Gemeinderat Bolligen erklärt Gemeindeinitiative «Schulzukunft vors Volk» in Bolligen für gültig; Abstimmung Juni 2027 vorgesehen

Gemeinderat Bolligen erklärt Gemeindeinitiative «Schulzukunft vors Volk» in Bolligen für gültig; Abstimmung Juni 2027 vorgesehen Einwohnergemeinde Bolligen - Mitteilungen aus dem Gemeinderat Mitteilungen aus dem Gemeinderat 12. Aug 2026 Mitteilung Gemeindeinitiative: Schulzukunft vors Volk; Gültigerklärung Dem Gemeinderat wurde die Gemeindeinitiative «Schulzukunft vors Volk» eingereicht. Dieser hat die Initiative nach sorgfältiger Prüfung an der Gemeinderatssitzung vom 29. Juni 2026 für gültig erklärt. Der Gemeinderat wird sich mit der Initiative befassen und das Geschäft mit den Entscheidgrundlagen zuhanden der Gemeindeversammlung im Juni 2027 der Bevölkerung zur Abstimmung vorlegen. Einwohnergemeinde Bolligen Gemeinderat

August 12, 2026

Peter Mozolevskyi hält Festrede in Ferenberg, Bolligen; Solidarität mit Ukraine durch offene Türen und Wohnraum

