Angelika Dahlhaus und Rainer Dahlhaus Art d’Hommage-Programm in der Ottilienkapelle, Sankt Ottilien
Angelika Dahlhaus und Rainer Dahlhaus Art d’Hommage-Programm in der Ottilienkapelle, Sankt Ottilien DIE HEILIGE OTTILIA LICHTBRINGERIN DAS LEBEN EINER EUROPÄISCHEN HEILIGEN Art d`Hommage Rainer Dahlhaus Text Angelika Dahlhaus Klavier in der OTTILIENKAPELLE des Exerzitien- und Gästehauses SANKT OTTILIEN Eintritt frei – Spenden erbeten. 29.11. 2026 15:30 Uhr Programm Die heilige Ottilia – Lichtbringerin Den Namenstag der Heiligen Ottilia feiern wir jährlich am 13. Dezember. Wir befinden uns hier an einem historischen Ort der Wallfahrt zur Heiligen Ottilia, die bereits im 14. Jahrhundert Erwähnung findet. Das Chorherrenstift Dießen am Ammersee war ein frühes Zentrum der Ottilienverehrung und mag Einfluss auf die Begründung der Wall- fahrt gehabt haben. 1365 weist ein Eresinger Pfarrer auf die Kapelle hin. Unter dem barocken Kleid lässt die Kapelle noch ein gotisches Chorgewölbe erkennen. Das Gewölbe wurde 1686 von Johann Schmuzer mit dem Stuck des frühen Wessobrun- ner Stils gestaltet. Im Zug der Renovierung in den zwanziger Jahren wurde die zuvor schmucklose Decke des Schiffes mit barock nachempfundenen Stuckranken und einem Freskenzyklus von Prof. Alois Miller geschmückt. Dieser zeigt im Zentrum die Fürbitte der hl. Ottilia, die auch das Motiv auf dem Plakat und Programmheft darstellt. Die vier weiteren Fresken zeigen Szenen aus dem Leben der Jungfrau Maria: Verkündigung, Anbetung der Hirten, Darstellung im Tempel und Herabkunft des Heiligen Geistes. Die hl. Ottilia kam um 660 blind zur Welt und wurde deshalb von ihrem Vater, dem elsässischen Herzog Etich, verstoßen. Nach der Legende erhielt ein bayerischer Bischof in einer Vision den Auftrag, das von Nonnen aufgezogene Kind zu taufen. Dabei wurde Ottilia sehend. Später begründete Ottilia auf väterlichem Besitz zwei Klöster, darunter Hohenburg-Odilienberg. Sie starb um das Jahr 720, am 13. Dezem- ber, und wurde bald zur Patronin des Elsass. Im Mittelalter breitete sich die Verehrung der Heiligen über ganz Mitteleuropa aus. Sie wird vor allem bei Augenleiden angeru- fen. Ihre Attribute sind Buch, Kelch und ein Augenpaar. „Lumen Caecis“ – Licht den Blinden – unser Wahlspruch! Um dieses Licht den Blinden schenken zu können, ist es notwendig, selbst immer mehr zu einem Licht zu werden. Im Jahre 1884 gründete der Pater Andreas Amrhein in Reichenbach in der Oberpfalz eine Gemeinschaft auf der Grundlage des Verbindens benediktinischen Lebens mit der Missionstätigkeit. Im November 1886 erwarb er das Schloss und die Hofmark Emming wo am 6. Januar 1887 das klösterliche Leben begann. Der alte Weiler besaß eine kleine Kapelle, die der hl. Ottilia geweiht ist. Von der Legende der hl. Ottilia war der Gründer begeistert, sodass der Name des Klosters von nun an St. Ottilien war. „Lumen Caecis“ (Licht den Blinden) ist der Wahlspruch von St. Ottilien und der gesamten Kongrega- tion geworden. Wir Missionsbenediktiner versuchen dies durch ein Leben der beständigen Gott-Su- che, in Gemeinschaft, nach der Regel des hl. Benedikt, im täglichen Tagesablauf von Gebet, Lesung und Arbeit zu erreichen. Damit dies gelingt, dazu haben wir vom gro- ßen Licht, das keinen Anfang und kein Ende kennt, das Licht dass Gott ist, ein Beispiel erhalten. Jesus Christus hat uns die Kunde gebracht wie wir mit ihm und in ihm Söhne des Lichtes werden und unser Leben auf das Licht ausrichten und so unserem Leben eine Orientierung geben. Wie die Liebe Gottes in der Beziehung zwischen dem Vater und dem Sohn im Hl. Geist ihren Ausdruck findet, so wird diese Liebe in uns, zum Nächsten und zu Jesus Christus sichtbar und formt den einen Leib. Das ist die Botschaft, die wir von ihm gehört haben und euch verkünden: ...