Kirchgemeinde Köniz setzt Biodiversität rund ums Kirchgemeindehaus Wabern; Über 200 einheimische Pflanzen neu eingesät
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Reformierte Kirchgemeinde Köniz: Mitte | Niederscherli | Oberwangen | Spiegel | Wabern ● Juli 2026 ● www.kg-koeniz.ch Impressum Kirchgemeinde Köniz Präsident Kirchgemeinderat Thomas von Känel, thomas.vonkaenel@kg-koeniz.ch Verwaltung Buchenweg 23, 3097 Liebefeld 031 978 31 31, info@kg-koeniz.ch Postanschrift Kirchgemeindeverwaltung Köniz Zentrale Dienste Buchenweg 23, 3097 Liebefeld Redaktion reformiert.köniz Yvonne Mühlematter, kommunikation@kg-koeniz.ch Layout reformiert.köniz Hüseyin Tugal, info@macfly.ch Regionale Pflanzen kehren zurück Die Kirchgemeinde Köniz setzt sich für Biodiversität ein, wie die Beispiele aus Wabern und Schliern zeigen: Hier kehrt die Natur zurück! B esonders jetzt – im Hoch- sommer – ist die Natur auf ihrem Höhepunkt: Es summt, zirpt und blüht rund ums Kirchgemeindehaus Wa- bern. Bienen und Schmetterlinge fliegen umher, während sich ein- heimische Pflanzen am Eingang emporranken. Doch dies war nicht immer so: Vor zwei Jahren wucherten hier vorwiegend Neophyten, also ge- bietsfremde, invasive Pflanzen. Das Problem: Einige dieser Ar- ten verdrängen regionale Pflan- zen und bringen das ökologische Gleichgewicht durcheinander. Als Folge war rund ums Kirch- gemeindehaus auch die Insek- tenpopulation zurückgegangen. Deshalb wurde Sigrist Andreas Vuilleumier-Seifert aktiv: «Die Neophyten haben wir ausgegra- ben und das Terrain mit Hügeln sowie Stein- und Sandflächen dem ursprünglichen Gelände angepasst», erzählt er. Über 200 einheimische Pflanzen, Sträu- cher und Kräuter wurden neu eingesät. Schon wenige Wochen später veränderte sich die Ve- getation sichtbar: «Wildbienen, Erdwespen, verschiedene Käfer- arten sowie Schmetterlinge und Grillen kehrten zurück», zählt der Sigrist auf. Diese Flächen bleiben nun sich selbst über- lassen, um die neue Vielfalt zu schützen. «Eingriffe erfolgen vor allem in den Anfangsjahren, wenn invasive Pflanzen, oft aus benachbarten Gärten kommend, sich wieder ausbreiten», erklärt er. Wildblumen und Biodünger bevorzugt Der Kirchgemeinde Köniz ist es ein wichtiges Anliegen, verant- wortungsvoll mit der Schöpfung umzugehen. Aus diesem Grund verabschiedete der Kirchge- meinderat 2025 ein Biodiversi- tätskonzept, das vorsieht, natur- nahen Lebensraum für Bienen, Vögel und heimische Wildpflan- zen zu schaffen oder zu bewah- ren. Wo möglich sollen Wild- blumen blühen, Biodünger statt Pestiziden verwendet werden und einheimische Sträucher statt invasiver Pflanzen wachsen. Lebensraum für Fleder- mäuse Was auf dem Papier begann, zeigt sich nun auch beim Mur- rihuus Schliern: «Wir lassen die Natur weitgehend gewähren und mähen die grosse Wiese nur zweimal pro Jahr», sagt Si- gristin Nadia Leutwyler. «Diese Wiese» – sie zeigt auf die Fläche vor dem Murrihuus – «bietet mit ihren einheimischen Gräsern und Wildblumen reichlich Nahrung und geschützte Lebensräume.» Stein- und Holzstapel – teilweise gut sichtbar, teilweise unter Laubhaufen versteckt – bieten zudem wertvolle Unterschlupf- möglichkeiten für Insekten. Rund ums Murrihuus hängen Nistkästen für Vögel und Fle- dermäuse. Auch in Wabern wird aktuell geprüft, Fledermauskäs- ten unter den Dachüberhängen zu installieren. «Künftig soll es zudem ein kleines Feuchtbiotop geben», ergänzt Vuilleumier- Seifert, der für sein Engagement im vergangenen Herbst das Zer- tifikat «BiodiversitätsGarten» der Gemeinde Köniz erhielt. Bewahrung der Schöpfung aus Sicht der Theologie Was Vuilleumier-Seifert und Leutwyler in der Praxis umset- zen, hat für die Kirchgemeinde auch eine theologische Dimen- sion. Die Bewahrung der Schöpfung und die Sorge um die Vielfalt des Lebens gehören zum Kern- auftrag der Kirche: «Im Schöp- fungslied (Genesis 1,1 bis 2,4) nimmt die Mitwelt des Men- schen viel mehr Verse