Peter Mozolevskyi hält Festrede in Ferenberg, Bolligen; Solidarität mit Ukraine durch offene Türen und Wohnraum Einwohnergemeinde Bolligen - Rückblick 1. August 2026 Rückblick 1. August 2026 12. Aug 2026 Mitteilung Die diesjährige Bundesfeier zum 1. August fand in Ferenberg statt. Gemeinderat Geo Taglioni führte durch den offiziellen Teil des Anlasses. Die Festrede hielt Peter Mozolevskyi, Koordinator des Schweizerischen Flüchtlingsparlaments. Für alle, die nicht an der Feier teilnehmen konnten, drucken wir seine Ansprache nachfolgend ab. Ein herzliches Dankeschön gilt allen Beteiligten – insbesondere dem Dorfverein und der Musikgesellschaft Ferenberg, die diesen gelungenen Anlass ermöglicht haben. Liebe Bolligerinnen, liebe Bolliger Liebe Gäste Es ist für mich eine grosse Ehre, heute, am Schweizer Nationalfeiertag, hier in Ferenberg zu sein und mit Ihnen über Heimat zu sprechen. Was ist Heimat? Ist es der Ort, an dem wir geboren wurden? Oder ist Heimat der Ort, an dem wir spüren, dass wir nicht allein sind? Gerade Ferenberg ist ein besonderer Ort, um darüber nachzudenken. Hier ist Heimat nichts Abstraktes. Heimat sind die Landschaft, der Boden, den Menschen bearbeiten, und eine Gemeinschaft, in der man einander kennt und gemeinsam Feste feiert. Wenn ich auf die Felder hier blicke, denke ich an die Ukraine. Auch dort ist der Boden für viele Familien Teil ihrer Geschichte und eine Verbindung zwischen den Generationen. Als Kind verbrachte ich jeden Sommer mit meiner Grossmutter im Gemüsegarten. Ich half ihr beim Giessen, beim Ernten und beim Unkrautjäten. Ich gebe ehrlich zu: Besonders das Unkrautjäten gehörte nicht zu meinen Lieblingsbeschäftigungen. Ich verstand auch nicht, warum meine Grossmutter so viel arbeitete und jedes Jahr grosse Mengen an Lebensmitteln einmachte. Damals glaubte ich, man könne doch alles jederzeit im Geschäft kaufen. Dabei wiederholte sie immer denselben Satz: «Hauptsache, es gibt keinen Krieg.» Damals musste ich manchmal darüber lachen. Ein Krieg erschien mir weit entfernt und beinahe unmöglich. Doch meine Grossmutter wusste, wie schnell das vertraute Leben enden kann. Ihr Vater, mein Urgrossvater, kämpfte im Zweiten Weltkrieg und verlor dort ein Bein. Für sie bedeuteten der Boden und die Ernte deshalb mehr als nur Lebensmittel. Sie bedeuteten Sicherheit und Fürsorge für die Familie. Als der russische Angriffskrieg in seinem vollen Ausmass begann, befand ich mich in Kyjiw. Innerhalb einer einzigen Nacht war meine Heimatstadt nicht mehr die Stadt, die ich mein ganzes Leben lang gekannt hatte. Statt des gewöhnlichen Alltags sah ich Militärfahrzeuge, Sandsäcke und hörte Sirenen. Den wahren Wert der Heimat erkennt man besonders schmerzlich, wenn man plötzlich versteht, dass man sie nicht mehr als ein sicheres Zuhause bezeichnen kann. Während für uns die vertraute Welt zusammenbrach, ging das gewöhnliche Leben in anderen Ländern weiter. Zunächst fiel es mir schwer, das zu akzeptieren. Aber dann erinnerte ich mich an mich selbst. Auch ich hatte früher Berichte über Kriege in Syrien, im Irak oder in Afghanistan gesehen. Sie machten mich traurig, aber ich dachte: «Das geschieht weit weg. Es wird mich nie betreffen.» Vielleicht beginnt genau hier die Solidarität: nicht darauf zu warten, dass der Krieg eines anderen zu unserem eigenen wird. Solidarität bedeutet nicht, den Schmerz eines anderen vollständig verstehen zu können. Das ist unmöglich. Solidarität bedeutet, nicht wegzuschauen. Sie beginnt nicht mit grossen politischen Reden. Sie beginnt vor der eigenen Haustür – mit einem Menschen, der fragt: «Wie geht es dir?» und bereit ist, die ehrliche Antwort zu hören. Genau diese Solidarität habe ich hier in der Schweiz erlebt. Menschen öffneten ihre Türen und halfen mit Wohnraum, Arbeit, Rat und menschlicher Aufmerksamkeit. Aus solchen Gesten kann für einen Menschen, der seine vertraute Welt verloren hat, langsam das Gefühl eines neuen Zuhauses entstehen. Vielleicht ist auch das eine besondere Form des schweizerischen Patriotismus: nicht nur über die Liebe zum eigenen Land zu sprechen, sondern Verantwortung für die Gemeinschaft und für die Menschen zu übernehmen, mit denen man zusammenlebt. Der 1. August erinnert uns daran, dass Frieden, Freiheit und Demokratie keine Selbstverständlichkeit sind. Jede Generation muss sie durch Verantwortung, Menschlichkeit und Solidarität bewahren. Liebe Gäste, vielleicht kann sich heute Abend jede und jeder von uns eine einfache Frage stellen: Was macht meine Heimat zu meiner Heimat? Vielleicht ist es nicht nur ein Territorium. Nicht nur eine Fahne. Nicht nur ein Pass. Vielleicht ist Heimat der Ort, an dem Menschen bereit sind, Verantwortung füreinander zu übernehmen. Ein Ort, an dem der Schmerz eines anderen nicht fremd bleibt. Ein Ort, an dem ein Mensch weiss: Wenn mir etwas geschieht, werde ich nicht allein bleiben. Ich wünsche der Ukraine Frieden. Ich wünsche der Schweiz, dass sie ihre Freiheit, ihre Menschlichkeit und ihre Solidarität bewahrt. Und ich wünsche Ferenberg und Bolligen, dass sie Orte bleiben, an denen Menschen füreinander da sind. Und jedem und jeder von Ihnen möchte ich das wünschen, was meine Grossmutter den Menschen ihr ganzes Leben lang gewünscht hat. Heute verstehe ich sie. Hauptsache, es gibt keinen Krieg. Vielen Dank und einen schönen Bundesfeiertag! Peter Mozolevskyi, Koordinator Flüchtlingsparlament Einwohnergemeinde Bolligen Gemeinderat

