LUA Sachsen meldet Clostridioides-difficile-Infektionen in Sachsen im Juli 2026; Vier Todesfälle durch C. difficile
LUA Sachsen meldet Clostridioides-difficile-Infektionen in Sachsen im Juli 2026; Vier Todesfälle durch C. difficile Epidemiologischer Monatsbericht der LUA Sachsen Landesuntersuchungsanstalt für das Gesundheits- und Veterinärwesen (LUA) Sachsen 01099 Dresden, Jägerstraße 8/10 - Tel. (0351) 8144-0 - Fax (0351) 8144-1020 - Web: www.lua.sachsen.de Epidemiologische Information für den Monat Juli 2026 (5 Meldewochen 29.06. bis 02.08.2026) Acinetobacter-Nachweis1 Im Berichtszeitraum wurden eine Infektion und zwei Kolonisationen bei Männern im Alter von 35, 56 bzw. 64 Jahren registriert, darunter bei zwei Betroffenen mit Nachweis einer OXA-40/58-Carbapenemase. Clostridioides-difficile-Infektion, schwerer Verlauf Insgesamt kamen 20 schwere Verläufe einer Clostridioides-difficile-Infektion zur Meldung. Betroffen waren ausschließlich Erwach sene um Alter zwischen 27 und 90 Jahren (Altersmedian: 73 Jahre). Drei Männer und eine Frau im Alter zwischen 62 und 89 Jahren verstarben an den Folgen der Infektion. Cytomegalievirus-Nachweis Unter den 74 übermittelten Nachweisen wurde ein Todesfall registriert. Es handelte sich um einen im Dezember 2025 geborenen Jungen, der an einem plötzlichen Kindstod verstarb. Bei der Obduktion wurde eine hochgradige Rötung der Atemwegsschleim häute sowie eine Erosion des Ösophagus (aufgrund vorangegangenen wiederholten Erbrechens) festgestellt. Aus Lunge, Herz und Milz gelang der Nachweis von Cytomegalievirus. Cytomegalievirus-Nachweis, angeborene Infektion, Bei zwei Neugeborenen gelang der Nachweis von Cytomegalievirus. Weitere Informationen lagen zu diesen Fällen nicht vor. Denguefieber Die vier im Juli übermittelten Erkrankungen betrafen Männer im Alter zwischen 25 und 63 Jahren (Altersmedian: 52 Jahre) nach Aufenthalten in Laos, Vietnam und auf den Malediven. Ein Patient wurde stationär behandelt. Echinokokkose Bei einer 70 Jahre alten Frau erbrachte die Bildgebung charakteristische Zeichen einer Echinokokkose. Labordiagnostisch er folgte der Nachweis einer Infektion mit Echinococcus (keine Differenzierung). Hinweise auf die mögliche Infektionsquelle ergaben sich nicht. Der zweite Fall betraf einen 37 Jahre alten Mann türkischer Abstammung ohne weitere Angaben zur möglichen Exposition. Enterobacterales-Nachweis1 Insgesamt wurden im Berichtszeitraum 41 Fallmeldungen (17 Infektionen und 24 Kolonisationen) mit Resistenz gegenüber Mero penem bzw. der Nachweis eines Carbapenemase-Gens übermittelt. Betroffen waren ein Neugeborenes, ein 18 Monate alter Junge, ein 17-Jähriger sowie Erwachsene zwischen 20 und 87 Jahren (Altersmedian der Erwachsenen: 65 Jahre). Der Nachweis eines Carbapenemase-Gens gelang bei 30 Betroffenen (73 %). Todesfälle kamen nicht zur Meldung. Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) Bei den 14 im Juli übermittelten Erkrankungen handelte es sich um bisher nicht gegen FSME immunisierte Patient*innen. In 13 Fällen wurde eine stationäre Behandlung angegeben. Bis auf zwei Betroffene, die sich während der Inkubationszeit in Bayern bzw. Thüringen aufgehalten hatte, ergaben sich keine Hinweise auf eine Exposition außerhalb Sachsens. Die Meldungen erfolg ten mit Exposition in sechs verschiedenen sächsischen Landkreisen. Haemophilus influenzae-Erkrankung, invasiv Im Berichtszeitraum wurden sechs Infektionen übermittelt. Betroffen waren Erwachsene im Alter zwischen 59 und 91 Jahren (Altersmedian: 72 Jahre). In fünf Fällen wurde eine stationäre Behandlung angegeben. Der Erregernachweis gelang jeweils aus Blut. Je einmal konnten der Kapseltyp f, non-b bzw. in zwei Fällen nicht-typisierbarer Haemophilus influenzae diagnostiziert werden. Hämolytisch-urämisches Syndrom (HUS), enteropathisch Ein drei Jahre altes Mädchen erkrankte mit Fieber, Durchfall, Anämie und Nierenfunktionsstörung. Kurz darauf kam es zur Aus prägung eines HUS, was eine stationäre Aufnahme mit anschließender intensivmedizinischer Behandlung nötig werden ließ. ...