GEW Niedersachsen fordert Arbeitszeiterfassung für Lehrkräfte in Niedersachsen; GEW-App startet nach Herbstferien
Arbeitszeiterfassung / Personalbedarf ermitteln / „Hitzeschutz-Ampeln“ | GEW - Niedersachsen
Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Niedersachsen geht mit drei Kernforderungen an die Landesregierung ins neue Schuljahr: eine Arbeitszeiterfassung für Lehrkräfte, die Ermittlung des tatsächlichen Personalbedarfs und ein Schulgebäudekataster. In einer Pressekonferenz zum Schuljahresbeginn stellte die Bildungsgewerkschaft die Details dar.
„Die Klimakrise und ihre Hitzewellen sind in vielen Klassenzimmern zu spüren. Das Lernen und Arbeiten in Räumen, die nicht vor hohen Temperaturen schützen, wird zunehmend schwieriger. Schulen sind nicht nur Lernorte für Kinder und Jugendliche, sondern ebenso Arbeitsplätze von Beschäftigten“, erläuterte der GEW-Landesvorsitzende Stefan Störmer. Das Land Niedersachsen als Dienstherr und Arbeitgeber sei nun dringend gefordert, den Arbeits- und Gesundheitsschutz zu gewährleisten. Immer mehr Hitzefrei stelle keine Lösung dar, betonte er. „Wir brauchen zunächst ein Gebäudekataster aller Schulen beim Land, das zusammen mit den Kommunen erstellt wird. Ein Hin und Her bei der Verantwortlichkeit darf es nicht geben“, forderte der GEW-Landesvorsitzende gemeinsame Anstrengungen, da die Schulbeschäftigten beim Land verbeamtet oder angestellt sind und die Kommunen die Gebäude stellen. Im neuen Gebäudekataster solle von den Schulen verzeichnet werden, ob ein Raum bereits klimatisiert ist und ob es Änderungsbedarf gibt: „Eine `Hitzeschutz-Ampel´ würde zur Einordnung helfen. Bei Rot muss umgehend klimatisiert werden, bei Gelb ist es nachrangig und bei Grün nicht notwendig“, sagte Störmer. Finanzschwachen Kommunen solle bei der Umsetzung der Hitzeschutzmaßnahmen anschließend geholfen werden.
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