Autobahnniederlassung Westfalen informiert über Aus- und Umbau Kreuz Wuppertal-Nord in Sprockhövel; 140+ Teilnehmer bei Infoveranstaltung
Autobahnniederlassung Westfalen informiert über Aus- und Umbau Kreuz Wuppertal-Nord in Sprockhövel; 140+ Teilnehmer bei Infoveranstaltung A1/A43/A46: Großes Interesse an Informationen zum Aus- und Umbau des Kreuzes Wuppertal-Nord | Die Autobahn GmbH des Bundes Informationsveranstaltung im Rahmen der Frühen Öffentlichkeitsbeteiligung zum Aus- und Umbau des Autobahnkreuzes Wuppertal-Nord am Montag (4.5.2026) im Martin-Luther-Gemeindehaus Sprockhövel. Sprockhövel. Das Interesse am Aus- und Umbau-Projekt Kreuz Wuppertal-Nord war groß: Mehr als 140 Bürgerinnen und Bürger, Vertreter von Verbänden, Kommunen und Politik kamen zur Informationsveranstaltung der Autobahnniederlassung Westfalen im Martin-Luther-Gemeindehaus in Sprockhövel, um im Rahmen der so genannten Frühen Öffentlichkeitsbeteiligung erste Pläne für den Umbau zu sehen und vor allem Fragen zum Projekt zu stellen. Zwei Fachvorträge – zu den Ausbauplanungen und konkret zum Thema Lärmschutz – lieferten die notwendigen Grundlagen für den anschließenden Austausch. Dabei stand für die Bürgerinnen und Bürger aus den anliegenden Kommunen vor allem die Frage nach Umleitungsverkehren im Raum, die durch die Baumaßnahmen befürchtet werden. Hier konnten die Planer beruhigen: „Wir bauen unter Verkehr“, sagte Klaus Gillmann, Leiter des Geschäftsbereich Planung in der zuständigen Außenstelle Hagen der Autobahn GmbH. „Das ist für den Bau eine Herausforderung, lässt aber den Verkehr auf der Autobahn und belastet so da kommunale Netz nicht.“ Allerdings, so schränkte Gillmann ein, komme es auch jetzt immer wieder zu Stau und damit zu zusätzlichem Verkehr in den anliegenden Kommunen. „Der Aus- und Umbau dient dazu, in Zukunft den Stau auf der Autobahn zu verhindern und damit die Region langfristig zu entlasten“, betonte er die Notwendigkeit der Baumaßnahme. Verfahren zum Baurecht Mit der frühen Beteiligung der Öffentlichkeit bereitet die Autobahn Westfalen den Start eines Planfeststellungsverfahrens vor, das für das Aus- und Umbauprojekt das notwendige Baurecht liefern soll. Im Rahmen dieses Verfahrens werden alle Betroffenen noch einmal beteiligt und können Einwendungen formulieren. Geplant ist, dieses Verfahren im Herbst 2026 einzuleiten. „Im Verlauf des Verfahrens kann es noch zu Änderungen der Planung kommen“, betonte Klaus Gillmann und erläuterte damit auch, dass konkrete Detail-Aussagen zu Kosten, Grundstückbedarf und Lärmschutz derzeit noch nicht möglich seien. Die nun vorgestellten Pläne seien die Grundlage, mit der man ins Verfahren startet. Während die Planungen für den Start des Genehmigungsverfahrens nun in den kommenden Monaten finalisiert werden, rollen im Bereich des Autobahnkreuzes dennoch schon die Bagger. Drei Brücken werden bereits in diesem Jahr erneuert. Die Verbindung von der A1 auf die A43 wird abgerissen und neu gebaut. Während der Bauphase läuft der Verkehr über eine Behelfsbrücke. Ebenfalls erneuert werden zwei Brücken, die die A1 über die Gevelsberger und Schwelmer Straße führen. Hier werden zunächst die Bestandsbauwerke ersetzt und später die Erweiterungen, die im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens genehmigt werden, angebaut. Gespräche mit Experten Wie funktioniert ein Planfeststellungsverfahren? Wie wird Lärm berechnet und ist mein Wohngebiet betroffen? Welche Verbesserungen für die Verkehrsteilnehmenden sind im Kreuz zu erwarten? An Themeninseln konnten die Gäste der Infoveranstaltung nach den Vorträgen zu unterschiedlichen Themen mit den Experten der Autobahn GmbH ins Gespräch kommen. Ralf Bernard, Teamleiter in der Planungsabteilung und für das Projekt verantwortlich, zeigte zum Beispiel am auf zusammengeschobenen Tischen ausliegenden Plan, wo künftig neue Auf- und Abfahrten entstehen und wie die Wege im Autobahnkreuz künftig ohne Ampel laufen. „Wir verbessern so die Leistungsfähigkeit dieses hoch belasteten Kreuzes und damit gleichzeitig auch die Verkehrssicherheit“, betonte er. Für Nadja Hülsmann, neue Leiterin der Außenstelle Hagen, ist der mit dem Bundesverkehrswegeplan 2030 beschlossene Aus- und Umbau eine wichtige Investition in die Region. „Wir sorgen mit dem Ersatz der Brücken und dem anschließenden Umbau des Kreuzes für eine zukunftsfähige Infrastruktur“, sagte sie und forderte die Anwesenden auf, diesen Weg konstruktiv zu begleiten. „Wir sind in der Planung offen für Anregungen und auch Kritik“, so Hülsmann. Weitere Informationen zum Projekt gibt es hier: Projekt-Detail | Die Autobahn GmbH des Bundes ...