Bischof Bertram Meier Grußwort beim Paneuropa Friedensforum in Augsburg; Friedensmacht Europas durch gerechte internationale Ordnung.
„Frieden in Gerechtigkeit aufbauen“ Grußwort von Bischof Dr. Bertram Meier beim Paneuropa Friedensforum anlässlich des Augsburger Friedensfestes 2026 zum Thema „Friedensmacht Europa – Pazifismus als Realpolitik“ am 6. August 2026 im Augustana-Saal in Augsburg
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Dr. Freund, sehr geehrter Herr Dr. Voß, sehr geehrte Mitglieder des Präsidiums, meine sehr geehrten Damen und Herren, seien Sie alle herzlich willkommen in der Friedensstadt Augsburg, wo wir alljährlich in den Tagen rund um den 8. August mit einem reichhaltigen Kulturprogramm an die Aussöhnung der christlichen Konfessionen nach den Religionskriegen des 16. und 17. Jahrhunderts erinnern. Als der später heiliggesprochene Papst Johannes Paul II. bei seiner Apostolischen Reise durch Deutschland in Augsburg Station machte, hielt er im Rahmen einer ökumenischen Wort-Gottes-Feier am 4. Mai 1987 in der Ulrichsbasilika eine noch heute höchst bemerkenswerte Ansprache, in der er die Frage stellte: „Was wird aus unserer Welt? Was muss geschehen, damit inmitten aller Gefahren das Reich Gottes anbricht, das Reich der Gerechtigkeit, der Liebe und des Friedens?“1 Seit es Menschen gibt, gibt es die Erfahrung von Krieg und Leid sowie die Suche nach Wegen zum Frieden. Die entscheidende Antwort, die Papst Johannes Paul II. damals aus der Heiligen Schrift ableitete, mag uns noch heute bei unseren Überlegungen wegweisend sein, weil sie konfessionelle und nationale Grenzen überschreitet. Sie lautet: „Gottes Reich soll durch Gottes Geist im Innersten der Seinen beginnen und sich von dort ausbreiten.“2
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