Naturfreibad Troase in Trossingen; 20% niedrigere Betriebskosten
Naturfreibad: Natürlich erfrischend | Netzwerk Südbaden
Vielerorts werden klassische Schwimmbäder zu Naturfreibädern umgebaut. Warum deren Bau und Betrieb deutlich günstiger sind, wie Wasserreinigung ohne Chlor funktioniert und vor welchen Problemen die Betreiber der biologischen Alternativen manchmal stehen, erklären zwei Experten.
Klar ist das Wasser zwar nicht, aber dafür schön kühl, herrlich erfrischend und angenehm auf der Haut. In der Troase in Trossingen ist an diesem Sonntagvormittag noch nicht viel los. Auch hier oben, auf mehr als 700 Metern Höhe, ist die Hitze der vergangenen Wochen angekommen. Der Ausflug ins Freibad daher Standard für viele Familien. Die Troase ist aber kein herkömmliches Schwimmbad. Seit 2005 wird sie als Naturfreibad betrieben. Naturfreibäder sind künstlich angelegte Freibäder, deren Wasser biologisch statt chemisch gereinigt wird. Sie sehen aus wie klassische Freibäder mit Schwimmbecken, Liegewiesen und Infrastruktur. In Trossingen gibt es zum Beispiel einen Kiosk mit Plastikstühlen und roten Sonnenschirmen, Umkleidekabinen, Sanitärbereiche, Babybecken, Wasserrutsche, Seilbahn und Spielplatz. „Das Wasser besteht ausschließlich aus Trinkwasser“, sagt Daniel Sasse, Badleiter in Trossingen. Der große Unterschied ist die Wasseraufbereitung – sie macht auch einen optischen Unterschied: Im Naturfreibad leben etwa 120 bis 180 verschiedene Tier- und Pflanzenarten sowie Mikroorganismen. Diese Lebensgemeinschaft ist Bestandteil des biologischen Reinigungssystems.
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