ein als der Mensch selbst», sagt Pfarrer Michael Stähli. «Weil wir ein Teil der Natur sind und weil wir uns um sie kümmern sol- len, müssen wir mit ihr in einer sorgfältigen Beziehung stehen.» Wenn diese Beziehung abbreche oder zerstörerisch werde, leide nicht nur die Natur, sondern auch der Mensch. Wenn die Förderung der Bio- diversität als ein beziehungsrei- ches Nebeneinander verschie- dener Arten und Lebensräume verstanden werde, zu denen der Mensch Sorge tragen müsse, dann sei die Förderung der Bio- diversität ein biblisches Anlie- gen – «auch wenn die Autoren der Bibel den Begriff Biodiversi- tät nicht zur Verfügung hatten», schlussfolgert Stähli. Yvonne Mühlematter, Informationsbeauftragte INFO Auch die politische Gemeinde Köniz engagiert sich für die Förderung der Artenvielfalt. Mit dem Zertifikat «BiodiversitätsGarten» zeichnet sie gezielt Gärten aus, die als naturnahe Lebensräume gestaltet und ökolo- gisch gepflegt werden. Ausgezeich- net wurde beispielsweise der Garten rund um das Kirchgemeindehaus Wabern im Herbst 2025. Besser hören in der Kirche Ab sofort wird der Ton der Gottesdienste und Feiern in der Kirche Köniz zusätzlich über die moderne Auracast®- Technologie (Bluetooth) übertra- gen. Diese Neuerung ermöglicht es Besucherinnen und Besuchern mit Hörproblemen, den Gottes- dienst direkt über kompatible Hörgeräte oder Kopfhörer zu hören – drahtlos und ohne Zu- satzgeräte. Moderne Hörgeräte verbinden sich künftig meist au- tomatisch oder via Smartphone mit dem neuen System. Für Personen mit Hörproblemen, die kein eigenes Hörgerät besit- zen, können wir vor Ort bis zu vier Empfänger mit Kopfhörern verteilen, damit auch sie Gottes- dienste oder Feiern in der Kirche Köniz uneingeschränkt verfol- gen können. Da die Kirche Köniz der am besten ausgelastete Standort ist, wurde die Technik dort als erstes installiert. Im Budget 2027 ist die Ausstattung aller weiteren Kirchen in der Kirchgemeinde vorgesehen. Die neue Technik ergänzt die bestehende Induktionsschleife. Diese wird weiterhin für ältere Hörgerätemodelle mit einer so- genannten T-Spule angeboten. Auracast® in der Kirche Köniz Waldgottesdienst Schliern wird zur Gartenandacht: Biodiversität erleben und gestalten Der traditionelle Waldgottes- dienst findet in diesem Jahr nicht wie gewohnt im Büschi- wald statt, sondern erstmals im Murrihuus-Garten in Schliern. Am 16. August laden wir euch herzlich zu diesem besonderen Gottesdienst ein: im Grünen, mit spirituellen Impulsen und kreativem Tun! Wir starten mit einem einstim- menden Spaziergang durch die Natur, hören einen Impuls zur Biodiversität und gestalten ge- meinsam kleine Kunstwerke für Mensch und Tier. Ob Fut- terkugel für Vögel, Wintervor- sätze für Igel oder Ideen für euren eigenen Garten – hier könnt ihr aktiv werden! Den Abschluss bildet ein spirituel- ler Moment mit Fürbitte, Lied und Segen, bevor wir uns bei einem gemütlichen Apéro aus- tauschen. So, 16.8., Murrihuus • 9.30 Uhr: Einstimmender Spaziergang (Treffpunkt beim Robinson Spielplatz im Büschiwald) • 10 Uhr: Beginn des Gottes- dienstes. Spiritueller Einstieg mit Pfarrerin Lara Kneubüh- ler; Impuls von Daniel Mo- simann (Landschaftsgärtner) zum Thema Biodiversität • 11.15 Uhr: Apéro und Aus- tausch im Grünen Neue Leiterin Fachbe- reich Finanzen Seit Anfang Juni verstärkt Gab- riela Hauri das Team in der Zent- ralen Verwaltung als Leiterin des Fachbereichs Finanzen. Rahel Friedli, Geschäftsleiterin, wird Ende Juni 2027 pensioniert. Des- halb wurde der Bereich Finanzen organisatorisch von den Zent- ralen Diensten getrennt und als eigener Fachbereich geführt. So kann der Wissenstransfer im Fi- nanzbereich frühzeitig sicherge- stellt werden. Gleichzeitig erhält Gabriela Hauri genügend Zeit, sich sorgfältig in ihre Aufgaben einzuarbeiten. Die Kirchgemeinde Köniz heisst Gabriela Hauri herzlich willkom- men!
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