US-Einzelhandel Juli sinkt 0,6% M/M in den USA; Autohäuser -1,8% M/M
Macro Research News Flash 14. August 2026
USA: König Fußball rettet den Monat für den US-Einzelhandel nicht! Veröffentlichung Aktuell Prognose NORD/LB Vormonat Einzelhandelsumsätze M/M -0,6% 0,0% 0,2% Einzelhandelsumsätze ex Auto M/M -0,3% 0,2% -0,2% Quellen: Commerce Dept., NORD/LB Research Einschätzung
Für den Berichtsmonat Juli wurde mit Blick auf die US-Einzelhandelsumsätze ein überraschend ausgeprägter Rückgang um 0,6% M/M gemeldet. Die ungewöhnlich frühen Prime Days bei Amazon, die im Juni noch geholfen haben, werden nun fast schon zum Boomerang und belasten das saisonbereinigte Umsatzvolumen. Dieser durchaus erwartbaren Entwicklung steht zwar die Weltmeisterschaft im Fußball gegenüber, die vor allem den Restaurants im ganzen Land zusätzliche Kunden gebracht haben dürfte. Diese Effekte sind aber offenkundig durch andere Entwicklungen doch deutlich stärker in den Hintergrund gedrängt worden, als wir eigentlich erwartet hatten. König Fußball kann den Monat für den US-Einzelhandel also nicht retten! Verschiedene Datenverzerrungen prägen damit wohl das Bild; insofern ist bei der Interpretation der heutigen Zahlen sicherlich eine besondere Vorsicht nötig. Die Schwäche der Absatzzahlen in den Autohäusern muss aber natürlich als bemerkenswert bezeichnet werden. Erwartungsgemäß kamen am aktuellen Rand keine stützenden Impulse aus den Autohäusern, die mit einem Umsatzrückgang von beachtlichen 1,8% M/M zu kämpfen hatten. Daten aus Branchenkreisen sendeten zuletzt schon frühzeitig Signale in diese Richtung, die Abschwächung präsentiert sich letztlich aber doch sehr ausgeprägt. Unter Ausklammerung der Automobile zeigte sich im US-Einzelhandel folglich eine Verringerung der Umsätze um „nur“ 0,3% M/M. Bei den eng mit dem Immobilienmarkt der USA verknüpften Kategorien Möbel und Baumaterial zeigte sich im Juli ein regelrechter Anstieg im Gleichschritt. Beide Zeitreihen konnten um 0,3% M/M zulegen. Vor allem beim Baumaterial kann wohl von einer leicht positiven Überraschung gesprochen werden. Die für die BIP-Erhebung in den Vereinigten Staaten zentrale Kontrollgruppe der Einzelhandelsumsätze ist im Juli um 0,4% M/M gefallen. Der zuletzt nicht sonderlich starke Lohnanstieg ist zweifellos eine gute Nachricht für die Geldpolitiker in Washington. Das nominale Lohnwachstum von 3,2% Y/Y hilft der Finanzsituation der privaten Haushalte angesichts einer Erhöhung der Konsumentenpreise um 3,4% Y/Y aber natürlich eher nicht.
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