Sr. Beate Schröter OSB starb am Abend des 4. August 2026 in Bethanie, Diözese Keetmanshoop, Südnamibia; im Transport ins Krankenhaus gestorben.
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Nachruf für unsere liebe Sr. Beate (Liane) Schröter OSB
“Ich habe den guten Kampf gekämpft, den Lauf vollendet, die Treue bewahrt.” (2. Tim 4,7) Diese Worte des heiligen Paulus spiegeln das Leben unserer lieben Sr. Beate Schröter OSB, wunderschön wider, die am Abend des 4. August 2026 in Bethanie, Diözese Keetmanshoop, Südnamibia, friedlich zu ihrem Schöpfer zurückkehrte. Obwohl Sr. Beate ihr Leben lang selten krank war, wurde ihr Gesundheitszustand nach der COVID-19-Erkrankung während der Pandemie fragiler. Anfang 2026 begann sie Schwindel zu erleben, und im Juni wurde sie ins Römisch-katholische Krankenhaus in Windhoek eingeliefert, wo Ärzte Blutungen zwischen Schädel und Gehirn entdeckten. Sie unterzog sich einer erfolgreichen Operation und erholte sich bemerkenswert. Am 18. Juli kehrte sie nach Bethanie zurück und bereitete sich freudig auf die Feier ihres Goldenen Jubiläums vor, das für den 15. August zusammen mit zwei weiteren Jubilären geplant war, obwohl ihr eigentliches Jubiläumsdatum der 18. April war. Am Nachmittag des 4. August erlebte Schwester Beate erneut Schwindel und ging in die nahegelegene Klinik, begleitet von Sr. Margaret Shintango und Sr. Nepembe. In der Klinik wurde bei ihr Bluthochdruck und hoher Blutzucker festgestellt. Nach der Behandlung schien sie sich kurzzeitig zu erholen. Doch plötzlich ließ sie ihre Kraft im Stich. Leise sagte sie: “Ich sterbe.” Pater Eugene Badtke OSB, wurde sofort gerufen und spendete das Sakrament der Krankensalbung, worauf sie leise antwortete: “Amen.” Ein Krankenwagen wurde gerufen, und während des Transports ins Krankenhaus übergab Sr. Beate friedlich ihr Leben dem Herrn etwa fünf Kilometer von Bethanie entfernt. Schwester Beate wurde am 12. März 1940 in Eisleben, Deutschland (heute in Ostdeutschland) geboren. Im Alter von sechs Jahren verlor sie ihre Mutter, und ihr Vater zog liebevoll alle acht Kinder – fünf Söhne und drei Töchter – allein groß. Sie sagte oft stolz: “Mein Vater liebte mich.” Später entwickelte sie eine sehr enge und liebevolle Beziehung zu ihrer Stiefmutter und schätzte viele glückliche Erinnerungen an ihre Familie. Eine ihrer Nichten erinnerte sich an sie: “Tante Liane war eine wirklich besondere Frau, die immer ein offenes Ohr für uns hatte und uns den Weg zu Gott ebnete.” Da sie in den schwierigen Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg unter kommunistischer Herrschaft aufwuchs, wurde ihr die Möglichkeit genommen, den christlichen Glauben zu praktizieren. Im Alter von zwanzig Jahren riskierte sie mit Hilfe einem ihrer Brüder alles, um allein nach Westdeutschland zu fliehen, wo sie in die lutherische Kirche eintrat. Während ihrer Pflegeausbildung und ihrer Tätigkeit im Krankenhaus kam sie durch einen ihr anvertrauten katholischen Patienten in Berührung mit dem katholischen Glauben. Diese Erfahrung führte dazu, dass sie den katholischen Glauben annahm, und wurde Katholikin in der Diözese Paderborn. Sr. Beate war eine fröhliche Person, die fast immer lächelte. Doch sie konnte auch ernst und entschlossen sein. Die Schwierigkeiten ihrer frühen Jahre formten sie zu einer Frau mit Mut, Initiative und Ausdauer. Sie scheute sich nie, mutige Schritte zu gehen, selbst wenn ihre Ideen nicht immer willkommen waren. Sie träumte groß, arbeitete hart und gab nie auf. Im Alter von einunddreißig Jahren trat sie 1971 in die Missions-Benediktinerinnen von Tutzing ein, legte am 18. April 1976 in Bernried ihr erstes Gelübde ab und legte ihr letztes Gelübde in
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