Axpo Österreich feiert 25-jähriges Jubiläum in Österreich, mit Fokus auf PPAs und Flexibilität; Kundschaft in Slowakei, Tschechien, Slowenien
25 Jahre Axpo in Österreich | Axpo
12.08.2026 | 25 Jahre Axpo in Österreich Axpo feiert heuer ihr 25-jähriges Jubiläum in Österreich. Im Interview spricht Geschäftsführer Roman Stütz, der das Team in Österreich führt, über die intensivsten Jahre seiner Laufbahn, neue Geschäftsfelder wie PPAs und die wachsende Bedeutung von Flexibilität im Energiemarkt. Gleichzeitig erklärt er, warum Axpo gerade in einem volatilen Umfeld verlässlich bleibt und wo er die grössten Chancen für die nächsten Jahre sieht. Axpo feiert dieses Jahr ihr 25-jähriges Bestehen in Österreich. Heute arbeitet hier ein Team von sieben Mitarbeitenden, das zudem auf die Expertise von zwei Kollegen am Axpo Hauptsitz in Baden zurückgreifen kann. Auch das Leistungsangebot hat sich in den vergangenen Jahren deutlich weiterentwickelt. Zum traditionellen Origination-Kerngeschäft mit Stromversorgung für Industrie- und Retailkunden, Marktzugang mit Strom- und Gastrading sowie strukturierten Produkten (wie zB ein virtuelles Gaskraftwerk) ist in den vergangenen Jahren ein starkes Wachstum bei flexiblen Produkten wie PPAs gekommen. Veränderte Marktpreise und neue gesetzliche Rahmenbedingungen haben hier neue Chancen eröffnet. Ein echtes «Window of Opportunity» für das Geschäft von Axpo in Österreich, wie Roman Stütz sagt. Zum 25-Jahr-Jubiläum von Axpo in Österreich haben wir mit Roman Stütz gesprochen und ihm fünf Fragen gestellt - alle mit der Zahl 5 im Mittelpunkt. Zusammengenommen ergeben sie am Ende 25 und schlagen so den passenden Bogen zum Jubiläum. Roman, wir haben bereits zu eurem 20-Jahr-Jubiläum miteinander gesprochen. Nun sind 5 Jahre vergangen und wir feiern dieses Jahr das 25 Jahr-Jubiläum von Axpo in Österreich. Was hat sich in den letzten 5 Jahren verändert? Die letzten fünf Jahre waren die intensivsten, die ich im Energiehandel je erlebt habe. Auf den russischen Einmarsch in die Ukraine folgte die Energiekrise 2022 und zuletzt der aktuelle Nahostkonflikt. Alle diese Entwicklungen hatten eines gemeinsam: Bis sie Realität wurden, schienen sie kaum vorstellbar. Für die gesamte Energiebranche bedeutete das einen enormen Stresstest. Für Axpo war diese Zeit zugleich der Beweis, dass unser Risikomanagement funktioniert. In diesen herausfordernden Jahren konnten wir unseren Kundinnen und Kunden gerade dann Stabilität bieten, als sie es am nötigsten hatten. So haben wir unsere Kunden beispielsweise darin beraten, wie sie ihr Risikoprofil optimal an die veränderten Marktbedingungen anpassen können. Gleichzeitig haben wir uns nicht nur bewährt, sondern auch konsequent weiterentwickelt. 2021 waren wir noch vor allem in der Vollversorgung mit Strom und Gas für Industriekunden und Grosshändler tätig und beschäftigten uns stark mit dem Thema Marktzugang. Heute sind wir in diesen Bereichen weiterhin aktiv, aber wir sind deutlich breiter und grösser aufgestellt. Hinzugekommen beziehungsweise deutlich stärker geworden sind unter anderem Power Purchase Agreements (PPAs), also langfristige Stromabnahmeverträge, in denen wir heute noch aktiver unterwegs sind als früher. Zusätzlich hat auch das Flexibilitätsmanagement stark an Gewicht gewonnen, insbesondere im Zusammenhang mit Grossbatterien. Diese Entwicklung zeigt: Gerade in Krisen entstehen oft auch neue Chancen. Was sind deine Highlights in den vergangenen 5 Jahren? Für mich ist es immer ein Highlight, wenn wir etwas zum ersten Mal machen. Da kommen mir gleich mehrere Momente in den Sinn. Der Ausgangspunkt liegt für mich im Jahr 2014. Damals haben wir zwei Dinge parallel aufgebaut, die bis heute das Fundament unseres Geschäfts sind: die Strom- und Gasversorgung für Industriekunden als verlässliches Kerngeschäft – und mit unserem ersten PPA-Abschluss den Einstieg in die langfristigen Stromabnahmeverträge aus erneuerbaren Quellen. Beides war damals Pionierarbeit, und beides ist seither kontinuierlich gewachsen. Ohne dieses Fundament gäbe es die letzten fünf Jahre in dieser Form nicht. 2025 haben wir begonnen, unabhängige Stromlieferanten zu bedienen, also Anbieter, die selbst keine eigene Erzeugung oder Handelsinfrastruktur haben und für ihre Beschaffung auf einen Partner wie uns setzen. Das ist eine ganz neue Kundengruppe für uns, mit eigenen Anforderungen und eigener Logik. Im gleichen Jahr sind wir ins Bahnstromgeschäft eingestiegen – ein eigenes Marktsegment mit eigenen Regeln. Und wir haben mit der Vermarktung von Batteriespeichern (BESS) begonnen. Das ist inhaltlich das Thema, das mich am aktuell meisten reizt: Hier verbindet sich technisches Verständnis mit echter Marktarbeit, und ich bin überzeugt, dass es in den nächsten Jahren zu einem unserer wichtigsten Geschäftsfelder wird. Und nicht zuletzt ist es für mich ein besonderer Erfolg, dass wir von Österreich aus seit etwas mehr als fünf Jahren auch Kunden in der Slowakei, Tschechien und Slowenien betreuen. Im Vergleich zu früher sind wir heute also in einen dreimal so grossen Markt tätig. Eine tolle Leistung für ein Team unserer Grösse. Welche grössten «Game Changer» siehst du in der Energiebranche in den nächsten 5 Jahren, die sich allenfalls manifestieren? Und wie trägt Axpo dazu bei? Für mich sind in den nächsten fünf Jahren vor allem zwei Themen echte Game Changer: Batterien und die Elektrifizierung des Energiesystems. Bei ersterem hinkt Österreich im internationalen Vergleich noch etwas hinterher. Gerade dann, wenn ein Batterie-Asset mit einem weiteren Asset wie Solar und
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