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title: "Eigenbetrieb Kommunale Kindertageseinrichtungen Magdeburg Wirtschaftsplan 2027 Magdeburg; Investitionen 59.540 EUR; Kreditrahmen 2.500.000 EUR"
sdDatePublished: "2026-09-17T06:48:00Z"
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Eigenbetrieb Kommunale Kindertageseinrichtungen Magdeburg Wirtschaftsplan 2027 Magdeburg; Investitionen 59.540 EUR; Kreditrahmen 2.500.000 EUR

Microsoft Word - Wirtschaftsplan 2027_Anlage 1.docx

1

Wirtschaftsplan 2027
des Eigenbetriebes
Kommunale Kindertageseinrichtungen Magdeburg (Eb KKM)

1.
Vorbericht
2
1.1
Strategische Risikoanalyse
3
1.2
Strategische Neuausrichtung und Profilschärfung zur Standortsicherung
4

2.
Erfolgsplan 2027
6
2.1
Erläuterungen zum Erfolgsplan 2027
6
2.2
Erlöse/Erträge insgesamt
7
2.3
Personalaufwendungen
8
2.4
Abschreibungen
9
2.5
Sonstige betriebliche Aufwendungen
9

3.
Vermögensplan 2027
11
3.1
Finanzierungsmittel - Einnahmen
11
3.2
Finanzierungsmittel - Ausgaben
11
3.3
Erläuterung zur Vermögensplanung 2027
12

4.
Mittelfristiger Erfolgsplan bis 2030
13

5.
Mittelfristiger Vermögensplan bis 2030
14
5.1
Finanzierungsmittel - Einnahmen
14
5.2
Finanzierungsmittel - Ausgaben
14

6.
Stellenplan 2027
15
6.1
Erläuterungen zum Stellenplan 2027
15

2

1. Vorbericht
entsprechend § 6 KomHVO Doppik zum Wirtschaftsplan des Eigenbetriebes Kommunale
Kindertageseinrichtungen Magdeburg

Der Eigenbetrieb Kommunale Kindertageseinrichtungen Magdeburg betreibt neun Kindertageseinrichtungen
innerhalb der Landeshauptstadt. Betreut werden Kinder entsprechend des Bildungsprogramms des Landes
Sachsen-Anhalts in sieben Kitas und zwei Horten. Beide Horteinrichtungen sind inzwischen vollständig
aufgewachsen.
Die Aufstellung des Wirtschaftsplanes 2027 ff. des Eb KKM erfolgte entsprechend den Vorschriften der
geltenden Fassung der Eigenbetriebssatzung, den Vorschriften der §§ 16 und 17 des Gesetzes über die
kommunalen Eigenbetriebe im Land Sachsen-Anhalt (EigBG LSA) sowie §§ 3 und 4 der
Eigenbetriebsverordnung des Landes Sachsen-Anhalt (EigBVO LSA) vom 25. Mai 2012 und unter
Beachtung der Vorschriften des HGB in geltender Fassung. Der Wirtschaftsplan 2027 ff. besteht aus der
Erfolgs- und Vermögensplanung für das Jahr 2027, der mittelfristigen Finanzplanung 2027 bis 2030 sowie
der Stellenübersicht für das Wirtschaftsplanjahr 2027.
Die in den folgenden Tabellen enthaltenen Werte sind Planwerte, da zum Zeitpunkt der Erstellung des
Wirtschaftsplans 2027 noch kein beschlossener Jahresabschluss 2025 vorliegt.
Die Entwicklung der wichtigsten Erträge und Aufwendungen im laufenden Haushaltsjahr (Vorjahr), dem
Vorvorjahr, dem Planjahr und in den drei darauffolgenden Jahren sind zur besseren Anschaulichkeit und
Vergleichbarkeit in der nachfolgenden Tabelle dargestellt.
Es wird ein Geldverkehrskonto als verbundene Sonderkasse geführt.
Investitionen
sind
in
Höhe
von
59.540
EUR
vorranging
für
Ersatzbeschaffungen
für
die
Kindertageseinrichtungen geplant, welche als gesonderte Investitionen beim Jugendamt beantragt wurden.
Die Zahlungsfähigkeit ist bis zur festgesetzten Höhe von 2.500.000 EUR des Kassenkredites gesichert.

