angehoben. Am frühen Donnerstagmorgen
reagieren die Anleger positiv auf die Entscheidung der
Fed. Die europäischen Leitindizes liegen auf ausserbörs-
lichen Handelsplattformen vorbörslich leicht im Plus.
Die Wall Street hatte gestern Mittwoch negativ auf die
Zinserhöhung reagiert. Der Dow Jones drehte deutlich
ins Minus. Grund für die Zinserhöhung ist die anhaltend
hohe Inflation. Die Fed stellte sich damit gegen die
Position von US-Präsident Donald Trump, der niedrigere
Zinsen fordert.

Marktnachrichten

Konjunktur USA: Fed erhöht Zinsen wie erwartet
und erstmals seit 2023
Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) hat ihren Leit-
zins um 25 Basispunkte erhöht. Der Leitzins liegt da-
mit in einer Spanne zwischen 3,75 und 4,00 %, hiess es

www.bekb.ch | Marktkommentar | 17. September 2026
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in einer nach einer Gremiensitzung gestern Mittwoch
veröffentlichten Mitteilung. Während beim letzten Mal
die Entscheidung, den Leitzins unverändert zu lassen,
mit 9 zu 3 Stimmen getroffen wurde, fiel der Beschluss
dieses Mal wieder einstimmig. Es ist die erste Leit-
zinserhöhung der Notenbank seit 2023.
Die Fed begründet den Schritt mit ihrem Doppelmandat:
Ihre Ziele sind einerseits eine möglichst hohe Beschäf-
tigung und andererseits Preisstabilität. Bei der Be-
schäftigung sieht die Zentralbank derzeit offenbar we-
nig Grund zur Sorge: Der Beschäftigungszuwachs halte
mit dem Wachstum der Erwerbsbevölkerung Schritt und
die Arbeitslosenquote habe sich kaum verändert, erklär-
te die Fed in ihrem Statement. Die Wirtschaftstätigkeit
wachse in einem soliden Tempo. Während die Unsi-
cherheit unter anderem aufgrund geopolitischer Ent-
wicklungen weiterhin hoch sei, hätten sich die inländi-
schen Ausgaben als widerstandsfähig erwiesen. Das
Produktivitätswachstum sei stark und die Kapitalinvesti-
tionen robust, so die Notenbank. Die Inflation bleibe
jedoch auf einem hohen Niveau. Die geldpolitischen
Massnahmen sollen nun eine zeitnahe Rückkehr zum
Zwei-Prozent-Ziel des Offenmarktausschusses der
Federal Reserve unterstützen. Man werde für Preissta-
bilität sorgen, versprach die Zentralbank.

