Patienten berichten Erfahrungen in LWL-Klinik Marsberg, NRW; Fehldiagnose, Abbruch nach vier Wochen
Erfahrungen mit LWL-Klinik Marsberg, NRW, 05.08.2026
Ich bin auf der Station 26
3 unglaublich liebevoll aufgenommen worden. Kurz danach war man dann aber komplett auf sich gestellt. Da es für mich schwer ist um Hilfe zu bitten bzw. Fragen zu stellen, habe ich fast ausschließlich meine Zeit alleine auf dem Zimmer verbracht. Ein Gespräch zur Bezugspflege fand nie statt. Man bekommt den Therapieplan und muss dann selbst alles herausfinden. Es geht alles sehr langsam, also bis zum 1. Gespräch mit Therapeuten und anschließender Diagnose. Dennoch, war die Therapeutin sehr einfühlsam und ich habe mich das erste Mal verstanden gefühlt. Wenn man sich etwas versucht zu integrieren und sich traut Fragen zu stellen, dann kann man hier ziemlich viel erreichen. Für jemanden mit meiner Symptomatik, war dies allerdings schwierig. Dennoch muss man sagen, dass die Pfleger auch viel auf meine Bedürfnisse eingegangen sind. Beispielsweise durfte ich alleine Mittag essen und habe ein Einzelzimmer erhalten, wofür ich nach wie vor unglaublich dankbar bin. Ich habe mich jedoch am Ende etwas unter Druck gesetzt gefühlt mehr zu schaffen, kleine Schritte wurden nicht wahrgenommen. Mit der Therapeutin wurde vereinbart, dass ich in einer anderen Klinik besser aufgehoben bin und somit bin ich nach 4 Wochen mit kaum Erfolg nach Hause. Zusammenfassend: Wer gerne unter Menschen ist, wird hier eine tolle Zeit haben. Es gibt tolle Gruppentherapie Angebote und viele Brettspiele, Tischtennis, usw. Wer etwas tiefer liegende Probleme hat, insbesondere im Umgang mit anderen Menschen und somit nur von Einzeltherapien profitieren würde, der wird es hier deutlich schwieriger haben und sollte sich gut überlegen, ob es die Zeit wert ist. Meine Zeit hier war nicht verschwendet, aber das hätte man eben auch ambulant erreichen können ohne diesen ganzen emotionalen Stress. *Essen war ok; Putzfrau wischt nur schnell durch, überall silberfische und spinnennetze
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