ver.di ruft zu Warnstreiks bei Deutsche Telekom in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen; Ganztägige Warnstreiks am 29. April 2026

ver.di ruft zu Warnstreiks bei Deutsche Telekom in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen; Ganztägige Warnstreiks am 29. April 2026 Tarifverhandlungen im Telekom-Konzern - kein Angebot in der 2. Verhandlungsrunde | Landesbezirk Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen Warnstreik in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) bewertet den Verlauf der zweiten Verhandlungsrunde in der Tarifrunde Deutsche Telekom als enttäuschend und ruft zu ersten vollschichtigen Warnstreiks in dieser Woche in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen auf. „Die Arbeitgeberseite verkennt offensichtlich die Lebensrealität der Beschäftigten“, sagte ver.di-Verhandlungsführer Frank Sauerland. „Wir werden es nicht hinnehmen, wenn das Management aus Rekordumsätzen und Rekordergebnissen nur Rekorddividenden für Aktionäre ableitet und diese über die berechtigten Forderungen der Beschäftigten stellt. Die multiplen Krisen der vergangenen Jahre haben die Reallohnentwicklung nachhaltig geschwächt und stellen die Beschäftigten, auch angesichts der wieder anziehenden Preise, weiterhin vor große Herausforderungen. Dafür muss ein Ausgleich geschaffen werden.“ „Die zweite Verhandlungsrunde endete für uns enttäuschend. Statt auf die berechtigten Forderungen der Beschäftigten einzugehen und ein Angebot in die Verhandlungen einzubringen, stellt die Arbeitgeberseite die Zukunftsfähigkeit der Telekom in Deutschland in Abhängigkeit eines maßvollen Tarifabschlusses. Das erfordert nun eine Reaktion der Beschäftigten“ sagt Rene List, ver.di-Landesarbeitskampfleiter für den Tarifbereich Deutsche Telekom in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen, ruft ver.di für die kommenden Tage nun zu ersten Warnstreiks im gesamten Bundesgebiet auf. Am 29. April 2026 werden Beschäftigte in der Region Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen zum ganztägigen Warnstreik aufgerufen. Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) fordert in der diesjährigen Tarifrunde Deutsche Telekom für bundesweit rund 60.000 Tarifbeschäftigte eine Entgeltsteigerung in Höhe von 6,6 Prozent, bei einer Laufzeit des Tarifvertrags von zwölf Monaten. Zusätzlich fordert ver.di die Einführung eines ver.di-Mitgliederbonus in Höhe von 660 Euro im Jahr. Die Ausbildungsvergütungen sowie die Entgelte der dual Studierenden sollen um monatlich 120 Euro erhöht werden. Für diese fordert ver.di einen zusätzlichen Mitgliederbonus in Höhe von 240 Euro im Jahr. Der Telekom-Konzern in Deutschland besteht aus insgesamt 20 verschiedenen tarifgebundenen Konzernunternehmen, in denen jeweils eigenständige Tarifverträge gelten. Ein Großteil der Entgelttarifverträge hat eine Laufzeit bis zum 31. März 2026. ver.di und Deutsche Telekom AG haben im Vorfeld der Tarifrunde eine Vereinbarung über gemeinsame Verhandlungen für diese Gesellschaften geschlossen. V.i.S.d.P.: Oliver Greie ver.di-Landesbezirksleiter für Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen für den Inhalt: der jeweilige Fachbereich bzw. Bezirk Pressestelle: Karl-Liebknecht-Str. 30-32 04107 Leipzig Tel. 0341 52901 110 Fax 0341 52901 500 eMail: lbz.sat@verdi.de Internet: www.sat.verdi.de

April 29, 2026