Neue Sächsische Galerie Chemnitz präsentiert Collage – aktuelle europäische Positionen in Chemnitz; Eintritt frei
PRESSEMITTEILUNG 29.04.2026 Ausstellung Collage - aktuelle europäische Positionen Ausstellungseröffnung am Dienstag, 5. Mai 2026, 19.30 Uhr Einführung: Mathias Lindner, Kurator der Ausstellung Musik: Toni Müller, Schlagzeug; Tobias Brunn, Kontrabass Eintritt frei Ausstellung 5. Mai bis 30. August 2026 in der Neuen Sächsischen Galerie Chemnitz Jan Brokof, Joanna Buchowska, Sebastian Haslauer, Natalie Huth, Gregor Kunz, Norika Nienstedt, Isabel Reitemeyer, Sabine Rémy, Heidi Sill, Sebastian Vaas, Jens Wortmann, K Young Die Ausstellung zur zeitgenössischen Collage möchte eines der Schmuddelkinder der Kunstgeschichte ins Licht stellen. Ihre Vorteile mögen ihr häufig zum Nachteil gereicht haben. Die Collage ist weitgehend voraussetzungslos – Schere, Kleber und Papier genügen. Notfalls geht‘s auch mit der Hand statt der Schere. Die handwerkliche Voraussetzung erfüllt im Prinzip jeder. Ihr Reichtum aber in den Ausdrucksweisen, ihre oft große Kenntnis der Bildgeschichte spiegelnde Neigung zur Anspielung und ihre zumeist aus dem Schneiden sich herleitende Ferne zum Pathetischen in Form und Größe machen die Collage als Gegenausdruck zum Marktgeschrei des Spektakulären interessant. Die Nutzung fertiger Bildelemente fördert in Kombination mit der möglichen Produktionsgeschwindigkeit die assoziative, formal stimulierte Bildentwicklung und somit surreale Bildtendenzen, die eine rationale Bildorganisation zugunsten des Intuitiven überwinden. Dieser Bildprozess läuft der sonstigen Ausrichtung des gesellschaftlichen Lebens auf Verfahren, Berechenbarkeit und Wiederholbarkeit entgegen. Die Collage befriedigt Schöpfer wie Schauende, weil eine zurückgedrängte menschliche Seite vehement angesprochen wird. Begleitprogramm Chemnitzer Museumsnacht: Samstag, 9. Mai ab 18 Uhr Filmreihe zur Ausstellung: Dienstag, 19. Mai 19 Uhr: Vera Chytilova: Die Früchte des Paradieses Dienstag, 16. Juni 19 Uhr: Ari Folman: Waltz with Bashir Dienstag, 11. August 19 Uhr: Jean-Luc Godard: Weekend
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