Bele Schneider und Hans Dischner, Ausstellung über 1951er Umsiedlung in Velburg; 1.162 Menschen umgesiedelt, Inventar verstreut
Bele Schneider und Hans Dischner, Ausstellung über 1951er Umsiedlung in Velburg; 1.162 Menschen umgesiedelt, Inventar verstreut Bistum Eichstätt: Als aus Dörfern Niemandsland wurde Als aus Dörfern Niemandsland wurde Velburg - Haus, Hof und Heimat verlassen und anderswo neu anfangen: Menschen, deren Dörfer Stauseen oder Talsperren im Weg waren, mussten das schon erleben. Besonders dramatisch und innerhalb kürzester Zeit verlief eine Umsiedlung, von der im Herbst 1951 viele Familien im Grenzgebiet zwischen den Diözesen Eichstätt und Regensburg betroffen waren. Nicht weil dort eine gigantische Baumaßnahme angestanden wäre, sondern weil die Weltpolitik die Karten mischte, weil man die Forderung der US-Streitkräfte nach einem Truppenübungsplatz in Süddeutschland erfüllte. Die Nachricht, die den Leuten buchstäblich den Boden unter den Füßen wegzog, kam mitten in der Erntezeit, am 13. August. Drei Monate später, zum Stichtag 15. November, hatten 1.162 Menschen Abschied genommen, lagen Hunderte Bauernanwesen brach, waren Dutzende Kirchen dem Verfall preisgegeben. 75 Jahre später lässt eine Ausstellung in Velburg die Erinnerung wieder aufleben und geht dabei auch der Frage nach dem Verbleib des Kircheninventars nach. ...