August 12, 2026

Velogruppe PlouschTeamScherli Velotour auf die Egg; unfallfreie Fahrt, 33 Teilnehmende

Velogruppe PlouschTeamScherli Velotour auf die Egg; unfallfreie Fahrt, 33 Teilnehmende Evangelisch-reformierte Kirchgemeinde Köniz - Velotour der Velogruppe PlouschTeamScherli vom 22. Juli 2026 auf die Egg Aktuell Mitteilungen Zeitung “reformiert.” Offene Stellen Projekte Blog & Bilder Könizer Corona Bibel Archiv Kirchliche Begleitung Taufe KUW & Konfirmation Hochzeit Todesfall & Bestattung Seelsorge & Beratung Fachstellen Freiwillige Mitgliedschaft Meine Kirchgemeinde Kirchgemeinde Kontakte Behörden Mitarbeitende Verwaltung Publikationen Portrait Geschichte Kirchenkreise Kirchenkreis Mitte Kreiskommission Mitarbeitende Kreissekretariat Publikationen Kirchenkreis Niederscherli Kreiskommission Mitarbeitende Kreissekretariat Publikationen Kirchenkreis Oberwangen Kreiskommission Mitarbeitende Kreissekretariat Publikationen Kirchenkreis Spiegel Kreiskommission Mitarbeitende Kreissekretariat Publikationen Kirchenkreis Wabern Kreiskommission Mitarbeitende Kreissekretariat Publikationen ...

August 12, 2026

Gemeinde Belp – Öffentliche Brunnen in Belp vorübergehend ausser Betrieb ab 14. August 2026; Wasserreserven schonen

Gemeinde Belp – Öffentliche Brunnen in Belp vorübergehend ausser Betrieb ab 14. August 2026; Wasserreserven schonen Öffentliche Brunnen werden vorübergehend ausser Betrieb genommen - Gemeinde Belp Öffentliche Brunnen werden vorübergehend ausser Betrieb genommen Die anhaltende Trockenheit erfordert weitere Sparmassnahmen. Die anhaltend trockene Witterung sowie die weiterhin rückläufigen Zuflüsse unserer Quellen führen zu einer angespannten Versorgungssituation. Um die Trinkwasserversorgung langfristig sicherzustellen und verantwortungsvoll mit den verfügbaren Ressourcen umzugehen, werden die öffentlichen Brunnen im Versorgungsgebiet ab 14. August 2026 vorübergehend ausser Betrieb genommen . Trotz bereits getroffener Massnahmen ist der Quellzufluss in den vergangenen Wochen weiter zurückgegangen. Die Abschaltung der Brunnen trägt dazu bei, den Wasserverbrauch zu reduzieren und die vorhandenen Wasserreserven zu schonen. Wir danken der Bevölkerung für ihr Verständnis und bitten weiterhin um einen sorgsamen Umgang mit Trinkwasser. Jede eingesparte Wassermenge hilft dabei, die Versorgungssicherheit auch in den kommenden Wochen zu gewährleisten. Sobald sich die Situation nachhaltig entspannt und die verfügbaren Wasserressourcen wieder ausreichend sind, werden die öffentlichen Brunnen wieder in Betrieb genommen. Über weitere Entwicklungen informieren wir laufend auf unserer Website. Vielen Dank für Ihre Unterstützung und Ihren Beitrag zum verantwortungsvollen Umgang mit unserem Trinkwasser. ...

August 12, 2026

Interessierte Kontemplation im Haus der Religionen, Bern; Kosten CHF 40 pro Tag inkl. Mittagessen

Interessierte Kontemplation im Haus der Religionen, Bern; Kosten CHF 40 pro Tag inkl. Mittagessen KiHdR_Innehalten_Flyer_2026 (5).pdf innehalten schweigen sich finden Es liegt im Stillesein eine wunderbare Macht der Klarung, der Reinigung, der Sammlung auf das Wesentliche. Dietrich Bonhoeffer Kontemplation im Haus der Religionen Im Stillesitzen und im Wahrnehmen unseres Atems lassen wir uns nach innen fthren in ein wachendes, schweigendes und horendes Gegenwartigsein. Vorkenntnisse sind nicht notig. Willkommen sind alle, die Freude an der Meditation haben, diese kennen lernen oder vertiefen mochten. Eine Einfihrung findet statt. Wir bitten um bequeme, dezente Kleidung. ...

