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title: "Schule San Nicolas de Flüe in Puerto Esperanza; neue Dachsanierung stärkt Schulinfrastruktur"
sdDatePublished: "2026-09-17T08:05:00Z"
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Schule San Nicolas de Flüe in Puerto Esperanza; neue Dachsanierung stärkt Schulinfrastruktur

Erzbistum Hamburg - Katholisch im Norden

Neues Dach für Schule im Partnerbistum Iguazú

Es ist immer etwas Besonderes, wenn gute Nachrichten persönlich überbracht werden können – vor allem, wenn es am anderen Ende der Welt ist. Bei einem Besuch an der Schule San Nicolas de Flüe in Puerto Esperanza im Bistum Puerto Iguazú, dem argentinischen Partnerbistum des Erzbistums Hamburg, konnte eine Delegation rund um Erzbischof Stefan Heße das im August selbst erleben.

Kurz bevor die Gruppe aus Hamburg Mitte August die lange Reise nach Südamerika antrat, standen die guten Nachrichten fest: Die Schule San Nicolas de Flüe bekommt ein neues Dach, finanziert durch die Bistumspartnerschaft und die Georg Kraus Stiftung. Beim Besuch in der Schule im Ort Puerto Esperanza konnte die Sanierung dann vor den versammelten Schüler_innen und Lehrer_innen verkündet werden. Die Freude war groß: Die Schulleiterin war sichtlich bewegt und emotional berührt, von den Schülerinnen und Schülern gab es großen Applaus.

„Wir haben heute die tolle Nachricht gehört, dass wir die Mittel erhalten, um das Dach unserer Aula erneuern zu können. Herzlichen Dank! Das erfüllt uns mit Freude und ist sehr emotional für uns. Das Gebäude der Schule ist schon alt und das Dach war total hinüber, es hat reingeregnet“, beschreibt Schulleiterin Carolina Espinola die Situation.

Blickt man in der Aula, einer großen Halle, um die sich die Klassenräume ringsherum formieren, nach oben an die Decke, bleibt kein Zweifel an der Dringlichkeit der Sanierung: Die undichten Stellen und der Verfall des Blechdachs sind selbst mit bloßem Auge erkennbar.

Dabei findet unter diesem Dach ganz wesentlich das Schulleben statt: es überdacht zwei Klassenräume, die Schulbibliothek, den Computerraum, die Direktion, die Sekretariate, die Beratungsstelle, das Lehrerzimmer, die Sanitäranlagen, den Pausenhof und eine Bühne. Bleibt das Dach undicht, sind die Infrastruktur und das Mobiliar des gesamten Gebäudes gefährdet. Hinzu kommen die klimatischen Bedingungen in der Region, die einen Schutz vor Starkregen und starker Sonneneinstrahlung notwendig machen.

Und nicht nur für das Schulleben ist das Gebäude zentral, sondern es hat auch einen hohen gesellschaftlichen Stellenwert in Puerto Esperanza: „Unsere Schule ist für die ganze Gemeinschaft geöffnet. Wir laden immer die ganze Stadt zu uns ein und in der Aula finden oft auch andere Veranstaltungen statt, nicht nur schulische“, berichtet die Schulleiterin.

Die Schule San Nicolas de Flüe ist eine Sekundarschule, also eine weiterführende Schule, an der Schülerinnen und Schüler auch ihren Abschluss machen, um von dort ein Studium oder eine Ausbildung zu beginnen oder ins Berufsleben zu starten. Die ersten Absolvent_innen machen Ende 2026 ihren Abschluss an der Schule und haben allesamt schon konkrete Pläne für ihren weiteren Weg. Die jungen Menschen haben sich für ihre Schule selbst den Lehrschwerpunkt „Robotik und IT-Programmierung“ gewünscht – eine für die Region ungewöhnliche Wahl, sind doch die finanziellen Mittel auch staatlicherseits in der Region Misiones bei einer Armutsquote über 70 Prozent, insbesondere auch im Ort Puerto Esperanza, in dem die Schule liegt, sehr begrenzt. Fragt man die Schüler_innen der Abschlussklasse nach ihren Plänen nach der Schule, erfährt man aber, dass dieser Schwerpunkt Eindruck hinterlässt: Viele berichteten davon, etwas im IT-Bereich oder andere naturwissenschaftliche Fächer studieren zu wollen.

Umso mehr bedeutet es für den Schulalltag und das Lernen vor Ort, dass die Spenden des Partnerschaftsfonds Iguazú der Bistumspartnerschaft zwischen dem Erzbistum Hamburg und dem Bistum Iguazú gemeinsam mit der Förderung der Georg Kraus Stiftung nun die Sanierung ermöglichen. Was auf den ersten Blick nur ein saniertes Dach zu sein scheint, ist in der Realität die Anerkennung und die Förderung der Bildung vieler junger Menschen, denen damit Perspektiven und der Grundstein für ein gutes Leben geschenkt werden.

Auch Erzbischof Stefan Heße ist dankbar für die Unterstützung: „Die jungen Leute sind total interessiert und sie haben Perspektiven für ihre Zukunft. Deshalb ist es gut, dass es durch viele Spenderinnen und Spender und durch die Georg Kraus Stiftung gelingt, dass die Schule ausgebaut werden kann – und das bedeutet im ersten Schritt, dass das Dach saniert wird.”

Puerto Esperanza, der Ort, in dem sich die Schule San Nicolas de Flüe befindet, bedeutet auf Deutsch „Hafen der Hoffnung“ – und genau das ist es, was viele der Schülerinnen und Schüler in dieser Schule gefunden haben.

Gelebte Solidarität über Kontinente hinweg

Wenn sich Menschen über Kontinente hinweg die Hand reichen, kann aus „zu wenig zum Leben“ viel Gutes erwachsen. Hoffnung, Perspektiven & Freundschaften, die einander prägen.

Während wir im Erzbistum Hamburg bereits viele Regionen, Kulturen und Lebensstile beherbergen, erweitert die Bistumspartnerschaft mit Iguazú unsere Vielfalt enorm. Ein Land reich an Naturschönheiten, aber hart in seinen Lebensbedingungen, führt uns vor Augen, was wirklich zählt im Leben!

Seit 1996 ermöglicht die Partnerschaft mit dem Bistum Iguazú das Teilen von christlichen Werten , gegenseitiger Unterstützung, Schaffung von Lebensgrundlagen und neuen Perspektiven. Gebündelt wird unsere Hilfe aus dem Erzbistum Hamburg für die Verbesserung der Lebenssituation im spendenfinanzierten Partnerschaftsfonds Iguazú. Mehr darüber, wie Sie den Partnerschaftsfonds Iguazú fördern und unterstützen können, erfahren Sie hier !

Veröffentlicht am: 17. September 2026

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