Bühnen Köln Neuausrichtung des Depots Köln-Mülheim; Kooperationshaus mit Modellcharakter
Bühnen Köln Neuausrichtung des Depots Köln-Mülheim; Kooperationshaus mit Modellcharakter Mitteilung Dezernat, Dienststelle VII/46 Vorlagen-Nummer 29.04.2026 1237/2026 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Betriebsausschuss Bühnen der Stadt Köln 07.05.2026 Neuausrichtung des Depots in Köln-Mülheim Das Depot in Köln-Mülheim, derzeit Interimsspielstätte des Schauspiel Köln, soll künf- tig als Kooperationshaus für die darstellenden Künste weiterentwickelt und langfristig gesichert werden. Der entsprechende Mietvertrag für das Depot läuft bis Dezember 2039. Ziel der Neuausrichtung ist es, den Standort strukturell zu stärken, die freie Szene einzubinden und gleichzeitig eine wirtschaftlich tragfähige Nutzung zu ermögli- chen. Kern des Konzepts ist die funktionale Aufteilung des Depots in zwei unterschiedlich profilierte Spielstätten. Das Depot 1 wird ab Sommer an den Musicalanbieter apiro Entertainment für zu- nächst fünf Jahre vermietet und soll regelmäßig Musical-Produktionen präsentieren. Durch diese Nutzung werden Einnahmen generiert, die zur Stabilisierung des Ge- samtstandorts beitragen. Das Depot 2 wird zum einen von der Freien Szene bespielt, für die hiermit ein Raum für experimentelle Formen der darstellenden Künste mit besonderem Fokus auf Tanz und Performance entsteht, und zum anderen weiterhin vom Schauspiel Köln als rechtsrheinische Spielstätte genutzt. Somit kann der für das Stadttheater etablierte Standort mit einem breiten Programm von Klassikern bis zu neuen Formaten für das Publikum aufrechterhalten werden. Es entsteht ein Kooperationshaus mit Modellcharakter, das sowohl Stadttheater als auch freie darstellende Akteurinnen und Akteure unter einem Dach zusammenführt und neue Möglichkeiten für Austausch, Produktion und Aufführung eröffnet. Wie bereits in der Sondersitzung des Betriebsausschusses Bühnen am 31.01.2026 (0038/2026) angekündigt, sind flankierend zur inhaltlichen Neuausrichtung auch bauli- che und gestalterische Maßnahmen vorgesehen. Insbesondere die Fassade des Ge- bäudes soll angepasst werden, um die neue Nutzung auch nach außen sichtbar zu machen. Der Carlsgarten vor dem Depot bleibt als zentraler Aufenthalts- und Begeg- nungsort für Publikum und Nachbarschaft erhalten, wird jedoch aufgrund absehbarer baulicher Defizite des bestehenden Containerparcours und der Grotte teilweise umge- staltet und erneuert. ...