August 12, 2026

Stadt Bern Ausschreibung der 17. Aktionswoche gegen Rassismus 2027 in Bern; Deadline 30. September 2026

Stadt Bern Ausschreibung der 17. Aktionswoche gegen Rassismus 2027 in Bern; Deadline 30. September 2026 Ausschreibung für die 17. Aktionswoche gegen Rassismus 2027 — Aktionswoche der Stadt Bern gegen Rassismus Ausschreibung für die 17. Aktionswoche gegen Rassismus 2027 Vom 13. bis 21. März 2027 findet die 17. Aktionswoche gegen Rassismus der Stadt Bern statt. Erneut lädt die Stadt Bern zivilgesellschaftliche Organisationen und engagierten Akteur*innen dazu ein, Projektideen für Veranstaltungen einzureichen. Viele Menschen erleben in ihrem Leben rassistische Diskriminierung. Sie kann im Alltag, in Institutionen, im öffentlichen Raum, im Internet oder im Umgang mit anderen Menschen vorkommen. Für die Ausgabe 2027 gibt es bewusst kein festes Thema. So bleibt Raum für die Vielfalt der Erfahrungen, Perspektiven und Anliegen, die Menschen im Zusammenhang mit Rassismus mitbringen. Werden Sie Teil der Aktionswoche Reichen Sie Ihre Idee für eine Aktivität oder eine Veranstaltung bis am 30. September 2026 ein! Wir begrüssen besonders Vorschläge für Anlässe und Aktionen, bei denen Personen mit Rassismuserfahrungen eine zentrale Rolle übernehmen.

August 12, 2026

BERNMOBIL ersetzt Tramgleise auf der unteren Thunstrasse in Bern; Ersatzbusse auf 7/8, Linie 6 eingestellt

BERNMOBIL ersetzt Tramgleise auf der unteren Thunstrasse in Bern; Ersatzbusse auf 7/8, Linie 6 eingestellt 29.08.-11.10.26: Bauarbeiten untere Thunstrasse | BERNMOBIL Die Bauarbeiten dauern vom 29. August bis 11. Oktober 2026 und es kommt zu Einschränkungen im ÖV. Gemeinsame Medienmitteilung der Stadt Bern und BERNMOBIL Bauarbeiten an der unteren Thunstrasse und am Helvetiaplatz Von Ende August bis Mitte Oktober 2026 ersetzt BERNMOBIL auf der unteren Thunstrasse die Tramgleise. Gleichzeitig erhöht die Stadt Bern bei den Tramhaltestellen Helvetiaplatz und Luisenstrasse die Haltekanten für einen hindernisfreien ÖV-Zugang und verbessert die Strassenentwässerung im Bereich der Haltestelle Helvetiaplatz. Während der Bauarbeiten fahren Ersatz-busse auf den Linien 7 und 8. Die Linie 6 wird zwischen Bern Bahnhof und Egghölzli eingestellt. ...

August 12, 2026

Gemeinde Ostermundigen Bäume verlieren Blätter; Früher Laubfall durch Hitze und Trockenheit

Gemeinde Ostermundigen Bäume verlieren Blätter; Früher Laubfall durch Hitze und Trockenheit Gemeinde Ostermundigen - Herbst im August? Warum Ostermundigens Bäume jetzt Blätter verlieren Herbst im August? Warum Ostermundigens Bäume jetzt Blätter verlieren Die anhaltend hohen Temperaturen und die fehlenden Niederschläge haben die Böden vielerorts stark ausgetrocknet. Einige Bäume reagieren bereits mit verfärbten Blättern und frühem Laubfall – teilweise deutlich früher als üblich. Gemeinde Ostermundigen Schiessplatzweg 1 Postfach 101 3072 Ostermundigen 1 ...

