Claus Feldmann nutzt Nanopartikel als Shuttles zur Legierung nicht mischbarer Metalle am KIT; Reinhart Koselleck-Projekt, 750.000 Euro über fünf Jahre
Nanopartikel ermöglichen neue Kombinationen bisher nicht mischbarer Metalle
Nanopartikel ermöglichen neue Kombinationen bisher nicht mischbarer Metalle
Metalleweisen vielfältige Eigenschaften auf. Diese miteinander zu kombinieren, eröffnet neue Perspektiven für viele Zukunftstechnologien. Doch einige Metalle lassen sich bisher nicht miteinander mischen. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) setzt der Chemiker Professor Claus Feldmann Metall-Nanopartikelals Mittler ein, um neuartigeLegierungenzu ermöglichen. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert sein Vorhaben als Reinhart Koselleck-Projekt für hochinnovative und risikobereite Projekte mit 750 000 Euro über fünf Jahre.„Metallische Werkstoffe sind die Basis für wichtige Komponenten vieler Zukunftstechnologien, beispielsweise in den Feldern Energie,Elektronik, Automotive sowie Luft- und Raumfahrt“, sagt Professor Oliver Kraft, Vizepräsident Forschung, Lehre und Akademische Angelegenheiten des KIT. „Claus Feldmann schafft mit seiner Nanopartikel-Forschung die Grundlagen für völlig neuartige Legierungen. Wir sind stolz auf diesen herausragenden Wissenschaftler und gratulieren ihm herzlich dazu, mit einem Reinhart Koselleck-Projekt die höchstdotierte Exzellenzförderung der DFG für Einzelpersonen eingeworben zu haben.“Professor Claus Feldmann, Forschungsgruppenleiter am Institut fürAnorganische Chemiedes KIT, untersucht „Nanopartikel als Shuttles zur Legierung nicht-mischbarer unedler Metalle“ – so der Titel seines Projekts. Das heißt, Nanopartikel dienen ihm als Mittler, um Metalle zusammenzubringen, die sich bis jetzt nicht miteinander mischen lassen. Immerhin 80 Prozent aller bekannten chemischen Elemente sind Metalle. Sie zeichnen sich durch hohe elektrische Leitfähigkeit, hohe Wärmeleitfähigkeit, plastische Verformbarkeit und metallischen Glanz aus. Abgesehen davon weisen sie unterschiedliche, teils sogar einander entgegengesetzte Eigenschaften auf. Die Verschmelzung von solchen Metallen könnte künftig neueHochleistungswerkstoffeermöglichen.
...