Saskia Unkhoff – Qualifizierung zur Multiplikatorin für Prävention sexualisierter Gewalt – Braunschweig; Schulungen künftig im Zweierteam
Saskia Unkhoff – Qualifizierung zur Multiplikatorin für Prävention sexualisierter Gewalt – Braunschweig; Schulungen künftig im Zweierteam Evangelisch-reformierte Kirchengemeinde Uelsen I m Mai wächst Hoffnung leise – und Gott geht Schritt für Schritt mit. SEXUALISIERTE GEWALT KIRCHEN GRENZENLOS SEELSORGE GEMEINDE BRIEF Ausgabe 3 | Mai - Juni 2026 ANDACHT AUS DER GEMEINDE Prävention sexualisierter Gewalt in unserer Gemeinde Im Dezember habe ich an einem Ausbildungswochenende in Braunschweig sowie an einem weiteren Ausbildungstag im Januar die Qualifizierung zur Multiplikatorin für „Prävention sexualisierter Gewalt“ abgeschlossen. Die Ausbildung sowie die künftigen Schulungen orientieren sich an den Standards des EKD-Konzeptes „Hinschauen – Helfen – Han- deln“. Dahinter steht eine klare Haltung: Verantwortung überneh- men, aufmerksam sein und im Ernstfall wissen, was zu tun ist. Inhaltlich ging es in meiner Ausbildung um Grundlagenwissen zu sexualisierter Gewalt, Täterstrategien, Dynamiken von Grenzver- letzungen, rechtliche Fragen und konkrete Handlungsschritte bei Verdachtsmomenten. Ein Schwerpunkt lag darauf, wie Prävention verständlich, sensibel und praxisnah im Gemeindeleben umgesetzt werden kann. Ein wichtiger Bestandteil meiner Qualifizierung waren zudem drei Hospitationen bei Basisschulungen in anderen Gemeinden. Diese Basisschulungen vermitteln grundlegendes Wissen, schaffen Hand- lungssicherheit und bieten Raum für Fragen und Austausch. Da- bei habe ich erlebt, wie offen und konstruktiv über dieses sensible Thema gesprochen werden kann und wie sehr es entlastet, mehr Sicherheit im eigenen Handeln zu gewinnen. Künftig werde ich mit diesem Schwerpunkt vor allem in unserer eigenen Gemeinde unterwegs sein und hier entsprechende Basis- schulungen anbieten. Wir werden die Schulungen grundsätzlich im Zweierteam durchführen. Das sorgt für fachliche Qualität, unter- schiedliche Perspektiven und eine gute Begleitung – auch dann, wenn Gespräche sensibel werden. Vielleicht denken manche: „So etwas passiert doch bei uns nicht.“ Doch sexualisierte Gewalt ist kein Randthema und kein Problem „der anderen“. Sie kann überall dort vorkommen, wo Vertrauen besteht und Kirche ist ein Vertrauensraum. Genau deshalb ist es wichtig, dass wir uns bewusst damit auseinandersetzen. Warum braucht es Prävention? Sexualisierte Gewalt geschieht meist nicht plötzlich, sondern ent- wickelt sich über Grenzverletzungen und ausgenutztes Vertrauen. Prävention setzt genau hier an: Sie stärkt Aufmerksamkeit, fördert eine Kultur des Respekts und schafft klare Strukturen. Das bedeutet konkret: • Grenzen wahrnehmen und achten • transparente Regeln und Abläufe haben • Unsicherheiten ansprechen dürfen • im Ernstfall wissen, wie man verant- wortlich handelt Es geht nicht darum, Misstrauen zu säen. Es geht darum, Verantwortung zu über- nehmen. Für alle Mitarbeitenden mit Kontakt zu Minderjährigen sind diese Schulungen verpflichtend. Darüber hinaus verstehe ich Prävention als gemeinsame Aufgabe unserer Gemeinde. Denn der Schutz von Kindern und Jugendlichen ist kein Zu- satzthema – er gehört zur Mitte unseres kirchlichen Handelns. Ich freue mich darauf, dieses wichtige Thema in unserer Gemeinde weiter zu verankern. Herzlich Saskia Unkhoff - Gemeindepädagogin Das kennen doch die meisten irgendwie, oder? Es ist die erste Frage aus dem Heidelberger Katechismus. „Dass ich mit Leib und Seele, im Leben und im Sterben nicht mir, sondern meinem getreuen Heiland Jesus Christus gehöre.“ So lautet der Beginn der (langen) Antwort! ...