Solarstromerzeugung in Deutschland; Gasvorräte Deutschlands nur 53,3%
Sector Research Energy Newsletter September 2026 Analyse Mit dem meteorologischen Herbstbeginn per Monatsanfang rückt verstärkt die Windkraft - trotz schleppendem Ausbautempo 2026 - wieder in den Fokus. Der sonnenreiche Sommer hatte die Stromerzeugung aus PV-Anlagen vorangetrieben. Allein im August trug Solarstrom ca. ein Drittel zur Stromerzeugung von ca. 36,1 TWh in Deutschland bei und lag damit annähernd gleichauf mit allen fossilen Energieträgern (Erdgas, Stein- und Braunkohle) zusammen. Auf die Windkraft insgesamt entfielen ca. 25,8%. Das Verhältnis wird sich in den kommenden Wochen zugunsten der Windenergie verlagern, wenngleich Herbststürme eher erst im Folgemonat zu erwarten sind. Insgesamt untermauern die Daten die zunehmende Bedeutung der Erneuerbaren. Dies ist im Hinblick auf die derzeitige geopolitische Gemengelage und anhaltende Angebotsstörungen der globalen Öl- und Gas-Märkte ein wichtiger Faktor. Die jüngsten Militärschläge im Iran-Krieg lassen kaum Hoffnung zu, dass sich diese im September verringern werden. Infolge der erneuten Eskalation zogen die Notierungen von Öl und Gas deutlich an. US- amerikanische Versuche, die Passage durch die Straße von Hormus zu sichern, werden durch die iranische Minenkriegsführung erschwert. Vor dem Hintergrund verhärteter Fronten und einer niedrigen Eintrittswahrscheinlichkeit für eine kurzfristige Lösung ist das neu verkündete US- Abkommen mit Venezuela zu sehen. Geplant ist die Erschließung von 17 Ölfeldern mit einem angeblichen Potenzial von 65 Mrd. b. Realistische Schätzungen gehen aber nur von einem Bruchteil davon aus. Venezuelas marode (Öl-) Infrastruktur, die aufwendig weiterzuverarbeitende Rohölsorte („schwer und sauer“) sowie venezolanische Rechtsbestimmungen und offene Finanzierungsfragen sprechen unverändert gegen einen schnellen Produktionsanstieg, der auch den globalen Markt entlasten könnte. Der Gaspreis spiegelt den Kriegsverlauf, Niedrigwasser im Panamakanal und geringe Speicherbestände in Europa. EU-weit sind die Gasvorräte zwei Monate vor dem Stichtag zu 65,4% gefüllt, in Deutschland nur zu 53,3%. Dies wiegt umso schwerer, da nicht nur der Inlandsgasbedarf aus den großen deutschen Speichern bedient wird. Rohöl
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