alle Angaben in EUR
Plan
Plan
Planjahr
2025
2026
2027
2028
2029
2030
1. Umsatzerlöse
12.865.800
12.717.990
12.850.100
12.850.100
12.850.100
12.850.100
a) Zuweisungen der Landeshauptstadt Magdeburg
12.824.300
12.691.990
12.832.100
12.832.100
12.832.100
12.832.100
b) Zuweisung für integrative Kita,
Sozialagentur - Land Sachsen-Anhalt
41.500
26.000
18.000
18.000
18.000
18.000
2. Sonstige betriebliche Erträge
62.000
62.000
62.000
62.000
62.000
62.000
a) Sonstige Erträge
500
500
500
500
500
500
b) Erträge aus Auflösung SoPo
61.500
61.500
61.500
61.500
61.500
61.500
3. Personalaufwand
11.818.050
11.808.440
11.872.350
11.872.350
11.872.350
11.872.350
4. Abschreibungen
69.500
69.500
69.500
69.500
69.500
69.500
5. Sonstige betriebliche Aufwendungen
1.040.250
902.050
970.250
970.250
970.250
970.250
6. Jahresgewinn oder Jahresverlust
0
0
0
0
0
0
5.245.200
5.345.000
5.327.000
5.327.000
5.327.000
5.327.000
a) Anlagevermögen
310.200
410.000
392.000
392.000
392.000
392.000
b) Umlaufvermögen
4.935.000
4.935.000
4.935.000
4.935.000
4.935.000
4.935.000
350.000
350.000
350.000
350.000
350.000
350.000
a) gegenüber Kreditinstituten
0
0
0
0
0
0
b) aus Lieferung und Leistung
50.000
50.000
50.000
50.000
50.000
50.000
c) gegenüber Aufgabenträger
300.000
300.000
300.000
300.000
300.000
300.000
d) sonstige Verbindlichkeiten
0
0
0
0
0
0
Planjahre
Vermögen
Verbindlichkeiten
Positionen

3

Die Wirtschaftsplanung des Eigenbetriebes „Kommunale Kindertageseinrichtungen Magdeburg“ wird in
enger Abstimmung mit der Landeshauptstadt Magdeburg für das jeweils zu planende Wirtschafts- bzw.
Haushaltsjahr aufgestellt.

Die mittelfristige Ergebnis- und Finanzplanung wird grundsätzlich linear fortgeschrieben und um bekannte
demografische Effekte bereinigt. Dieses Verfahren stellt sicher, dass im Zuge jeder neuen
Haushaltsaufstellung der konkrete Mittelbedarf auf Basis der aktuellsten Bewertungen flexibel angepasst
werden kann. Die daraus resultierenden Daten fließen synchron in die Haushaltsplanungen der
Landeshauptstadt Magdeburg sowie in den Wirtschaftsplan des Eigenbetriebes ein.

In die Wirtschaftsplanung ab dem Jahr 2027 sind die Erkenntnisse aus den abgelaufenen Wirtschaftsjahren
sowie die festgestellten Bilanzen bis einschließlich des Jahres 2024 eingeflossen. Ergänzend wurden
unterjährige Hochrechnungen des aktuellen Planungsverlaufs berücksichtigt, um eine zeitnahe und
realitätsgetreue Abbildung der Finanzlage zu gewährleisten.

Neben den Bilanzdaten bis 2024 wurden für die Planung ab 2027 auch die prognostizierten Entwicklungen
der Kinderzahlen im Stadtgebiet Magdeburg sowie die aktuellen tariflichen und gesetzlichen
Rahmenbedingungen zur Kindertagesbetreuung einbezogen.

