Berliner Bezirkspolitikerinnen und Politiker besuchen leben lernen gGmbH-Einrichtungen in Berlin; Betroffene erhalten Stimme per Videobotschaften
Ein ungewöhnlicher Dialog: leben lernen lädt die Politik direkt in ihre Einrichtungen
Eine scheinbar harmlose Treppe, ein fehlendes Logo am Wohnhaus oder Medikamente, die nur über ein Krankenhaus organisiert werden können: Oft sind es kleine Beobachtungen, die den Blick auf den Alltag von Menschen mit komplexen Beeinträchtigungen verändern. Solche Eindrücke sammelten Berliner Bezirkspolitikerinnen und -politiker bei Besuchen in Wohn- und Beschäftigungseinrichtungen der leben lernen gGmbH. Im Vorfeld der Wahlen zum Berliner Abgeordnetenhaus und zu den Bezirksverordneten- versammlungen hatte das Unternehmen Vertreterinnen und Vertreter verschiedener demokratischer Parteien eingeladen, die Einrichtungen, Arbeitsangebote und Besonderheiten des Trägers kennenzulernen. Ziel war es, gelebte Inklusion sichtbar zu machen und Einblicke in den Alltag der Menschen in Betreuung zu ermöglichen. Eingeladen wurden Politikerinnen und Politiker aus den Bezirken, in denen leben lernen mit seinen Angeboten vertreten ist, und die sich zudem in Ausschüssen oder als Sprecherin in den Bereichen Arbeit, Soziales und Inklusion engagieren. Die hier geschilderten Eindrücke stehen stellvertretend für zahlreiche Gespräche mit Politikerinnen in den vergangenen Wochen. Diese fanden bewusst vor Ort statt, da politische Entscheidungen direkten Einfluss auf das Leben der betreuten Menschen haben. Auch die Leistungsberechtigten selbst bekamen durch den persönlichen Kontakt und Videobotschaften eine Stimme. Zur Sprache kam auch das kürzlich veröffentlichte interne Arbeitspapier von Bund, Ländern und kommunalen Spitzenverbänden mit 70 Kürzungsvorschlägen für die Eingliederungs- und Jugendhilfe. Die Gespräche vor Ort machten deutlich, welche konkreten Folgen solche Maßnahmen für die Betroffenen hätten und warum sie nicht umgesetzt werden dürfen.
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