Thüringer Bauhauptgewerbe meldete im 1. Halbjahr 2026 kumulierte Auftragseingänge von 1,3 Mrd Euro in Thüringen; Öffentlicher Bau +22,7%
Verbreitung der Pressemitteilung mit Quellenangabe erwünscht. Seite 1 von 5 Thüringer Landesamt für Statistik Postfach 90 01 63 99104 Erfurt www.statistik.thueringen.de Pressemitteilung 205/2026 Weitere Auskünfte erteilt: Sachgebiet Verarbeitendes Ge- werbe, Baugewerbe, Investitions- erhebung Telefon +49 (0) 361 57334-3222 Pressestelle Telefon +49 (0) 361 57331-9113 presse@statistik.thueringen.de Erfurt, 21. August 2026
Positive Auftrags- und Umsatzlage im Thüringer Bauhauptgewerbe im 1. Halbjahr 2026 Die berichtspflichtigen Betriebe des Thüringer Bauhauptgewerbes mit im Allgemei- nen 20 und mehr tätigen Personen meldeten im 1. Halbjahr 2026 kumulierte nomi- nale Auftragseingänge in Höhe von 1,3 Milliarden Euro. Dies entspricht einem deut- lichen Anstieg von 217,7 Millionen Euro (+20,8 Prozent) im Vergleich zum Vorjahres- zeitraum. Nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik lag der nomi- nale baugewerbliche Umsatz in der 1. Jahreshälfte bei rund 1,1 Milliarden Euro und somit 1,2 Prozent über dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Vergleich nach Bauarten Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum wiesen alle Bauarten höhere Auftragsein- gänge auf, insbesondere der öffentliche Bau und Straßenbau mit einem absoluten Auftragsplus in Höhe von 131,4 Millionen Euro (+22,7 Prozent). Die Aufträge für den Wohnungsbau lagen um rund 29,0 Millionen über dem Vorjahreswert und verzeich- neten somit einen deutlichen relativen Anstieg von 45,3 Prozent. Der baugewerbliche Umsatz war im 1. Halbjahr 2026 um rund 12,4 Millionen Euro (+1,2 Prozent) höher als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Dazu trugen der öf- fentliche Bau und Straßenbau mit einem Umsatzplus von 1,1 Prozent und der ge- werbliche Bau mit einer Umsatzsteigerung von 2,6 Prozent bei. Im Bereich des Wohnungsbaus wurden die Vorjahreswerte noch nicht erreicht (-5,6 Prozent im Ver- gleich zum Vorjahreszeitraum). Regionaler Vergleich Auf regionaler Ebene zeigte sich weiterhin eine heterogene Entwicklung. In 11 Landkreisen und kreisfreien Städten registrierten die Betriebe Umsatzsteigerun- gen im Vergleich zum Vorjahr, unter anderem im Landkreis Greiz (+33,7 Prozent) und in der Stadt Jena (+25,3 Prozent). In 9 Kreisen lagen die Umsätze jedoch teils deutlich unter dem Niveau des Vorjahreszeitraums, insbesondere in der Stadt Gera (-45,4 Prozent) und im Landkreis Gotha (-20,3 Prozent). Bei Betrachtung der absoluten Umsatzzahlen bleibt die Stadt Erfurt die umsatz- stärkste Region im 1. , gefolgt vom Landkreis Nordhausen, dem Weimarer Land, dem Wartburgkreis und dem Landkreis Eichsfeld.
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