1.1 Strategische Risikoanalyse

Der Eigenbetrieb Kommunale Kindertageseinrichtungen Magdeburg (Eb KKM) ist in seiner wirtschaftlichen
und operativen Entwicklung maßgeblich von externen Rahmenbedingungen abhängig. Zur Sicherung der
langfristigen Leistungsfähigkeit und der bilanziellen Stabilität des Eigenbetriebes werden nachfolgend die
zentralen Risikofelder analysiert, die den Erfolgs- und Vermögensplan im Planjahr 2027 sowie im
mittelfristigen Planungszeitraum bis 2030 substanziell beeinflussen können.
Die Rahmenbedingungen für das Wirtschaftsplanjahr 2027 werden maßgeblich durch die geplante
Anwendung der Bewertungskriterien zur Bestandsfähigkeit der Kindertageseinrichtungen des Jugendamtes
Magdeburg beeinflusst. Daraus ergeben sich existenzielle strategische Risiken. Einrichtungen, deren
Auslastung aufgrund des Geburtenrückgangs und einer ungünstigen Verortung des Einzugsgebietes (bspw.
höheres Durchschnittsalter der Bevölkerung in dem jeweiligen Stadtteil) unter kritische Schwellenwerte sinkt,
laufen Gefahr, geschlossen zu werden.
Die wirtschaftliche Struktur freier Träger unterscheidet sich oft von der eines kommunalen Eigenbetriebes.
Während freie Träger durch breiter aufgestellte Aufgabenfelder und Synergien in der Verwaltung häufig
schlanke Gemeinkostenstrukturen realisieren können, unterliegt der Eb KKM als kommunale Säule
spezifischen strukturellen Rahmenbedingungen. Hierzu gehören die vollständige Tragung der eigenen
Strukturkosten
sowie
die
konsequente
Anwendung
des
TVöD.
Im
Rahmen
städtischer
Wirtschaftlichkeitsbewertungen führt diese tarifliche und organisatorische Bindung zu einer höheren
Fixkostenbasis im Vergleich zum Marktumfeld.
Die für Anfang 2027 geplante Anwendung der städtischen Bewertungskriterien zur Bestandsfähigkeit von
Kindertageseinrichtungen wirkt sich insbesondere auf die Standorte des Eb KKM (Baujahre 2014 und 2018)
aus. Bei einer temporär sinkenden Auslastung führt die kalkulatorische Verteilung der Gebäude- und
Betriebskosten zu einem mathematischen Anstieg der Durchschnittskosten pro Betreuungsplatz.
Sollten aufgrund veränderter Kinderzahlen einzelne Betreuungsgruppen geschlossen werden, entstehen
erhebliche unflexible Kostenstrukturen. Die baulichen und technischen Anlagen lassen sich nicht kurzfristig
an verringerte Belegungen anpassen. Die fixen Bewirtschaftungskosten – wie für Heizung, Reinigung,
Wartung der Gebäudetechnik, Spielplatz- und Baumkontrollen sowie den sich daraus ergebenen
Baumpflegemaßnahmen – fallen weiterhin für die gesamte Nutzfläche an. Dieser Effekt führt bei sinkender
Nutzerzahl zu einer progressiven Erhöhung der Kosten je verbleibendem Betreuungsplatz.

