Wildlebende Hausmäuse auf deutschen Bauernhöfen tragen Antibiotikaresistenzgene; 50 Prozent der Nutztier-ARGs in Mäusen
Wildlebende Hausmäuse auf deutschen Bauernhöfen tragen Antibiotikaresistenzgene; 50 Prozent der Nutztier-ARGs in Mäusen Leibniz-Gemeinschaft: Ökologische Brücken Viele Nutztier-Resistenzgene finden sich auch in Bauernhofsmäusen wieder. Damit könnten Wildtiere eine ungeahnte Rolle bei der Ausbreitung von Antibiotikaresistenzen spielen. 26.08.2026 · News · Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung · Lebenswissenschaften · Forschungsergebnis Antibiotikaresistenzen bei Menschen und Nutztieren sind eine große gesundheitliche Herausforderung. Eine neue Studie in der Fachzeitschrift „Nature Communications“ legt offen, dass dieses Problem nicht an Krankenhaustüren oder Bauernhoftoren endet – vielmehr lassen sich Antibiotika-Resistenzgene (ARG) auch in Wildtieren nachweisen. Ein Team unter der Leitung des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (Leibniz-IZW) und des Max Delbrück Centers konnte zeigen, dass wilde Mäuse auf Bauernhöfen circa 50 Prozent der ARG von Rindern, Schweinen oder Geflügel in sich tragen und dass unter anderem die Intensität der Tierhaltung maßgeblich bestimmt, welche und wie viele Resistenzgene in das Mikrobiom der Mäuse übertragen werden. ...