Johannes Beleites gedenkt in Magdeburg dem 65. Jahrestag des Berliner Mauerbaus; UNESCO-Aufnahme des Grünen Bandes gefordert
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PRESSEMITTEILUNG Nr. A026 / 2026 Magdeburg, 10.08.2026
Aufarbeitungsbeauftragter Johannes Beleites: „Mauer und innerdeutsche Grenze sind bleibende Symbole des SED-Unrechtstaats“ Gedenken an den 65. Jahrestag des Baus der Berliner Mauer am 13. August 1961 „Der Bau der Berliner Mauer am 13. August 1961 war eine moralische Bankrotterklärung der SED-Diktatur“, erklärte der Beauftragte des Landes Sachsen-Anhalt zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, Johannes Beleites, zum 65. Jahrestag dieses Ereignisses. „Denn ohne den Mauerbau konnte die SED die Massenflucht aus der DDR in den Westen nicht eindämmen. Mit dieser Maßnahme sperrte sie ihre eigene Bevölkerung ein. Die Berli- ner Mauer und die innerdeutsche Grenze sind bleibende Symbole des SED-Unrechtstaats. Am 65. Jahrestag des Mauerbaus gedenken wir be- sonders der vielen Todesopfer, die das SED-Grenzregime gefordert hat, und der Menschen, die nach gescheiterten Fluchtversuchen in Haft ge- kommen sind.“ Der Aufarbeitungsbeauftragte erinnerte daran, dass im Zusammenhang mit dem Bau der Berliner Mauer auch die Grenzsicherung an der inner- deutschen Grenze etwa durch die Anlage von Minenfeldern massiv ver- stärkt wurde. Im Oktober 1961 kam es erneut zu Zwangsaussiedlungen von angeblich politisch unzuverlässigen Personen aus den Sperrgebieten an der Grenze. Auch in Sachsen-Anhalt waren davon mehrere hundert Menschen betroffen. Beleites, der auch Ko-Sprecher des Fachbeirats für das Nationale Natur- monument Grünes Band Sachsen-Anhalt ist, nahm den Jahrestag zum Anlass, an die Landesregierung und die im Landtag vertretenen Parteien zu appellieren, sich für eine Aufnahme des Grünen Bands in die Liste der UNESCO-Weltkultur- und Naturerbestätten einzusetzen. Dies sei ein wichtiges Ziel, um die Erinnerung an das SED-Unrecht und seine Opfer dauerhaft wachzuhalten und auch international sichtbar zu machen. Be- leites regte zudem an, ausreichende Mittel bereitzustellen, um Fahrten von Schulklassen an das Grüne Band zu ermöglichen. Das Grüne Band biete ideale Möglichkeiten für fächerübergreifende Projekte, um sich mit Natur und Geschichte gleichermaßen zu beschäftigen.
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