4

Das Land Sachsen-Anhalt versucht über gesetzliche Programme wie das Kita STABIL-Gesetz einen Teil der
demografischen Einbrüche im System abzufangen, indem (verhältnismäßig geringe) zusätzliche
Personalkosten in den Jahren 2026 und 2027 finanziert werden. Sie kompensieren jedoch nicht automatisch
und zielgerichtet die mangelnde Auslastung oder die spezifischen Fixkostenüberhänge einer einzelnen,
konkreten Einrichtung innerhalb des kommunalen Eigenbetriebs.
Sobald die innerstädtisch festgelegten Bewertungskriterien ab Anfang 2027 in Kraft treten, ist in den
rechnerisch gefährdeten Einrichtungen eine erhebliche Unruhe unter den Beschäftigten zu erwarten.
Pädagogische Fachkräfte neigen bei drohenden Schließungsdebatten dazu, proaktiv zu strukturell sicheren
Arbeitsbereichen abzuwandern, die ihrer Qualifikation entsprechen und ihnen langfristige berufliche
Perspektiven bieten. Dieser fluktuationsbedingte Verlust von erfahrenem Personal schwächt die
pädagogische Qualität und Kontinuität in den betroffenen Kitas massiv. In der Folge sinkt die Attraktivität der
Einrichtungen für die Sorgeberechtigten, was weitere Abmeldungen nach sich ziehen wird. Das
demografische Erlösrisiko wird somit durch ein strukturelles Fluktuationsrisiko weiter katalysiert.
Neben der für 2027 unterstellten pauschalen Tarifanpassung von 4,0 % bergen die anstehenden
Neuverhandlungen des TVöD-VKA sowie des Tarifvertrages für den Sozial- und Erziehungsdienst (TVöD
SuE) unkalkulierbare Risiken. Mögliche Einmalzahlungen oder Arbeitszeitverkürzungen bei vollem
Lohnausgleich sind in den aktuellen Planansätzen budgetär nicht vollständig abbildbar. Weitere Optionen
von zusätzlichen freien Tagen (wie bspw. Regenerations- und Tauschtage) sind in der Berechnung des
Mindestpersonalschlüssels entsprechend dem Kinderförderungsgesetz des Landes Sachsen-Anhalt nicht
berücksichtigt und müssen schlussendlich zulasten der pädagogischen Qualität ausgetragen werden. Sollten
die TVöD-Verhandlungen zu einem Abschluss von über 4 % führen, entsteht im Erfolgsplan ein ungedecktes
zusätzliches Risiko, welches im Rahmen von unterjährigen Budgetnachverhandlungen mit dem
Aufgabenträger ausgeglichen werden muss.

1.2 Strategische Neuausrichtung und Profilschärfung zur Standortsicherung
Als proaktive Gegenmaßnahme zu den demografischen Risiken und zur langfristigen Sicherung aller sieben
Kitastandorte des Eb KKM gegen Maßnahmen der kommunalen Bewertungskriterien hat der Eigenbetrieb
eine umfassende strategische Neuausrichtung eingeleitet. Das primäre Ziel besteht darin, die
Wettbewerbsfähigkeit des Eb KKM im Stadtgebiet Magdeburg gegenüber Mitbewerbern signifikant zu
steigern und ungenutzte Belegungspotenziale zu erschließen.
Der Eigenbetrieb befindet sich im laufenden Wirtschaftsjahr in einer intensiven, datengestützten
Sozialraumanalyse für alle sieben Kitas. Hierbei werden nicht nur die reinen Kinderzahlen, sondern auch die
spezifischen Sozial-, Bedarfs- und Altersstrukturen in den jeweiligen Sozialräumen der Einrichtungen
detailliert evaluiert. Diese Analyse ermöglicht es, veränderte Bedarfe der Eltern (z. B. hinsichtlich verlängerter
Öffnungszeiten, spezifischer Beratungsangebote oder veränderter Betreuungsumfänge) frühzeitig zu
erkennen und das Angebot des Eigenbetriebes passgenau auf den jeweiligen Stadtteil bzw. Standort
zuzuschneiden.
Um die Attraktivität und Sichtbarkeit des kommunalen Eigenbetriebes zu stärken, erarbeitet jede der sieben
Kitas unter der fachlichen Leitung der Fachberatung im Rahmen der Teamentwicklung ein klares, fachlich-
pädagogisches Profil mit Fokus auf Alleinstellungsmerkmale. Diese Schärfung der pädagogischen
Konzeptionen orientiert sich an den Ergebnissen der Sozial