DEFA veranstaltet Symposium zu Literaturverfilmungen in Halle (Saale), Puschkinhaus/Puschkino; Internationale Forscher eingeladen
Vor 80 Jahren, am 17. Mai 1946, wurde in Potsdam- Babelsberg die Deutsche Film-AG (DEFA) gegründet. Dem Anliegen ihrer Gründer nach sollte sie „helfen, in Deutschland die Demokratie zu restaurieren, die deutschen Köpfe vom Faschismus zu befreien und auch zu sozialistischen Bürgern erziehen“. Zwischen 1946 und 1992 entstanden mehr als 700 Spielfilme, darunter Märchen- und Kinderfilme, Literaturverfilmungen, antifaschistische und Gegen wartsstoffe, Abenteuer- und Unterhaltungsfilme. Hinzu kommen 750 Animationsfilme, mehr als 2000 Dokumentar- und Kurzfilme und Wochen schauen sowie über 600 Filme für das DDR-Fernsehen. Das zweitägige Symposium zum 80. Jahrestag der DEFA-Gründung im Halleschen Puschkino geht aus einer schon seit mehreren Semestern bestehenden Kooperation des Germanistischen Instituts der Martin- Luther-Universität, des Filmkurators Paul Werner Wagner und des Puschkinos hervor. Gegenstand dieser Kooperation, die auf die Vermitt lung DDR-spezifischer Themen und Kunstformen für die Studierenden zielte, aber auch ein städtisches Publikum einbezog, waren Literaturverfilmungen der DEFA. Damit wurde ein Raum des intergenerationellen Gesprächs und der historisch-politischen Bildung geöffnet. Der Schwerpunkt auf Literaturverfilmungen resultierte nicht allein aus den Interessen der beteiligten Partner oder der bloßen Verfügbarkeit solcher Titel im DEFA-Bestand. Er begründet sich vielmehr im engen Austausch zwischen der DEFA und der Literatur der DDR. Da Literaturverfilmungen eine zentrale Rolle für die DEFA einnahmen, verspricht die wechselseitige Betrachtung beider Medien einen deutlichen Erkenntnisgewinn für das Verständnis der DDR-Kultur. Obgleich Themen zur DDR-Kulturgeschichte leicht einen national begrenzten Eindruck erwecken, stoßen sie international auf beachtliche Resonanz. Dies möchten wir mit der Tagung abbilden und haben deshalb auch US-amerikanische, französische und britische Kulturwissenschaftler:innen und Filmhistoriker:innen eingeladen. Leitung des Symposiums Paul Werner Wagner Kurator und Moderator, Berlin Prof. Dr. Stephan Pabst Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg Referent:innen und Gesprächspartner:innen Stefanie Eckert Vorstand DEFA-Stiftung Berlin Prof. Dr. Michael Grisko Universität Erfurt Dr. Mariana Ivanova DEFA-Film Library Amherst/USA Prof. Dr. Carsten Gansel Universität Gießen Rainer Simon Regisseur, Potsdam Prof. Dr. Michael Wedel Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF Prof. Dr. Oksana Bulgakowa Universität Mainz Dr. Anett Werner-Burgmann Macromedia University of Applied Sciences Hannover Dr. Elizabeth Ward Fellow an der Universität Leipzig Prof. Dr. Seán Allan Universität von St. Andrews/Schottland Prof. Dr. April Eisman Iowa State University/USA Dr. Perrine Val Université de Montpellier Paul-Valéry 21. und 22. Mai 2026 Puschkinhaus Puschkino Kardinal-Albrecht-Str. 6 06108 Halle (Saale) Eine Veranstaltung der Landeszentrale für Politische Bildung Sachsen-Anhalt, der Friedrich-Ebert-Stiftung Landesbüro Sachsen- Anhalt und der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg mit freundlicher Unterstützung der DEFA-Stiftung. 21. und 22. Mai 2026 Puschkinhaus Puschkino Literatur- verfilmungen der DEFA Symposium anlässlich des 80. Jahrestages der Gründung der DEFA Kardinal-Albrecht-Straße 6 06108 Halle (Saale) Die Teilnahme an den Veranstaltungen des Symposiums ist kostenfrei. Die Pausenversorgung erfolgt auf Selbstzahlerbasis. Anmeldung: Tel.: 0391 568760 E-Mail: info.magdeburg@fes.de Bildnachweis: „Der Untertan“, © DEFA-Stiftung/Eduard Neufeld Titel: „Der geteilte Himmel“, © DEFA-Stiftung/Werner Bergmann Rückseite: „Der Fall Ö.“, © DEFA-Stiftung/Wolfgang Ebert
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