Johann Schweikard von Kronberg, 400. Todestag, Burg Kronberg; Wissenschaftliches Kolloquium am 19. September 2026
Kurfürst, Erzbischof und Reichskanzler. Zum 400. Todestag Schweikards von Kronberg | Institut für Mainzer Kirchengeschichte Bistum Mainz
Datum: Di. 11. Aug. 2026
Kurfürst, Erzbischof und Reichskanzler. Zum 400. Todestag Schweikards von Kronberg
Einladung zum Zweiten Kronberger Geschichtssymposium, Samstag 19. September 2026, Burg Kronberg
Am 17. September 1626 verstarb Johann Schweikard von Kronberg, der seit 1604 als Erzbischof und Kurfürst das Erzbistum und Erzstift Mainz regiert hatte. Als Mainzer Erzbischof kam Schweikard von Kronberg, wie in der Goldenen Bulle von 1356 festgelegt, zusätzlich das Amt des Reichserzkanzlers zu. Damit einher ging eine nicht zu unterschätzende Machtfülle, die bereits Zeitgenossen dazu veranlasste, den Mainzer Erzbischof als „zweiten Mann des Reiches“ zu charakterisieren. Johann Schweikard von Kronberg oblag nicht nur das Direktorium des Reichstags und das Recht, die Reichsgerichte zu visitieren, als erster unter den Kurfürsten verantwortete und leitete er die Kaiserwahlen Matthias‘ (1612) und Ferdinands II. (1619). Obwohl sich Schweikard bereits in seiner Wahlkapitulation zur Rekatholisierung des Erzstifts Mainz verpflichtet hatte, suchte er auf der Reichsebene zunächst durch eine gemäßigte und kompromissbereite religionspolitische Haltung der Polarisierung der Konfessionen entgegenzuwirken. Die politischen Ereignisse von 1618
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