August 12, 2026

Hochschule der Künste Bern (HKB) Theater- und Literaturstudierende produzieren Hörspiel Hollderidai in Bern; SRF 2 Kultur-Ausstrahlung am 1. August 2026

Hochschule der Künste Bern (HKB) Theater- und Literaturstudierende produzieren Hörspiel Hollderidai in Bern; SRF 2 Kultur-Ausstrahlung am 1. August 2026 HKB-Studierende produzieren SRF-Hörspiel | HKB Leitung, Organisation + Rechtliche Grundlagen Hochschule für Agrar-, Forst- und Lebensmittelwissenschaften BFH-HAFL Eidgenössische Hochschule für Sport Magglingen EHSM 12.08.2026 Theater- und Literaturstudierende der Hochschule der Künste Bern haben zusammen das Hörspiel «Hollderidai» kreiert, welches bei Radio SRF 2 Kultur am 1. August 2026 zu hören war. ...

August 12, 2026

Peter Mozolevskyi hält Rede bei der Bundesfeier zum 1. August in Ferenberg, Bolligen; Ukraine-Solidarität betont, Schweiz hilft Geflüchteten

Peter Mozolevskyi hält Rede bei der Bundesfeier zum 1. August in Ferenberg, Bolligen; Ukraine-Solidarität betont, Schweiz hilft Geflüchteten Einwohnergemeinde Bolligen - Rückblick 1. August 2026 Rückblick 1. August 2026 12. Aug 2026 Mitteilung Die diesjährige Bundesfeier zum 1. August fand in Ferenberg statt. Gemeinderat Geo Taglioni führte durch den offiziellen Teil des Anlasses. Die Festrede hielt Peter Mozolevskyi, Koordinator des Schweizerischen Flüchtlingsparlaments. Für alle, die nicht an der Feier teilnehmen konnten, drucken wir seine Ansprache nachfolgend ab. Ein herzliches Dankeschön gilt allen Beteiligten – insbesondere dem Dorfverein und der Musikgesellschaft Ferenberg, die diesen gelungenen Anlass ermöglicht haben. Liebe Bolligerinnen, liebe Bolliger Liebe Gäste Es ist für mich eine grosse Ehre, heute, am Schweizer Nationalfeiertag, hier in Ferenberg zu sein und mit Ihnen über Heimat zu sprechen. Was ist Heimat? Ist es der Ort, an dem wir geboren wurden? Oder ist Heimat der Ort, an dem wir spüren, dass wir nicht allein sind? Gerade Ferenberg ist ein besonderer Ort, um darüber nachzudenken. Hier ist Heimat nichts Abstraktes. Heimat sind die Landschaft, der Boden, den Menschen bearbeiten, und eine Gemeinschaft, in der man einander kennt und gemeinsam Feste feiert. Wenn ich auf die Felder hier blicke, denke ich an die Ukraine. Auch dort ist der Boden für viele Familien Teil ihrer Geschichte und eine Verbindung zwischen den Generationen. Als Kind verbrachte ich jeden Sommer mit meiner Grossmutter im Gemüsegarten. Ich half ihr beim Giessen, beim Ernten und beim Unkrautjäten. Ich gebe ehrlich zu: Besonders das Unkrautjäten gehörte nicht zu meinen Lieblingsbeschäftigungen. Ich verstand auch nicht, warum meine Grossmutter so viel arbeitete und jedes Jahr grosse Mengen an Lebensmitteln einmachte. Damals glaubte ich, man könne doch alles jederzeit im Geschäft kaufen. Dabei wiederholte sie immer denselben Satz: «Hauptsache, es gibt keinen Krieg.» Damals musste ich manchmal darüber lachen. Ein Krieg erschien mir weit entfernt und beinahe unmöglich. Doch meine Grossmutter wusste, wie schnell das vertraute Leben enden kann. Ihr Vater, mein Urgrossvater, kämpfte im Zweiten Weltkrieg und verlor dort ein Bein. Für sie bedeuteten der Boden und die