Landwirtschaftsministerin Hanka Mittelstädt präsentiert Erntebilanz 2026 in Ruhlsdorf; Trockenheit drückt Erträge; Winterraps besonders betroffen
Ministerium für Land- und Ernährungswirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz Henning-von-Tresckow-Straße 2-13, 14467 Potsdam Pressesprecher Kontakt: Gabriel Hesse Potsdam, 27. August 2026 Pressemitteilung Nummer: 171/2026 Telefon: 0331 866-7011 0331 866-7019 Mobil: 0174 6999572 E-Mail: pressestelle@mleuv.brandenburg.de Internet: https://mleuv.brandenburg.de Social Media Mittelstädt zur Erntebilanz 2026: „Schwierige Be- dingungen setzen Landwirtschaft unter Druck“ Richtlinie zur Förderung von Blühstreifen wird fortgeführt – Großes Interesse an neuer Agro- forst-Förderung Der Landesbauernverband Brandenburg (LBV) und der Gartenbauverband Berlin-Brandenburg haben heute gemeinsam mit Landwirtschaftsministerin Hanka Mittelstädt die Erntebilanz 2026 vorgestellt. In der LBV-Geschäftsstelle in Ruhlsdorf erklärte Mittelstädt dazu: „Die globalen ge- opolitischen Konflikte haben zu einem drastischen Anstieg der Kosten für Diesel und Düngemit- tel geführt, Trockenheit und Hitze wirken sich negativ auf Erträge aus. Gleichzeitig sehen sich die landwirtschaftlichen Betriebe mit niedrigen Erzeugerpreisen konfrontiert. Diese Entwick- lung setzt viele Betriebe enorm unter Druck.“ In der Pressekonferenz kündigte Mittelstädt an, die Richtlinie zur Förderung von Blühstreifen auch in den kommenden Jahren fortzuführen. Die neue Agroforst-Förderung des Landwirtschaftsministeriums, die im August gestartet ist, stößt auf großes Interesse. Das Land wird sich auch auf EU-Ebene weiterhin für eine verlässliche För- derung der Landwirtschaft einsetzen. Angesichts der aktuellen Herausforderungen begrüßt Landwirtschaftsministerin Mittelstädt die Ankündigung des Bundeslandwirtschaftsministers Alois Rainer, die EU-Düngehilfen unbürokratisch und zeitnah an die Betriebe auszuzahlen: „Das muss jetzt schnell erfolgen. Aus unserer Sicht fehlt al- lerdings eine weitere wichtige Unterstützung für die Landwirtschaft: die Einführung einer steuer- freien Risikoausgleichsrücklage. Sie erlaubt es Betrieben, in wirtschaftlich guten Jahren, Gewinne steuerfrei anzusparen und ermöglicht so in Krisenzeiten – wie bei Dürre – mit Hilfe der angesparten Rücklagen besser über die Runden zu kommen.“ Zudem blicke man gemeinsam auf die aktuellen Verhandlungen auf EU-Ebene zur Ausgestaltung der neuen Förderperiode ab 2028. Mittelstädt: „Brandenburg setzt sich hier mit den anderen ostdeut- schen Bundesländern weiter für eine verlässliche Finanzierung ein. Die geplanten Regelungen zur Kap- pung und Degression der Direktzahlungen müssen verhindert werden! Gerade für die ostdeutschen Betriebe ist entscheidend, dass die historisch gewachsenen unterschiedlichen Strukturen und Be- triebsgrößen auch künftig fair berücksichtigt werden. Wir müssen uns aber darauf einstellen, dass die EU-Agrarförderungen deutlich gekürzt werden.“
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