Priester Brent Bowman; weint während der Wandlung in Hopkins, Minnesota; Video viral; keine Wunderbehauptung
Tiefgreifende eucharistische Erfahrung: Priester weint am Altar | katholisch.de
Geistlicher äußert sich in Statement
Tiefgreifende eucharistische Erfahrung: Priester weint am Altar
VERÖFFENTLICHT AM 17.09.2026 UM 14:10 UHR – LESEDAUER: 2 MINUTEN
HOPKINS - Mehr als eine Minute lang weinte Brent Bowman bei der Wandlung in einer Messe. Sein “persönliches spirituelles Erlebnis” sorgte im Internet für Aufsehen – nun versucht der Priester, das Geschehen zu erklären.
Die emotionale Reaktion eines Priesters beim Hochgebet in der US-amerikanischen Erzdiözese St. Paul und Minneapolis hat für Aufsehen im Internet gesorgt. In einer Messe in der Erzengel-Gabriel-Kirche in Hopkins war Brent Bowman beim Hochgebet am Montag in Tränen ausgebrochen und hatte minutenlang geweint. Die Messe wurde im Livestream übertragen und Ausschnitte der Szene kursieren seitdem im Internet.
Um “Fehlinformationen” richtig zu stellen, äußerte Bowman sich am Mittwoch in einem Statement auf der Internetseite der Erzdiözese . “Während der Messe hatte ich beim eucharistischen Gebet über Brot und Wein ein persönliches spirituelles Erlebnis, das ich demütig mit Ihnen teilen und erläutern möchte – alles zur Ehre und zum Lob Gottes”, schreibt der Geistliche. “Während des Weihegebets über dem Wein am Altar, als ich die Worte sprach, wurde mir – so glaube ich – eine innere Erkenntnis der Kraft dieser Worte und ihrer Wirkung zuteil, so dass es mir schwerfiel zu sprechen.” Mit jedem Wort sei er körperlich immer weiter überwältigt worden.
“Der Kelch wurde zu schwer, um ihn zu halten”
Gleichzeitig sei ihm sinnlich bewusst geworden, mit welcher Wucht die Kraft Gottes auf den Altar herabgekommen sei. Er habe die “Schwere der greifbaren Gegenwart Jesu im Kelch” in seinen Händen gespürt, schilderte der Priester. “Der Kelch wurde zu schwer, um ihn zu halten, als ich spürte, wie er nach unten gezogen wurde, um auf dem Altar zur Ruhe zu kommen. Ich spürte, wie meine Hände an den Kelch des Kostbaren Blutes gefesselt waren, und ich konnte ihn körperlich nicht mehr bewegen.” Eine Zeit lang sei es ihm daher nicht gelungen, den Kelch zu erheben. Als es ihm schließlich doch gelang, sei ihm “die Gnade zuteilgeworden, die Bitterkeit der Passion unseres Herrn tiefer zu verstehen und zu begreifen, wie viel Blut Christus für das unermessliche Gewicht all unserer Sünden vergossen hat”, so Bowman. “Diese spirituelle Erfahrung überwältigte mich emotional und körperlich, wie aus der Aufzeichnung der Messe ersichtlich ist.”
Der Geistliche betonte in seinem Statement, dass es sich bei seinen Erfahrungen nicht um ein Eucharistisches Wunder gehandelt habe. Die Gestalten von Brot und Wein hätten während der gesamten Erfahrung ihr Aussehen und ihren Geschmack gehalten. “Zu keinem Zeitpunkt habe ich mit meinen eigenen Augen echtes Blut oder menschliches Fleisch gesehen.” Solche spirituellen Begegnungen mit Gott seien kein Zeichen für die Heiligkeit eines Menschen, sondern für die “überreiche Liebe Gottes zu seinem ganzen Volk”, so Bowman. “Ich bete darum, dass dieses kurze Zeugnis unsere Herzen dazu bewegt, tiefer über die Geheimnisse der Realpräsenz Jesu Christi in der Eucharistie und im Kostbaren Blut nachzudenken.” (cbr)
Talent Transsubstantiation? Franziskaner sorgt mit Video für Aufregung
Ist die Wandlung von Brot und Wein in der Eucharistiefeier ein priesterliches Talent? So sieht es jedenfalls in einem Video aus, das Franziskaner Casey Cole kürzlich geteilt hat. Mit dem Clip hat er für Verwirrung gesorgt – in mehrfacher Hinsicht.
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