Volker Koepp präsentiert Landstück Mobiles Kino Uckermark am Gut Temmen Standort; Publikum erlebt direkte Begegnungen mit Protagonisten
Volker Koepp präsentiert Landstück Mobiles Kino Uckermark am Gut Temmen Standort; Publikum erlebt direkte Begegnungen mit Protagonisten Ein Film kehrt an seinen Schauplatz zurück, Mobiles Kino Uckermark auf dem Gut Temmen - mkc-templin.de Ein Film kehrt an seinen Schauplatz zurück, Mobiles Kino Uckermark auf dem Gut Temmen Zehn Jahre nach seiner Premiere auf der Berlinale war Volker Koepps „Landstück“ noch einmal dort zu sehen, wo Teile des Films entstanden sind. Das Mobile Kino Uckermark machte am 22. August auf dem Gut Temmen Station – und aus der Vorführung wurde auch eine Begegnung mit Menschen und Geschichten des Films. Manche Filme verändern sich, wenn sie an den Ort ihrer Entstehung zurückkehren. Am Sonnabendabend war das auf Gut Temmen gab es solche Momente. Zum Dokumentarfilm „Landstück“ waren viele Menschen gekommen, um ihn dort zu sehen, wo Filmemacher Volker Koepp vor mehr als zehn Jahren mit der Kamera unterwegs gewesen war. „Landstück“, 2016 im Forum der Berlinale uraufgeführt, ist eine jener behutsamen Langzeitbeobachtungen, für die Volker Koepp bekannt ist. Der Film blickt auf die Uckermark, auf ihre Landschaft und die Menschen, die sie bewirtschaften und bewohnen. Dem Filmemacher gelingt es auf bewundernswerte und teils sehr amüsante Weise, seine Protagonisten zum Reden zu bringen. Er nimmt sie ernst, er hört zu. Er erträgt Stille und kann warten. In „Landstück“ geht es um Landwirtschaft und Naturschutz, um die Umbrüche nach 1990, um Boden, Besitz und Heimatgefühl. Darum, was man lernt, wenn man mit 13 Jahren Schafe hütet. Ums Leben in der Uckermark. Themen, die ein Jahrzehnt später nicht an Aktualität verloren haben. Auch Gut Temmen und seine Bewohner gehören zu dieser Erzählung. Volker Koepp sprach für den Film unter anderem mit dem inzwischen verstorbenen Rolf Henke. Dessen Tochter Pauline Henke stand nun gemeinsam mit dem Regisseur vor der Leinwand, als MKC-Geschäftsführerin Kathrin Bohm-Berg zum kurzen Gespräch bat. Und auch einige der damaligen Protagonisten waren an diesem Abend im Publikum. Filmzeit und Gegenwart vermischten sich. Für Volker Koepp ist die Uckermark ohnehin weit mehr als eine Filmkulisse. Der Dokumentarfilmer lebt selbst ganz in der Nähe, in Herrenstein, und hat die Region wiederholt zum Gegenstand seiner Arbeit gemacht. Nach “Das weite Feld“ von 1976 hatte er mit „Uckermark“ Anfang der 2000er-Jahre die Veränderungen nach der Wende beobachtet; 2016 dann der Film „Landstück“ – der auch die ersten beiden Streifen zitiert und Prozesse deutlich macht. Und so gelang mit der Aufführung in Temmen, mit den Begegnungen und Gesprächen am Sonnabendabend ein „Weiterdreh“, der Kontinuität und Veränderung eindrucksvoll sichtbar macht. Und, fragte Kathrin Bohm-Berg, wird es weitere Filme über die Uckermark geben? Volker Koepp: „Wir werden sehen.“ Besondere Filme an besonderen Orten gibt es noch drei Mal in diesem Sommer: am 28.8. in Groß Schönebeck, am 4. 9. In Dauerthal und zum Finale am 5.6. in Vietmannsdorf. ...