OpenAI: Könnte nach neuer Finanzierungsrunde
noch mehr wert sein
OpenAI soll mit interessierten Investoren über eine neue
Finanzierungsrunde verhandeln, bei der die KI-Firma mit
1,2 Billionen US-Dollar bewertet würde. Damit läge
OpenAI wieder vor dem Rivalen Anthropic. Ein Börsen-
gang soll erst 2027 erfolgen.
Ende März 2026 hatte OpenAI im Rahmen der bis dato
letzten Finanzierungsrunde 122 Milliarden Dollar ein-
gesammelt. Zu den Investoren gehörten etwa Amazon,
Nvidia und Softbank. Die Bewertung des ChatGPT-
Erfinders kletterte auf einen Schlag auf 852 Milliarden
Dollar. Als nächsten Schritt soll OpenAI eigentlich den
Börsengang angepeilt haben. Bei dem ursprünglich für
Ende 2026 angedachten IPO wollte das Unternehmen
eine Billionen-Bewertung erreichen. Zuletzt hatte CEO
Sam Altman allerdings eine Börsennotierung für 2026
ausgeschlossen. Sein Unternehmen habe noch Aufga-
ben im Bereich Sicherheit zu erledigen, sagte Altman
dem Magazin Fortune.
Stattdessen könnte jetzt eine neue Finanzierungsrunde
frisches Kapital in die Kassen spülen. Wie unter ande-
rem die Financial Times (FT) unter Berufung auf Insider
berichtet, soll OpenAI derzeit erste Gespräche mit inte-
ressierten Investoren führen. Die Investoren seien dabei
auf die KI-Firma zugekommen, nicht umgekehrt. Ob es
tatsächlich zu der Finanzierungsrunde kommt, nach der
OpenAI gut 1,2 Billionen Dollar wert wäre, ist unklar. Den
Berichten zufolge hänge das vor allem davon ab, wann
das Unternehmen an die Börse gehe.
Allerdings soll OpenAI auf das Geld angewiesen sein.
Das Unternehmen brauche Kapital soll ein Insider der FT
gesagte haben. Das Training der neuen Modelle Chat-
GPT 5.6 und Astra habe Milliarden Dollar gekostet.
OpenAI soll dem widersprochen haben, wie das Han-
delsblatt schreibt. Man verfüge noch über genug freies
Kapital. Immerhin soll der jährliche Umsatzwert bei
OpenAI im August 2026 um 20 % auf 40 Milliarden
Dollar gestiegen sein. Damit liegt die KI-Firma aber wei-
ter deutlich hinter dem Rivalen Anthropic, das im Juli
einen Umsatzwert auf Jahresbasis von 65 Milliarden
Dollar erreicht haben soll. In puncto Bewertung würde
OpenAI aber an Anthropic vorbeiziehen, wenn die Fi-
nanzierungsrunde in der kolportierten Höhe zustande
käme. Anthropic hat bei seiner jüngsten Finanzierungs-
runde eine Bewertung von 965 Milliarden Dollar erzielt.
Diese Bewertung soll sich bei dem für Oktober 2026
geplanten Börsengang auf über zwei Billionen Dollar
mehr als verdoppeln.

Boeing I: 777X-Test müssen verschoben werden
Die angekündigten Verschiebungen von Testläufen für
das Flugzeugmodell 777X haben Boeing gestern Mitt-
woch einen Kursrutsch von zuletzt 3,8 % eingebrockt.
Damit markierten die Aktien ein Tief seit Ende März. Das
Minus im bisherigen Jahresverlauf beträgt sieben Pro-
zent, was für Boeing einen der hinteren Plätze im US-
Leitindex Dow Jones bedeutet.
Dass der Airbus-Rivale dennoch bekräftigte, die Auslie-
ferung des lange verzögerten Modells planmässig im
nächsten Jahr aufnehmen zu wollen, half dem Kurs
nicht. Für die Verzögerungen macht Boeing die noch
ausstehende Zertifizierung einer Dichtung am Trieb-
werk von GE Aerospace, die den Jet antreibt, verant-
wortlich.
Während Boeing seine Prognose bekräftigte, in diesem
Jahr einen freien Cashflow zwischen einer und drei
Milliarden US-Dollar zu erwirtschaften, sagte Finanz-
vorstand Jay Malave, es sei nun "etwas weniger wahr-
scheinlich", den Mittelwert der Prognose zu übertreffen,
da die Auslieferungen der wichtigen Modelle 737 und
787 langsamer als geplant voranschritten.

www.bekb.ch | Marktkommentar | 17. September 2026
4
Futures
S&P 500
7'662
+ 0.5 %
FTSE 100
10'716
+ 0.2 %
DAX
25'647
+ 0.3 %

Wichtigste US-Unternehmenszahlen
(Erwarteter Gewinn pro Aktie)
Vor Börsenöffnung
-
Nach Börsenschluss -

Wirtschaftsdaten
(Erwartungen*)
China
-
Japan
-
Deutschland
-
GB
Diskontsatz Bank of England per 17.
September (3.75 %).
Frankreich
-
Europa
Verbraucherpreise August (+ 0,4 %),
Verbraucherpreise August y/y (+ 3,3 %),
Verbraucherpreise Kernrate August y/y
(+ 2,4 %).
USA
14:30 Uhr: Philadelphia Fed Geschäfts-
ausblick September (32,5 Punkte), Er-
stanträge Arbeitslosenhilfe zum 12. Sep-
tember (207'000), Registrierte Arbeitslo-
se per 5. September (1,78 Millionen),
Wohnungsbaubeginne August (+ 6,6 %),
Baugenehmigungen August vorläufig (-