Deutsche Bischofskonferenz veröffentlicht Zwischenruf zu Europa in Regensburg; Völkerrecht und multilaterale Zusammenarbeit stärken
Bischofskonferenz stärkt Europa den Rücken
Bischofskonferenz stärkt Europa den Rücken
Regensburg, 27. April 2026Vor dem diesjährigen Europatag veröffentlicht dieDeutsche Bischofskonferenzeinen Zwischenruf mit dem Titel„Europa, zeigʼ dich selbstbewusst!“. In dem bereits während der zurückliegenden Vollversammlung der Bischofskonferenz entwickelten Text äußern sich die Bischöfe zum Selbstverständnis Europas in einer sich verändernden Weltordnung. Sie werben für ein wertegeleitetes Handeln Europas nach innen- und außen. Das vereinte Europa sei ohne seine Werte „als Friedens-, Freiheits- und Demokratieprojekt nicht denkbar“.Der Zwischenruf richtet sich primär an politisch Verantwortliche in der EU und ihren Mitgliedstaaten sowie an den Europarat. Die Kernbotschaft ist ein Plädoyer für das vereinte Europa als wertebasiertes Projekt des Friedens und der Demokratie, für die Gültigkeit des Völkerrechts und für multilaterale Zusammenarbeit. In vier Kapiteln wird die Verantwortung der Kirche für Europa herausgestellt, eine neue „Welt-Un-Ordnung“ skizziert und dargelegt, dass das auf Einheit und Werten basierende Europa Selbstbewusstsein und Hoffnung braucht.Das Christentum, so heißt es in dem Text, müsse einen positiven, wertebasierten Beitrag zur Demokratie und zur europäischen Integration leisten: „Dieser Beitrag ist grundgelegt in der Botschaft des Evangeliums, in der wahrer Frieden zugleich Geschenk Gottes und ein Auftrag an alle Menschen ist.“ Der christliche Glaube und seine sozialethischen Prinzipien seien für viele Gründerväter und -mütter der EU ein Antrieb gewesen, der gemeinsam mit der Aufklärung das geistige Fundament Europas präge. Das Christentum mit seinem „Verständnis von Freiheit, Würde und Verantwortung“ habe „der römischen Rechts- und der griechischen Demokratietradition das Verständnis von der Würde und grundlegenden Gleichheit aller Menschen hinzugegeben“. Mit dem Zwischenruf wenden sich die Bischöfe zugleich gegen die Konzeption eines „christlichen Abendlands“ als politischer Kampfbegriff.
...