ÄELF erfasst EPK-Befallsflächen in Nordwestbayern; 2.100 ha gemeldet bis April 2025.
Themen 12 LWF aktuell 4 |2026 1 Auszug aus der EPK-Schadflächenmeldung der ÄELF mit Differenzierung nach Befallsgrad der Eichenanteile, hinterlegt mit Standortdaten zur Wasserverfügbarkeit (nutzbare Feldkapazität). Quellen: BayWIS, Thünen-Institut, Bayerische Forstverwaltung, Bayerische Vermessungsverwaltung 2026 Bereits länger bekannt ist, dass der EPK geschwächte Eichen benötigt, um sich er- folgreich zu vermehren. Unter geeigneten Bedingungen können dabei große Popu- lationsdichten entstehen, die in der Folge auch das Absterben vitalerer Bäume be- günstigen und Sanitärhiebe erforderlich machen können. Außerdem können holz- brütende Arten wie der Eichenkernkäfer geschwächte Bäume nach einem EPK-Be- fall weiter schädigen und neben der Ge- fährdung des Bestandes auch das Holz entwerten. Nach trockenwarmen Sommern wie zu- letzt 2023 traten allein im Schadens- schwerpunkt Nordwestbayern Eichen mit Stresssymptomen auf mehreren Tausend Hektar auf. Eine Suche auf der Gesamt- fläche wäre angesichts der sonstigen viel- fältigen Herausforderungen bei der Wald- bewirtschaftung nicht leistbar, zumal den Eichen auch ein breites Spektrum weite- rer Schadorganismen zu schaffen macht und zugleich nicht jeder Befall mit dem EPK sanitäre Handlungen erfordert. Es galt daher, ein Verbreitungsmuster des EPK zu finden und anhand dieser Flä- chenkategorien für eine effiziente Suche zu identifizieren. Erfassung und Analyse von EPK-Befalls- flächen in Nordwestbayern Für diese Analyse des Verbreitungsmus- ters melden die Ämter für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (ÄELF) im Nordwesten Bayerns seit 2024 ihnen be- kannte vom EPK befallene Flächen in digitaler Form und möglichst auf (Teil-) Bestandesebene an die Abteilung Wald- schutz der LWF. Im Unterschied zu den im Waldschutzmeldewesen erhobenen Schadholzmengen werden hier die betrof- fenen Flächen, deren Eichenanteil, der für diese Eichen geschätzte EPK-Befalls- grad sowie die Bestandeshistorie (Kern- wuchs/Stockausschlag) erfasst. Nach- rangig wurden auch Parameter wie die Textur, der Anteil an Eichensplintkäfern sowie Holzbrütern, das Bestandesalter, die Entwicklungsstufe, der Flächenanteil des Unter- und Zwischenstandes und die Anzahl der Sanitärhiebe aufgenommen. Bis April 2025 wurden auf diese Weise gut 2.100 ha gemeldet; darin sind auf- grund der Ersterfassung auch relevante Flächen mit Befall aus den Vorjahren ent- halten. Die Daten wurden anschließend mit weiteren Standortdaten verschnitten und statistisch ausgewertet. Einen hohen Befallsgrad mit EPK zeigten bei der Analyse überproportional häufig:
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