Ernte deshalb mehr als nur Lebensmittel. Sie bedeuteten Sicherheit und Fürsorge für die Familie. Als der russische Angriffskrieg in seinem vollen Ausmass begann, befand ich mich in Kyjiw. Innerhalb einer einzigen Nacht war meine Heimatstadt nicht mehr die Stadt, die ich mein ganzes Leben lang gekannt hatte. Statt des gewöhnlichen Alltags sah ich Militärfahrzeuge, Sandsäcke und hörte Sirenen. Den wahren Wert der Heimat erkennt man besonders schmerzlich, wenn man plötzlich versteht, dass man sie nicht mehr als ein sicheres Zuhause bezeichnen kann. Während für uns die vertraute Welt zusammenbrach, ging das gewöhnliche Leben in anderen Ländern weiter. Zunächst fiel es mir schwer, das zu akzeptieren. Aber dann erinnerte ich mich an mich selbst. Auch ich hatte früher Berichte über Kriege in Syrien, im Irak oder in Afghanistan gesehen. Sie machten mich traurig, aber ich dachte: «Das geschieht weit weg. Es wird mich nie betreffen.» Vielleicht beginnt genau hier die Solidarität: nicht darauf zu warten, dass der Krieg eines anderen zu unserem eigenen wird. Solidarität bedeutet nicht, den Schmerz eines anderen vollständig verstehen zu können. Das ist unmöglich. Solidarität bedeutet, nicht wegzuschauen. Sie beginnt nicht mit grossen politischen Reden. Sie beginnt vor der eigenen Haustür – mit einem Menschen, der fragt: «Wie geht es dir?» und bereit ist, die ehrliche Antwort zu hören. Genau diese Solidarität habe ich hier in der Schweiz erlebt. Menschen öffneten ihre Türen und halfen mit Wohnraum, Arbeit, Rat und menschlicher Aufmerksamkeit. Aus solchen Gesten kann für einen Menschen, der seine vertraute Welt verloren hat, langsam das Gefühl eines neuen Zuhauses entstehen. Vielleicht ist auch das eine besondere Form des schweizerischen Patriotismus: nicht nur über die Liebe zum eigenen Land zu sprechen, sondern Verantwortung für die Gemeinschaft und für die Menschen zu übernehmen, mit denen man zusammenlebt. Der 1. August erinnert uns daran, dass Frieden, Freiheit und Demokratie keine Selbstverständlichkeit sind. Jede Generation muss sie durch Verantwortung, Menschlichkeit und Solidarität bewahren. Liebe Gäste, vielleicht kann sich heute Abend jede und jeder von uns eine einfache Frage stellen: Was macht meine Heimat zu meiner Heimat? Vielleicht ist es nicht nur ein Territorium. Nicht nur eine Fahne. Nicht nur ein Pass. Vielleicht ist Heimat der Ort, an dem Menschen bereit sind, Verantwortung füreinander zu übernehmen. Ein Ort, an dem der Schmerz eines anderen nicht fremd bleibt. Ein Ort, an dem ein Mensch weiss: Wenn mir etwas geschieht, werde ich nicht allein bleiben. Ich wünsche der Ukraine Frieden. Ich wünsche der Schweiz, dass sie ihre Freiheit, ihre Menschlichkeit und ihre Solidarität bewahrt. Und ich wünsche Ferenberg und Bolligen, dass sie Orte bleiben, an denen Menschen füreinander da sind. Und jedem und jeder von Ihnen möchte ich das wünschen, was meine Grossmutter den Menschen ihr ganzes Leben lang gewünscht hat. Heute verstehe ich sie. Hauptsache, es gibt keinen Krieg. Vielen Dank und einen schönen Bundesfeiertag! Peter Mozolevskyi, Koordinator Flüchtlingsparlament Einwohnergemeinde Bolligen Gemeinderat

August 12, 2026