Bundesärztekammer Vorschläge zum Bürokratieabbau in Deutschland; Once-Only-Konzept konsequent umsetzen.
Vorschläge für Maßnahmen zum Bürokratieabbau
Vorschläge für Maßnahmen zum Bürokratieabbau Bürokratie abbauen, Versorgung verbessern
Vorschläge für Maßnahmen zum Bürokratieabbau 2 Bürokratie abbauen, Versorgung verbessern Unnötige Bürokratie bindet Zeit und Ressourcen, die im Gesundheitswesen dringend für die Versorgung gebraucht werden. Jede nicht unbedingt erforder- liche Dokumentations-, Nachweis- oder Antragspflicht geht zulasten der Zeit für Diagnostik, Therapie und Zuwendung und belastet zugleich die Motivati- on derjenigen, die täglich Verantwortung für Patientinnen und Patienten über- nehmen. Eine einfache Frage sollte deshalb künftig jede Regelung begleiten: Was würde in der Versorgung fehlen, wenn diese Dokumentation morgen wegfiele? Besonders deutlich wird der Handlungsbedarf bei der Mehrfacherfassung von Daten. Informationen werden heute vielfach in der Praxis- oder Kliniksoftware, für Krankenkassen, Register, Qualitätssicherung und statistische Zwecke erho- ben. Das Once-Only-Prinzip muss daher konsequent umgesetzt werden. Das heißt: Daten sollten nur einmal erfasst und anschließend über standardisierte Schnittstellen sicher weiterverarbeitet werden. Ebenso wichtig: Viele Regelungen greifen ineinander, liegen aber in unter- schiedlichen Zuständigkeiten. Erforderlich ist deshalb eine ressortübergrei- fend angelegte Strategie, die dauerhaft ausgelegt ist. Nur wenn Regelungen aufeinander abgestimmt und auf ein notwendiges Maß reduziert werden, lässt sich verhindern, dass sich innerhalb weniger Jahre wieder genauso viel – oder sogar noch mehr – Bürokratie ansammelt wie heute. Die Bundesärztekammer legt mit diesem Papier konkrete Vorschläge vor, wie unnötiger Verwaltungsaufwand in Praxen und Kliniken reduziert und dadurch Zeit für gute Medizin zurückgewonnen werden kann. Denn unnötige Bürokratie abzubauen, bedeutet letztlich: Die Versorgung der Patientinnen und Patienten zu verbessern.
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